Tourexpi
Genau das hat Fit Reisen, Deutschlands führender Spezialist für Gesundheits- und Wellnessreisen, jetzt erstmals datenbasiert herausgearbeitet. 486 Urlaubsorte in 245 europäischen Regionen wurden auf ihre Gräserpollen-Belastung von Mai bis August 2025 analysiert, basierend auf Modelldaten des Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). Der Fokus liegt auf Gräserpollen: Sie haben mit Abstand die längste Flugsaison und treffen damit genau die AllergikerInnengruppe, für die ein Sommerurlaub sonst oft zum Kompromiss wird. Baumpollenallergien klingen im Frühjahr ab. Gräser fliegen den ganzen Sommer lang.
Dass sich die Belastung für AllergikerInnen in den vergangenen Jahren deutlich verschärft hat, bestätigen auch ExpertInnen. „Globale Erwärmung und Luftverschmutzung verlängern die Pollensaison und erhöhen die Allergenität von Pollen. Diese Faktoren sind nicht nur für höhere Symptomlast verantwortlich, sondern auch für die steigende Prävalenz mitverantwortlich", so Dr. med. univ. Markus Berger, Obmann des Österreichischen Polleninformationsdienstes, Arzt an der HNO-Abteilung der Klinik Landstraße Wien und Forscher im Bereich Aerobiologie und Allergologie.
Fit Reisen schließt mit dem Ranking eine bisherige Informationslücke: Auf der Website sind nicht nur alle Platzierungen abrufbar, sondern auch die monatlichen Belastungswerte für jeden einzelnen Ort von Mai bis August. So lässt sich das gewünschte Reiseziel direkt im Hinblick auf die Pollenbelastung vergleichen.
Es ist der hohe Norden, der das Ranking dominiert. Tórshavn auf den Färöern ist mit 0,1 grains/m³ der pollenärmste Urlaubsort in ganz Europa, gefolgt von Tromsø in Norwegen und Ostisland auf dem dritten Platz. Gleichzeitig zeigt die Analyse aber auch: Pollenarme Reiseziele müssen nicht kalt oder abgelegen sein. Mit Malta, Gozo, Madeira oder Zypern schaffen es auch sonnige Mittelmeer- und Atlantikdestinationen in die Top-Platzierungen. Am anderen Ende: Das portugiesische Alentejo ist die einzige Region Europas, die im Saisondurchschnitt den Bereich hoher Pollenbelastung erreicht. Überraschend stark vertreten im Negativfeld ist die Schweiz.
Das vollständige Ranking mit allen 486 Urlaubsorten und 245 Regionen sowie monatlichen Belastungsverläufen finden Interessierte hier.
Die wichtigsten Key Findings im Überblick:
Bester Urlaubsort Europas: Tórshavn auf den Färöern führt das Ranking mit einem Gräserpollen-Mittelwert von nur 0,1 grains/m³ an, gefolgt von Tromsø in Norwegen (0,6) sowie Ostisland (je 0,7). Wer dem Pollenflug wirklich entkommen will, findet im hohen Norden faktisch pollenfreie Bedingungen.
Pollen-Hotspot Nr. 1: Évora im portugiesischen Alentejo schließt das Ranking mit einem Saisonmittel von 54,9 grains/m³ ab. Es ist der einzige Urlaubsort in ganz Europa, dessen Durchschnittswert den Bereich hoher Belastung nach PID/EAACI-Klassifikation erreicht.
Iberische Halbinsel und Norditalien als Belastungszentren: Unter den zehn pollenreichsten Orten finden sich vier spanische und portugiesische Städte sowie drei norditalienische, darunter Mantua, Padua und Verona.
Schweiz als alpine Überraschung: Mit sieben Orten unter den Top 30 der höchstbelasteten Urlaubsziele, darunter Bern, Luzern, Genf und Lausanne, stellt die Schweiz die meisten Einträge im oberen Belastungsfeld. Mehr als jedes andere Land im Vergleich. Das überrascht viele Reisende.
Deutsche Städte im soliden Mittelfeld: Die niedrigsten Werte unter deutschen Zielen erreichen Westerland auf Sylt (3,5 grains/m³), Hamburg (8,5) und Berlin (8,6). Die höchsten deutschen Werte verzeichnen Konstanz (19,4), Rothenburg ob der Tauber (18,5) und Regensburg (17,4), alle drei aber noch im mittleren Bereich.
Bester Mittelmeerraum: Malta und Gozo belegen Platz 4 im Regionen-Ranking (1,0 grains/m³) und sind damit die pollenärmste mediterrane Region im gesamten Vergleich. Der Abstand zu den hochbelasteten Festlandregionen des Südens ist beträchtlich.
Inseln und Küsten dominieren die Bestenliste: Unter den 50 am wenigsten belasteten Orten finden sich zehn griechische Inseln und Küstenorte, sieben norwegische, fünf isländische, vier maltesische sowie sechs türkische Ziele. AllergikerInnen haben also echte Alternativen, auch im Mittelmeerraum.
Die zehn pollenärmsten Urlaubsregionen Europas
Platz 1: Färöer, Färöer 0,1 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Tórshavn ist der pollenärmste Urlaubsort in ganz Europa. Die Färöer liegen mit 0,1 grains/m³ so weit unter jedem relevanten Belastungswert, dass man schlicht von einem pollenfreien Reiseziel sprechen kann. Verantwortlich dafür sind subarktisches Klima, beständiger Atlantikwind und eine Vegetation, die Gräserpollen kaum in die Luft bringt. Für AllergikerInnen, die den Sommer bisher gemieden oder halb durchgehalten haben, sind die Färöer eine echte Entdeckung. Klippen, die senkrecht ins Meer fallen. Grüne Hügel im Nieselregen. Kleine Fischerdörfer, in denen der Wind die Straßen leerfegt. Und zum ersten Mal seit Jahren einfach draußen sitzen, ohne zu niesen.
Platz 2: Nordnorwegen, Norwegen 0,6 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Tromsø liegt jenseits des Polarkreises und zählt mit 0,6 grains/m³ zu den pollenärmsten Urlaubsorten in ganz Europa. Die kurze Vegetationsperiode lässt Gräser kaum zur Blüte kommen. Atlantische Winde und Küstennähe tun ein Übriges. Auch die Lofoten, Vesterålen und die Region Trøndelag schneiden hervorragend ab. Fjorde, Mitternachtssonne und ein Licht, für das FotografInnen aus aller Welt anreisen. Für AllergikerInnen ist das kein Kompromiss, sondern schlicht der bessere Sommer.
Platz 3: Ostisland, Island 0,7 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Höfn im Osten Islands schafft es mit 0,7 grains/m³ auf Platz drei der pollenärmsten Einzelorte. Ganz Ostisland zählt zu den drei besten Regionen im gesamten Ranking. Island ist vulkanisch, weitgehend baumlos und von atlantischen Winden durchzogen. Es bietet Reisenden Gletscherseen, schwarze Lavastrände und heiße Quellen mitten in der Einöde. Reykjavik (1,1 grains/m³) und die Südküste (1,5 grains/m³) schneiden ebenfalls sehr gut ab. Heuschnupfen-Geplagte, die Island noch nicht als Ziel auf der Bucket-List hatten, sollten das ändern.
Platz 4: Malta und Gozo 1,0 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Malta und Gozo landen mit nur 1,0 grains/m³ auf Platz vier der pollenärmsten Urlaubsregionen Europas und sind damit die beste Mittelmeer-Destination im gesamten Ranking. Die Insellage mitten im Mittelmeer, stetige Meeresbrisen und vergleichsweise wenig gräserreiche Vegetation halten die Belastung niedrig. Kalksteinbuchten, türkisfarbenes Wasser und Städte, die aussehen wie Filmkulissen. Wer bisher dachte, pollenarmer Urlaub bedeute automatisch Regenjacke statt Badeurlaub, findet hier das Gegenbeispiel.
Platz 5: Famagusta, Zypern 1,0 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Famagusta auf Zypern überrascht mit außergewöhnlich niedrigen Pollenwerten und schafft es damit unter die fünf besten Regionen Europas. Die trockene Küstenlage und der konstante Wind vom Meer sorgen dafür, dass Gräserpollen kaum lange in der Luft bleiben. Endlose Sandstrände, glasklares Wasser und Sommerabende, die bis spät in die Nacht warm bleiben. Für AllergikerInnen ist Zypern damit deutlich entspannter, als viele erwarten würden.
Platz 6: Paphos, Zypern 1,1 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Auch Paphos gehört mit 1,1 grains/m³ zu den pollenärmsten Reisezielen Europas. Die Region an der Südwestküste Zyperns profitiert von ihrer direkten Lage am Meer und einem trockenen Klima. Antike Ausgrabungen direkt an der Küste, kleine Tavernen im Hafen und Sonnenuntergänge über dem Mittelmeer. Wer Sonne sucht, aber den Pollenflug vermeiden möchte, findet in Paphos eine seltene Kombination.
Platz 6: Reykjavik, Island 1,1 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Gleichauf auf Platz sechs liegt Reykjavik mit 1,1 grains/m³, Islands Hauptstadt und eine der pollenärmsten Metropolen Europas. Reykjavik verbindet urbane Kultur mit den natürlichen Vorteilen der Insel: wenig Vegetation, viel Wind und ein kühles Atlantikklima. Bunte Häuser, heiße Thermalbäder und das Gefühl, dass hinter jeder Kurve eine andere Landschaft beginnt. Für Menschen mit Heuschnupfen kann selbst ein Städtetrip hier überraschend entspannt sein.
Platz 8: Madeira, Portugal 1,4 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Madeira schafft es mit nur 1,4 grains/m³ unter die zehn pollenärmsten Regionen Europas. Die Atlantikinsel gilt zwar als grün und üppig bewachsen, doch die direkte Meerlage und stetige Luftbewegung sorgen für vergleichsweise geringe Belastungswerte. Steilküsten, Lorbeerwälder und Wanderwege entlang der Levadas. Madeira zeigt, dass auch subtropische Reiseziele für AllergikerInnen funktionieren können.
Platz 9: Dodekanes, Griechenland 1,5 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Rhodos, Kos, Karpathos: Die Inselgruppe Dodekanes vereint einige der bekanntesten Urlaubsinseln Griechenlands und landet mit 1,5 grains/m³ unter den zehn pollenärmsten Regionen Europas. Der starke Einfluss des Meeres und die trockenen Sommermonate reduzieren die Pollenbelastung deutlich. Weiße Häuser vor tiefblauem Wasser, kleine Hafenorte und Abende unter Olivenbäumen. Wer Griechenland bislang mit Heuschnupfen verbunden hat, sollte die Inselregionen neu bewerten.
Platz 10: Südisland, Island 1,5 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Auch Südisland zählt mit 1,5 grains/m³ zu den pollenärmsten Regionen Europas. Zwischen schwarzen Stränden, Wasserfällen und Gletschern entstehen Bedingungen, unter denen Gräserpollen kaum eine Rolle spielen. Die Region wirkt oft wie eine andere Welt: riesige Lavafelder, tosende Flüsse und Straßen, die scheinbar ins Nichts führen. Für AllergikerInnen kann genau das zur angenehmsten Sommerreise seit Jahren werden.
Die pollenreichste Urlaubsregion Europas
Platz 245: Alentejo, Portugal 54,9 grains/m³ im Saisondurchschnitt
Évora ist der pollenreichste Urlaubsort in ganz Europa und der einzige, dessen Saisondurchschnitt den Bereich hoher Belastung nach PID/EAACI-Klassifikation erreicht. Das Alentejo ist eine weite, heiße Ebene mit ausgedehnten Getreide- und Wiesenflächen, wenig Wind und langen Trockenperioden. Bessere Bedingungen für intensiven Pollenflug gibt es kaum. Im Mai liegt der Tagesdurchschnitt bei über 117 grains/m³. Wer das Alentejo trotzdem kennenlernen will, fährt am besten im August. Dann sinkt die Belastung auf 3,5 grains/m³ und die Region zeigt sich von ihrer stillen, goldenen Seite. Im Mai ist das Alentejo für Menschen mit Heuschnupfen keine Option. Im Spätsommer schon.
Allergien auf dem Vormarsch
Pollenallergien sind kein Nischenthema mehr. Rund 40 Prozent der europäischen Bevölkerung leidet laut EAACI an irgendeiner Form von Pollenallergie, und die Zahlen steigen seit Jahren. Neben genetischen Faktoren spielt der Klimawandel eine zentrale Rolle: Wärmere Temperaturen verlängern die Pollensaison, höhere CO2-Konzentrationen steigern die Pollenproduktion, und neue allergene Pflanzenarten breiten sich in Regionen aus, in denen sie früher nicht vorkamen. Wer bisher keine Allergie hatte, kann eine entwickeln. Wer eine hatte, spürt sie heute oft früher im Jahr und länger. Dr. med. univ. Markus Berger ergänzt dazu: „In Mitteleuropa verlängert sich die Pollensaison. Im urbanen Raum können angepflanzte Schilf- und Ziergräser die Beschwerdezeit von Patienten und Patientinnen mit Gräserpollenallergien zusätzlich bis in den Herbst hinein verlängern". Für Reisende heißt das: Die Frage, wohin im Sommer, wird für immer mehr Menschen zu einer Gesundheitsfrage. Fit Reisen liefert mit diesem Ranking erstmals eine datenbasierte Grundlage für genau diese Entscheidung. „Die Gräserpollen-Saison fällt in die Zeit des Jahres, zu der viele Menschen ihre Freizeit vorwiegend im Freien verbringen möchten. Und da Allergiker und Allergikerinnen sehr individuelle Reaktionsmuster aufweisen, ist eine fundierte Reiseplanung wichtiger, als viele denken“, gibt Dr. med. univ. Markus Berger zu bedenken.
Die vollständige Auswertung aller Urlaubsorte und Regionen, monatliche Pollen-Verläufe sowie das Interview mit Allergieexperte Dr. med. univ. Markus Berger finden Interessierte hier.
Für AllergikerInnen, die aktiv pollenärmer & allergiefreundlich reisen möchten, hält Fit Reisen zahlreiche Angebote in den schönsten Regionen Europas bereit.
Bildnachweis: © Robert Kneschke - stock.adobe.com via Fit Reisen
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