Allgäu-Walser-Pass gewinnt internationalen Skift IDEA Award - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Allgäu-Walser-Pass gewinnt internationalen Skift IDEA Award
Digitaler Gästepass setzt sich in der Kategorie „Traveler Journey“ gegen internationale Konkurrenz aus insgesamt 490 Bewerbungen durch
Allgäu-Walser-Pass gewinnt internationalen Skift IDEA Award

Der Allgäu-Walser-Pass ist mit dem Skift IDEA Award 2026 ausgezeichnet worden. Die Allgäu-Walser-Service GmbH gewann mit ihrer Bewerbung „Allgäu-Walser-Pass: One Code to Rule Them All!“ die Kategorie „Traveler Journey“ und setzte sich im Finale gegen acht weitere Projekte durch.

Mehr als 490 Bewerbungen aus aller Welt gingen in diesem Jahr für die Skift IDEA Awards ein. Zu den Bewerbern gehörten auch international bekannte Unternehmen wie Marriott International und der Lufthansa Innovation Hub. In der Kategorie „Traveler Journey“ standen neben dem Allgäu-Walser-Pass unter anderem Trip.com, point.me und FlightPath3D im Finale.

Ein QR-Code verbindet die Urlaubsregion

Kern des ausgezeichneten Systems ist ein persönlicher QR-Code, der unterschiedliche touristische Leistungen zusammenführt. Hinter der Infrastruktur stehen 40 Kommunen, rund 9.000 Gastgeber und mehr als 150 Freizeitangebote sowie weitere Partner.

„Dass wir mit dem Allgäu-Walser-Pass in diesem internationalen Umfeld gewinnen, macht mich wirklich stolz“, sagt Ulrich Hüttenrauch, Geschäftsführer der Allgäu-Walser-Service GmbH. „Hinter dem System stehen 40 Kommunen, rund 9.000 Gastgeber, mehr als 150 Freizeitangebote und viele weitere Partner. Diesen Preis gewinnen wir für alle, die dieses System jeden Tag mittragen.“

Bei der Anmeldung müssen Gastgeber nur wenige Daten wie Reisezeitraum, Personenzahl und E-Mail-Adresse erfassen. Anschließend können die Gäste fehlende Angaben selbst ergänzen und ihren Gästepass bereits vor der Anreise aktivieren. Nach Angaben der Allgäu-Walser-Service GmbH nutzen rund 60 Prozent diese Möglichkeit.

Am Anreisetag steht der Pass ab Mitternacht automatisch in der Allgäu-Walser-App bereit und kann damit bereits vor dem Eintreffen in der Unterkunft eingesetzt werden.

Vom Nahverkehr bis zur Bergbahn

Welche Leistungen im Allgäu-Walser-Pass enthalten sind, hängt vom jeweiligen Ort und teilweise vom Gastgeber ab. Darüber hinaus lassen sich über die App zusätzliche Angebote wie der VIEL PASS im Sommer oder Skipässe im Winter buchen und unmittelbar nutzen.

Die technische Infrastruktur verbindet Kommunen, Gastgeber, Tourist-Informationen, Freizeiteinrichtungen, Parksysteme und Mobilitätsangebote. Mit dem MOBIL PASS werden verschiedene Angebote des öffentlichen Nahverkehrs gebündelt. In 30 Orten wird diese Mobilität über den Kurbeitrag finanziert.

Technische Grundlage ist der eTicket-Deutschland-Standard. Nach Angaben der Betreiber ist der Allgäu-Walser-Pass weltweit das erste Angebot auf dieser Basis, bei dem der ursprünglich für den öffentlichen Nahverkehr entwickelte QR-Code zugleich mit Bergbahnen, Bädern und Ausflugszielen wie Breitachklamm oder Skywalk kompatibel ist.

Genau die durchgängige Nutzung unterschiedlicher Leistungen während einer Reise steht im Mittelpunkt der Skift-Kategorie „Traveler Journey“.

„Der Allgäu-Walser-Pass zeigt, was möglich ist, wenn eine Region gemeinsam an einer Lösung arbeitet“, sagt Christian Wilhelm, Landrat des Landkreises Oberallgäu und Beiratsvorsitzender der Allgäu-Walser-Service GmbH. „Davon profitieren nicht nur unsere Gäste, sondern auch die Kommunen und touristischen Betriebe, die über eine gemeinsame Infrastruktur miteinander verbunden sind.“

Mehr als 725.000 Downloads

Die Allgäu-Walser-App wurde bislang mehr als 725.000 Mal heruntergeladen. Rund zwei Drittel der Downloads entfallen auf Apple-Geräte und etwa ein Drittel auf Android.

Im deutschen Apple App Store erreicht die Anwendung nach Angaben der Betreiber aus mehr als 2.500 Bewertungen durchschnittlich 4,7 von fünf Punkten. In der Kategorie „Reisen“ bewegt sie sich derzeit um Platz 50 und konkurriert dort mit internationalen Buchungsplattformen, Airlines, Mobilitätsdiensten und Reiseveranstaltern.

„Einzige Destination vor uns ist der Europapark, damit können wir leben“, sagt Hüttenrauch.

Petra Genster, stellvertretende Tourismusdirektorin in Oberstdorf, sieht den praktischen Nutzen für Urlauber im Vordergrund. „Für unsere Gäste zählt vor allem, dass ein digitales Angebot unkompliziert funktioniert und den Urlaub einfacher macht. Die Auszeichnung zeigt, dass wir mit diesem gemeinsamen Ansatz auch international Aufmerksamkeit bekommen.“

Urlaub soll nicht an Gemeindegrenzen enden

Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die Zusammenarbeit über einzelne Orte hinweg. „Der Gast denkt seinen Urlaub nicht in Gemeindegrenzen“, sagt Constanze Höffinghoff, Tourismusdirektorin Oberstaufen. „Genau deshalb ist es so wichtig, Angebote gemeinsam und über Orte hinweg zugänglich zu machen. Der Allgäu-Walser-Pass schafft dafür die technische Grundlage.“

Max Hillmeier, Tourismusdirektor Bad Hindelang, ergänzt: „Je einfacher Mobilität, Freizeitangebote und weitere Leistungen zusammenspielen, desto komfortabler wird der Aufenthalt für unsere Gäste. Dass dieser Ansatz nun international ausgezeichnet wird, freut uns sehr.“

Das System reicht zudem über die deutsch-österreichische Grenze hinweg. Kleinwalsertal Tourismus gehört zu den Partnern des Projekts.

„Für unsere Gäste endet der Urlaub nicht an der Staatsgrenze und mit dem Allgäu-Walser-Pass endet auch die digitale Gästekarte nicht dort. Als österreichischer Partner zeigen wir deshalb mit unseren Kollegen im Allgäu, dass ein QR-Code für Vorteile, Freizeitangebote und Mobilität über eine Landesgrenze hinweg funktionieren kann“, sagt Sandra Brutscher, Vorstand Kleinwalsertal Tourismus eGen. Die internationale Auszeichnung bestätige damit einen Weg, den die Partner seit Jahren gemeinsam gingen.

Zweite große Auszeichnung im Jahr 2026

Der Skift IDEA Award ist nicht die erste Auszeichnung für den Allgäu-Walser-Pass in diesem Jahr. Nach einem regionalen Innovationspreis im Rahmen des Zötler-Gastro-Forums gewann das Projekt im Februar bereits den ADAC-Tourismuspreis Bayern 2026. Dort würdigte die Jury insbesondere die Zusammenarbeit der zahlreichen beteiligten Partner.

Über die Gewinner der Skift IDEA Awards entscheidet eine unabhängige internationale Fachjury aus Vertretern der Reise- und Technologiebranche. Ihr gehörten 2026 unter anderem Führungskräfte von Google UK, Apple, Etihad Aviation Group, Accor, Hilton und Marriott sowie Vertreter internationaler Tourismusdestinationen an.

Die Trophäe soll beim Skift Global Forum vom 22. bis 24. September in New York City übergeben werden. Geschäftsführer Ulrich Hüttenrauch wird allerdings nicht zur Preisverleihung reisen.

„Natürlich wäre ich gerne bei der Preisverleihung“, sagt Hüttenrauch. „Aber es stehen wirklich wichtige Termine in der Region an, die für mich Vorrang haben.“

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von Allgäu GmbH


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