Australien: Working-Holiday-Visa für 24 Länder vorerst gestoppt - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Australien: Working-Holiday-Visa für 24 Länder vorerst gestoppt
Österreich und die Schweiz sind von der Pause betroffen, Deutschland nicht – Australien arbeitet zugleich an einer restriktiveren Migrationspolitik
Australien: Working-Holiday-Visa für 24 Länder vorerst gestoppt

Australien schränkt eines seiner bekanntesten Programme für junge Langzeitreisende ein. Die Behörden haben die Bearbeitung von Work-and-Holiday-Visa der Subclass 462 für 24 Länder vorübergehend ausgesetzt. Betroffen sind Länder, für die bereits jährliche Obergrenzen gelten. Dazu gehören neben Spanien auch Österreich und die Schweiz.

Deutschland ist von diesem Bearbeitungsstopp dagegen nicht betroffen. Deutsche Staatsbürger nutzen für Work-and-Travel-Aufenthalte das separate Working-Holiday-Visum der Subclass 417, für das keine entsprechende jährliche Länderobergrenze gilt.

Die australischen Working-Holiday-Programme richten sich vor allem an junge Erwachsene und ermöglichen es ihnen, einen längeren Aufenthalt im Land mit zeitweiliger Beschäftigung zu verbinden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich der Aufenthalt auf bis zu drei Jahre erstrecken. Im Juni 2025 hielten sich 206.187 Menschen mit einer entsprechenden Aufenthaltsgenehmigung in Australien auf.

Österreich und die Schweiz unter den betroffenen Ländern

Österreich und die Schweiz gehören zum Work-and-Holiday-Programm der Subclass 462. Für Österreich gilt ein jährliches Kontingent von 500 Erstanträgen, für die Schweiz von 200. Die Annahme beziehungsweise Bearbeitung neuer Erstanträge ist derzeit für beide Länder pausiert.

Eine solche Pause bedeutet nicht, dass das Programm für das gesamte Jahr geschlossen bleibt. Nach Angaben der australischen Einwanderungsbehörde kann der Status eines Landes im Verlauf des Programmjahres wieder auf „open“ gesetzt werden, sodass erneut Anträge angenommen werden.

Deutschland fällt dagegen unter die Subclass 417 und gehört deshalb nicht zu den 24 Staaten, die von der aktuellen Pause bei den kontingentierten Visa der Subclass 462 betroffen sind.

Auch andere Antragsteller müssen länger warten

Neben der Pause bei der Subclass 462 soll Australien nach einem Bericht von Migrant Times auch die Bearbeitung von Anträgen aus Ländern verlangsamt haben, deren Staatsbürger die Subclass 417 nutzen. Damit könnten sich auch für Antragsteller aus Ländern ohne jährliches Kontingent längere Bearbeitungszeiten ergeben.

Gerade bei Europäern und Japanern ist das Modell aus Reisen und zeitweiliger Arbeit traditionell beliebt. Die aktuellen Maßnahmen treffen damit einen Bereich, der seit Jahrzehnten eng mit dem australischen Backpacker-Tourismus verbunden ist.

Australien bereitet neue Migrationspolitik vor

Hintergrund der Maßnahmen sind Pläne für eine umfassendere Neuausrichtung der australischen Migrationspolitik. Die Regierung will die Zuwanderung reduzieren und prüft nach Angaben von Migrant Times verschiedene Verschärfungen.

Dazu könnten strengere Voraussetzungen für Familienvisa, Begrenzungen für Backpacker sowie Einschränkungen bestimmter Arbeitsrechte von Asylbewerbern gehören. Die derzeitige Verlangsamung beziehungsweise Aussetzung der Visaerteilung soll den Behörden Zeit für die Ausarbeitung der neuen Regelungen verschaffen.

Landwirtschaft auf junge Arbeitskräfte angewiesen

Die Einschränkungen treffen allerdings nicht nur junge Menschen, die einen längeren Australienaufenthalt planen. Working-Holiday-Reisende sind zugleich ein Bestandteil des australischen Arbeitsmarktes und übernehmen häufig zeitlich begrenzte Tätigkeiten.

Besonders die Landwirtschaft greift auf diese mobilen Arbeitskräfte zurück. Eine deutliche Verringerung ihrer Zahl könnte deshalb auch Betriebe treffen, die saisonal zusätzlichen Personalbedarf haben.

Hinzu kommt die wirtschaftliche Bedeutung der Reisenden selbst. Nach offiziellen Zahlen trugen junge Menschen mit Working-Holiday-Visa 2019 rund 3,2 Milliarden australische Dollar zur australischen Wirtschaft bei. Die Begrenzung der Zuwanderung steht damit vor einem wirtschaftlichen Zielkonflikt: Weniger junge Langzeitreisende bedeuten zugleich weniger Arbeitskräfte und geringere touristische Ausgaben.

Quelle: https://www.tourinews.es/resumen-de-prensa/notas-de-prensa-destinos-turismo/australia-se-cansa-turistas-trabajadores-suspende-expedicion-visados-24-paises-incluida-espana_4494221_102.html

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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