Asien: Deutsche Reisende entdecken Ziele abseits der Klassiker - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Asien: Deutsche Reisende entdecken Ziele abseits der Klassiker
Trip.com verzeichnet besonders starke Zuwächse bei Suchanfragen nach weniger bekannten Reisezielen in China, Indonesien, Japan, Thailand und Südkorea
Asien: Deutsche Reisende entdecken Ziele abseits der Klassiker

Tokio, Bangkok oder Bali stehen weiterhin weit oben auf dem Wunschzettel deutscher Asienreisender. Gleichzeitig wächst jedoch das Interesse an Orten, die bislang deutlich seltener im Mittelpunkt internationaler Reiseplanungen standen. Eine Auswertung von Trip.com zeigt teils dreistellige Zuwachsraten bei Suchanfragen nach kleineren Städten, Regionen und Inseln.

Für die Analyse verglich die Reisebuchungsplattform Buchungen und Suchanfragen aus Deutschland zwischen April und Juni 2026 für Reisen im Juli und August mit dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Berücksichtigt wurden Flüge, Hotels und Attraktionen. Besonders auffällig ist, dass alternative Ziele vielfach erheblich schneller wachsen als die etablierten touristischen Zentren.

China: Jinan und Zhangjiajie legen kräftig zu

In China führen Jinan und Zhangjiajie die Entwicklung an. Für Jinan registrierte Trip.com gegenüber dem Vorjahr 580 Prozent mehr Suchanfragen, für Zhangjiajie 527 Prozent. Yongshun folgt mit einem Plus von 444 Prozent.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass deutsche Reisende bei der Planung einer Chinareise zunehmend über die international bekanntesten Metropolen hinausblicken. Gerade Zhangjiajie steht dabei für eine andere Seite des Landes: Die Region ist vor allem für ihre spektakulären Felslandschaften und Naturerlebnisse bekannt.

Indonesien: Interesse reicht weit über Bali hinaus

Auch Indonesiens bekanntestes Urlaubsziel wächst weiter. Die Suchanfragen nach Bali legten um 121 Prozent zu. Andere Ziele entwickelten sich allerdings erheblich dynamischer.

Für Labuan weist die Auswertung einen Zuwachs von 332 Prozent aus. Besonders stark fällt die Veränderung in Mergangsan aus, einem Distrikt der Stadt Yogyakarta auf Java. Hier stiegen die Suchanfragen um 900 Prozent und damit stärker als bei jedem anderen in der Auswertung genannten Ziel.

Japan: Fukuoka und Sapporo wachsen schneller als Tokio

Japan bleibt nicht auf Tokio, Kyoto und Osaka beschränkt. Zwar verzeichnen auch die drei Klassiker deutliche Zuwächse: Tokio kommt auf 138 Prozent, Kyoto auf 140 Prozent und Osaka auf 85 Prozent.

Noch stärker wächst jedoch das Interesse an anderen Teilen des Landes. Fukuoka erreicht ein Plus von 303 Prozent, Sapporo 297 Prozent und Fujikawaguchiko am Fuß des Fuji 241 Prozent. Die Zahlen sprechen damit für eine zunehmende geografische Streuung der Nachfrage innerhalb Japans.

Thailand: Hat Yai und Koh Kret rücken ins Blickfeld

Ein ähnliches Bild ergibt sich für Thailand. Bangkok verzeichnet bei den Suchanfragen aus Deutschland einen Zuwachs von 171 Prozent, Phuket von 93 Prozent. Die größten prozentualen Sprünge finden sich jedoch abseits dieser etablierten Ziele.

Hat Yai im Süden des Landes kommt auf ein Plus von 600 Prozent. Für Koh Kret, die Insel im Chao-Phraya-Fluss nördlich von Bangkok, registrierte Trip.com 405 Prozent mehr Suchanfragen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Südkorea: Goyang mit einem Plus von 700 Prozent

Auch in Südkorea bleibt Seoul mit einem Zuwachs von 184 Prozent ein wichtiger Anziehungspunkt. Noch schneller entwickelt sich nach den Trip.com-Daten jedoch das Interesse an mehreren weniger bekannten Destinationen.

Goyang erreicht mit 700 Prozent den stärksten Zuwachs des Landes. Für Gangneung an der Ostküste stiegen die Suchanfragen um 350 Prozent, für Seogwipo auf der Insel Jeju um 287 Prozent.

Bekannte Ziele bleiben stark, Alternativen holen auf

Die Daten zeigen keinen Bedeutungsverlust der asiatischen Klassiker. Tokio, Bangkok, Bali oder Seoul verzeichnen selbst deutliche Zuwächse. Parallel dazu scheint sich das Spektrum der Reiseziele jedoch zu erweitern.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass hohe prozentuale Steigerungen bei weniger bekannten Orten von einem vergleichsweise niedrigen Ausgangsniveau stammen können. Absolute Suchvolumina nennt Trip.com nicht. Die Entwicklung macht dennoch sichtbar, dass deutsche Reisende bei der Suche nach Asienzielen zunehmend auch Orte berücksichtigen, die bislang außerhalb der klassischen touristischen Routen liegen.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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