UNESCO-Erbe in Südbayern 2026 entdecken - Wissen, was im Tourismus los ist!



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UNESCO-Erbe in Südbayern 2026 entdecken
Von weltberühmten Königsschlössern bis zu lebendigen Traditionen: Südbayern vereint eine außergewöhnliche Dichte an UNESCO-Welterbe und Immateriellem Kulturerbe – und lädt 2026 zu vielfältigen Entdeckungen ein
UNESCO-Erbe in Südbayern 2026 entdecken

Das UNESCO-Welterbe und das Immaterielle Kulturerbe prägen Südbayern in großer thematischer Bandbreite. Neben international bekannten Sehenswürdigkeiten finden sich weniger bekannte, aber ebenso eindrucksvolle Orte, an denen Geschichte, Natur und gelebte Tradition ineinandergreifen. Auf der Reisemesse CMT in Stuttgart stellten die Tourismusverbände Allgäu/Bayerisch-Schwaben und Oberbayern diese Vielfalt vor und zeigten, wie sich Kultur- und Naturerlebnis miteinander verbinden lassen.

Weltbekannte Ikonen und verborgene Schätze

Dass die Königsschlösser Linderhof, Herrenchiemsee und Neuschwanstein seit Kurzem zum UNESCO-Welterbe zählen, überrascht angesichts ihrer Besucherzahlen kaum. Weniger bekannt ist, dass in Augsburg die ältesten Wassertürme Europas stehen oder dass der Meteoritenkrater Ries seit Jahrzehnten als Trainingsort für Astronautinnen und Astronauten dient. Während die Wieskirche weithin sichtbar auf einem Hügel im Pfaffenwinkel thront, liegen die prähistorischen Pfahlbauten der Roseninsel verborgen unter der Wasseroberfläche des Starnberger Sees.

Immaterielles Kulturerbe als lebendige Praxis

Am Beispiel Bad Hindelang wurde auf der CMT auch die Bedeutung des Immateriellen Kulturerbes verdeutlicht. Der Ort, der kürzlich von den Vereinten Nationen als eines der „Best Tourism Villages 2025“ ausgezeichnet wurde, vereint mit der Allgäuer Alpwirtschaft und der Kneippschen Gesundheitslehre gleich zwei Einträge auf der UNESCO-Liste. Daneben zählen in Süddeutschland weitere Traditionen zum Immateriellen Kulturerbe, darunter die Braukunst nach dem Reinheitsgebot, Pferdeumritte wie die Tölzer Leonhardifahrt, die historische Flößerei auf der Isar oder das Augsburger Friedensfest.

UNESCO Global Geopark Ries: Forschung und Erlebnis

Der UNESCO Global Geopark Ries in Bayerisch-Schwaben beeindruckt durch den am besten erhaltenen Einschlagskrater Europas. Als sogenannte „Sphinx der Geologie“ leitete der Rieskrater einen Paradigmenwechsel in den Geowissenschaften ein und zieht bis heute internationale Forschung an. „Sie lernen hier, sich auf ihre Außenbordeinsätze vorzubereiten und die richtigen Gesteine einzusammeln. Die Region dient nationaler und internationaler Forschung“, sagt Heike Burkhardt, Leiterin des Geoparks Ries. Zertifizierte Führungen, Themenwanderwege und Radstrecken ermöglichen eine intensive Annäherung an die kosmische Entstehungsgeschichte der Region.

Augsburger Wassermanagement-System: Technikgeschichte des Wassers

Ein einzigartiges Zusammenspiel aus Technik, Nachhaltigkeit und Kunst verkörpert das UNESCO-Welterbe „Augsburger Wassermanagement-System“. Seit 2019 gehören 22 Objekte dazu, darunter Monumentalbrunnen, Wasserbauwerke, Trinkwasserwerke, Kanäle und Kraftwerke. Sie dokumentieren die frühe Trennung von Trink- und Brauchwasser sowie die nachhaltige Nutzung der Wasserkraft. „Die Komplexität des Systems mit seinen verschiedenen Objekten und Orten macht es weniger schnell greifbar als ein einzelnes Denkmal wie ein Schloss“, erklärt Götz Beck, Leiter der Regio Augsburg. Führungen, Tourenvorschläge und eine Modellkammer machen die Funktionsweise des Systems anschaulich erlebbar.

Bad Hindelang: Alpwirtschaft und Kneipp-Tradition

Im Allgäu lässt sich Immaterielles Kulturerbe unmittelbar erfahren. In Bad Hindelang stehen rund 80 Prozent der Gemeindefläche unter Landschafts- und Naturschutz. Die Alpwirtschaft prägt bis heute die Kulturlandschaft, in denkmalgeschützten Alpgebäuden wird Käse noch handwerklich hergestellt. „Wir lassen unsere Gäste teilhaben und machen sie zu Einheimischen auf Zeit, etwa bei Baumpflanzaktionen oder Kässpatzenkochen“, sagt Tourismusleiter Max Hillmeier. Ergänzt wird dies durch die Kneippsche Gesundheitslehre, die in Bad Hindelang seit der Zeit von Prinz Luitpold fest verankert ist.

Königsschlösser und Kulturlandschaften in Oberbayern

Schloss Linderhof liegt eingebettet im Naturpark Ammergauer Alpen und war das einzige Schloss, das König Ludwig II. selbst bewohnte. Mit dem Schlosspark und der 2025 wiedereröffneten Venusgrotte bildet es einen kulturellen Schwerpunkt der Region, ergänzt durch Orte wie das Kloster Ettal oder Oberammergau. Schloss Herrenchiemsee auf der Herreninsel ist ganzjährig per Schiff erreichbar und Teil der vielfältigen Kulturlandschaft des Chiemsee-Alpenlands mit Seen, Mooren und alpinem Vorland.

Archäologie und Spiritualität zwischen See und Hügeln

Die Roseninsel im Starnberger See gehört zum UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen“. Unter Wasser liegen jungsteinzeitliche Siedlungsreste, an Land verbinden sich Natur, Archäologie und königliche Geschichte. Die Wieskirche im Pfaffenwinkel wiederum ist seit über 40 Jahren UNESCO-Welterbe und zugleich lebendiger Wallfahrtsort. Als Meisterwerk des bayerischen Rokoko zieht sie Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an und liegt eingebettet in eine sanfte Kulturlandschaft, die sich auch wandernd oder radelnd erschließen lässt.

Weitere Informationen bieten die Tourismusverbände auf der CMT in Stuttgart in Halle 6/D11 für Oberbayern, Halle 6/E11 für Allgäu/Bayerisch-Schwaben sowie Halle 6/B23 für das Ferienland Donauries und den Geopark Ries.

Bildnachweis: © Bad Hindelang


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