TUI fordert Aussetzung der DRSF-Gebühren und niedrigere Sicherheiten - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
TUI fordert Aussetzung der DRSF-Gebühren und niedrigere Sicherheiten
Reiseveranstalter sieht Reformbedarf beim Deutschen Reisesicherungsfonds und fordert Entlastung für Urlauber und Branche
TUI fordert Aussetzung der DRSF-Gebühren und niedrigere Sicherheiten

TUI fordert die Bundesregierung auf, die Gebühren für den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) zum 1. Juli auf null zu setzen und die von Reiseveranstaltern zu hinterlegenden Sicherheiten deutlich zu reduzieren. Nach Angaben des Unternehmens könnten Verbraucher und Touristikbranche dadurch entlastet werden, ohne dass hierfür Mittel aus dem Bundeshaushalt erforderlich wären. Bereits Ende vergangenen Jahres hätten führende deutsche Reiseveranstalter ihre Reformvorschläge dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegt. Seitdem habe es jedoch keine wesentlichen Fortschritte gegeben.

Rund eine Milliarde Euro im Sicherungsfonds

Nach Angaben von TUI haben deutsche Reiseveranstalter inzwischen rund eine Milliarde Euro in den Sicherungsfonds eingezahlt. Das Unternehmen hält diese Summe für ausreichend, um auch außergewöhnliche Risiken abzudecken.

Aus Sicht von TUI verteuern die laufenden Gebühren den Pauschalurlaub unnötig. Hinzu kämen weitere staatlich veranlasste Kosten, insbesondere im Luftverkehr, die in Deutschland höher seien als in vielen anderen europäischen Ländern.

„Senken Sie die Kosten für den Urlaub der Deutschen. Es kostet Sie nicht einen Cent Steuergeld.“

Kapital gebunden und Kaufkraft gemindert

Der Deutsche Reisesicherungsfonds wurde nach der Insolvenz von Thomas Cook im Jahr 2019 eingeführt, um Pauschalreisende besser gegen Veranstalterinsolvenzen abzusichern. TUI begrüßt dieses Ziel grundsätzlich, sieht in der aktuellen Ausgestaltung jedoch wirtschaftliche Nachteile für die Branche.

Nach Auffassung des Unternehmens bindet der Fonds erhebliche finanzielle Mittel, die für Investitionen fehlen. Zudem fehle bislang eine zeitgemäße Anlagestrategie für die eingezahlten Gelder. Angesichts der Inflation verliere das Vermögen des Fonds real an Wert, während es nach Ansicht von TUI produktiver eingesetzt werden könnte.

Reform des Sicherungsfonds gefordert

TUI spricht sich für den Erhalt eines wirksamen Sicherungssystems aus, fordert jedoch Änderungen bei dessen Ausgestaltung. Nach Auffassung des Unternehmens sollte der Verbraucherschutz erhalten bleiben, ohne Reisen zusätzlich zu verteuern oder die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Veranstalter einzuschränken.

Deshalb fordert TUI, die Gebühren des Deutschen Reisesicherungsfonds kurzfristig auszusetzen, die Sicherheitsleistungen zu senken und die vorhandenen Mittel künftig professionell anzulegen. Dadurch ließen sich aus Sicht des Unternehmens Verbraucherschutz und wirtschaftliche Vernunft besser miteinander verbinden.

Bildnachweis: © TUI


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