Tourexpi
Immer
mehr ältere Menschen in Deutschland sind online und nutzen digitale Angebote
selbstverständlich im Alltag. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Begleitung
und niedrigschwelligen Hilfsangeboten. Das zeigt eine aktuelle Studie des
Bitkom, die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren,
Frauen und Jugend vorgestellt wurde. Für die Untersuchung wurden 1.004 Personen
ab 65 Jahren repräsentativ befragt.
Internetnutzung
steigt deutlich mit den jüngeren Jahrgängen
Aktuell
nutzen 74 Prozent der Deutschen ab 65 Jahren das Internet. Noch 2020 lag der
Anteil bei 48 Prozent, 2014 bei 38 Prozent. Männer sind mit 78 Prozent etwas
häufiger online als Frauen mit 70 Prozent. Mit zunehmendem Alter nimmt die
Nutzung ab: Während bei den 65- bis 69-Jährigen nahezu alle online sind, sinkt
der Anteil bei den über 80-Jährigen auf knapp die Hälfte.
Für
viele ist das Netz längst unverzichtbar. Rund drei Viertel der
Internetnutzerinnen und -nutzer ab 65 können sich ein Leben ohne Internet nicht
mehr vorstellen. 91 Prozent finden dort Freizeitangebote, 78 Prozent nutzen das
Internet, um geistig fit zu bleiben, und 72 Prozent geben an, dank digitaler
Kommunikation mehr Kontakt zu Familie und Freunden zu haben. „Deutschlands
Seniorinnen und Senioren sind viel digitaler als gedacht. Sie erkennen die
Chancen, wünschen sich mehr und schnelleren Fortschritt – und wollen dabei
mitgenommen werden“, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.
Grundsätzlich
offen – aber mehr Tempo gefordert
Die
Generation 65+ steht der Digitalisierung überwiegend positiv gegenüber. 81
Prozent sehen sie als Chance für die Gesellschaft, nur 17 Prozent als Gefahr.
Zwei Drittel wünschen sich sogar, dass die Digitalisierung schneller
vorangetrieben wird. Gleichzeitig erwarten 80 Prozent, dass Politik und
Verwaltung stärker auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingehen.
Wofür
Seniorinnen und Senioren das Internet nutzen
Kommunikation
steht an erster Stelle: 92 Prozent schreiben E-Mails, 88 Prozent verschicken
Textnachrichten, 60 Prozent nutzen soziale Netzwerke, die Hälfte telefoniert
per Video. Auch Information und Organisation spielen eine zentrale Rolle. 81
Prozent informieren sich online über aktuelle Nachrichten, 80 Prozent erledigen
Bankgeschäfte digital, 76 Prozent kaufen im Internet ein. Navigation,
Reiseplanung sowie Gesundheits- und Fitnessapps ergänzen das Nutzungsspektrum.
Warum
ein Viertel noch offline ist
26
Prozent der über 65-Jährigen nutzen das Internet bislang nicht. Hauptgrund ist
fehlendes Wissen: Fast die Hälfte der Offline-Gruppe gibt an, sich nicht
auszukennen. Sicherheitsbedenken spielen ebenfalls eine große Rolle. Dennoch
wäre ein Großteil grundsätzlich interessiert – nur 41 Prozent der Nicht-Nutzer
sagen, sie hätten kein Interesse oder keinen Bedarf. Häufig fehlen technische
Ausstattung oder bezahlbare Zugänge.
Digitalkompetenz
wird nur als mittelmäßig eingeschätzt
Unabhängig
von der tatsächlichen Nutzung bewerten Seniorinnen und Senioren ihre eigenen
digitalen Fähigkeiten zurückhaltend. Im Durchschnitt vergeben sie die Schulnote
3,2. Mit steigendem Alter nimmt das Sicherheitsgefühl weiter ab. Wintergerst
betont: „Digitalkompetenzen sind heute eng mit gesellschaftlicher Teilhabe
verknüpft. Wir müssen dafür sorgen, dass niemand abgehängt wird.“
Großer
Wunsch nach Unterstützung
Fast
alle Befragten wünschen sich konkrete Hilfsangebote. Besonders gefragt sind ein
telefonischer Support für digitale Fragen, Schulungen und Kurse vor Ort sowie
Beratungsangebote durch öffentliche Stellen. Auch Online-Kurse, individuelle
Hilfe zu Hause und finanzielle Unterstützung für technische Ausstattung stoßen
auf Interesse. Entsprechend groß ist die Erwartung an den Staat: 91 Prozent
fordern mehr Engagement, damit niemand bei der Digitalisierung zurückbleibt.
Familie
als wichtigste Lernquelle – KI gewinnt an Bedeutung
Bei
digitalen Fragen wenden sich viele ältere Menschen zunächst an ihr persönliches
Umfeld. Freunde und Familie sind die wichtigsten Ansprechpartner, gefolgt von
eigenständigem Ausprobieren und Lernvideos. Bemerkenswert ist der Blick auf
neue Technologien: Mehr als die Hälfte der Seniorinnen und Senioren hat bereits
Künstliche Intelligenz genutzt. Gleichzeitig empfinden viele KI als kompliziert
oder beängstigend, wünschen sich aber mehr Informationen und verständliche
Einstiegsangebote.
Auch
im Gesundheitsbereich zeigen sich Potenziale. Eine Mehrheit kann sich
vorstellen, KI zur Gesundheitsberatung oder zur Unterstützung eines
selbstständigen Lebens einzusetzen. Gleichzeitig bestehen Sorgen vor einem
möglichen Ersatz menschlicher Pflege durch Technik.
Bei
der Vorstellung der Studie betonte Bundesministerin Karin Prien,
Digitalisierung könne Selbstständigkeit, Sicherheit und soziale Teilhabe bis
ins hohe Alter stärken – vorausgesetzt, es gebe verständliche Begleitung und
verlässliche Zugänge, insbesondere in ländlichen Regionen. Initiativen wie der
DigitalPakt Alter oder der „Digitale Engel“ setzten genau hier an und brächten
Beratung und Schulungen direkt zu den Menschen.
Bildnachweis:
© AA
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