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Delphinskandal Türkei: Toxische Stoffe und Infektionen festgestellt
Mittwoch, 03. März 2010, 10:10
Nachdem die vor einigen Tagen in einem Delphinarium in Alanya gestorbenen 4 Delphine für Aufsehen und Forderung nach einer besseren Kontrolle ähnlicher Delphinarien in der Türkei gesorgt haben, gibt es nun erste Erkenntnisse über die möglichen Todesursachen.
Die 4 Delphine waren zwischen dem 6. und 14. Februar im Delphinarium Sealanya Yunus Park in Alanya aus bisher ungeklärten Ursachen gestorben und hatten dazu geführt, daß einige deutsche Veranstalter dieses und weitere Delphinarien aus ihren Programmen nahmen (wir berichteten).
Wie die türkische Zeitung Yeni Alanya nun aktuell berichtet, sind nach der Autopsie und Untersuchung der Tiere durch türkische Behörden nun erste Erkenntnisse über die möglichen Todesursachen bekannt geworden.
So ergab die Autopsie der Tiere durch das Institut für Veterinärmedizin, Kontrolle und Forschung in Konya, daß die Lungen der Tiere von einer Infektionskrankheit befallen waren, und daß sich toxische Stoffe in einigen Organen angesammelt hätten.
Dagegen fielen bei Untersuchungen des Wassers der Becken, in denen die Delphine gehalten wurden, ebenso wie bei Untersuchungen des ihnen verabreichten Futters keine problematischen Werte auf.
Tierschutzorganisationen wie das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) fordern seit langem die Schließung türkischer Delphinarien aufgrund der „unhygienischen Betonbeckenhaltung“ und „mangelndem Sachverstand der Trainer“. Zudem wird der Streß der Tiere durch laute Musik während der Vorführungen bemängelt.
Deutsche Reiseveranstalter hatten das Delphinarium in Alanya nach dem Bekanntwerden des Todes der Delphine aus ihrem Programm genommen, Öger Tours ging dabei sogar so weit, sämtliche türkischen Delphinshows aus seinem Programm zu nehmen.
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