TUI Care Foundation baut Artenschutzprojekt in Costa Rica aus - Wissen, was im Tourismus los ist!



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TUI Care Foundation baut Artenschutzprojekt in Costa Rica aus
Neue Projektphase verbindet den Schutz bedrohter Arten mit nachhaltigem Tourismus und der Stärkung lokaler Gemeinschaften
TUI Care Foundation baut Artenschutzprojekt in Costa Rica aus

Die TUI Care Foundation erweitert ihr Naturschutzprogramm in Costa Rica und setzt dabei auf die enge Verbindung von Artenschutz, wissenschaftlicher Forschung und verantwortungsvollem Tourismus. Gemeinsam mit der Work with Nature Foundation werden die Schutzmaßnahmen im karibischen Tieflandregenwald ausgebaut, bedrohte Tierarten besser geschützt und die lokale Bevölkerung stärker in den Naturschutz eingebunden. Ziel ist es, wertvolle Lebensräume zu erhalten und zugleich nachhaltige Perspektiven für die Menschen in der Region zu schaffen.

Costa Rica gehört zu den artenreichsten Ländern der Welt. Gleichzeitig stehen seine Regenwälder durch Abholzung, die Zerschneidung von Lebensräumen, Wilderei und die Umwandlung von Landflächen zunehmend unter Druck. Besonders betroffen sind gefährdete Arten wie der Lemur-Laubfrosch und der Bechsteinara. Auch die umliegenden Gemeinden, darunter die indigene Bevölkerung der Cabécar, sind eng auf intakte Ökosysteme angewiesen.

Erste Projektphase erzielt messbare Erfolge

Bereits in der ersten Projektphase konnten auf einer Fläche von 275 Hektar im Puffergebiet des Barbilla-Nationalparks wichtige Fortschritte erzielt werden. Mehrere Tausend einheimische Bäume wurden gepflanzt, um geschädigte Regenwaldflächen wiederherzustellen. Zwanzig künstliche Laichgewässer verbessern die Lebensbedingungen des vom Aussterben bedrohten Lemur-Laubfrosches, während speziell entwickelte Nisthilfen zu einer höheren Aktivität des Bechsteinaras im Schutzgebiet beigetragen haben.

Ergänzt wurden die Naturschutzmaßnahmen durch Fotofallen, weitere Systeme zur Tierbeobachtung sowie regelmäßige Ranger-Patrouillen, die illegale Abholzung und Wilderei eindämmen. Naturwanderungen, Schulbesuche und Umweltbildungsprogramme stärkten zudem das Bewusstsein der umliegenden Gemeinden für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Biologischer Korridor wird erweitert

In der nun gestarteten zweiten Projektphase wird das Schutzgebiet auf insgesamt 289 Hektar ausgedehnt. Ein neu erworbenes Grundstück verbindet bislang voneinander getrennte Waldflächen zwischen dem Reservat der Work with Nature Foundation und dem Barbilla-Nationalpark. Dadurch entsteht ein noch leistungsfähigerer biologischer Korridor für zahlreiche Tierarten.

Die Wiederaufforstung wird mit weiteren einheimischen Baumarten fortgesetzt. Gleichzeitig wächst das Arboretum um 50 zusätzliche Arten und soll sich langfristig zu einem der artenreichsten Arboreten Mittelamerikas entwickeln. Neben Umweltbildung soll die Anlage künftig auch wissenschaftliche Forschung unterstützen.

Forschung soll weitere bedrohte Arten schützen

Im Mittelpunkt der Artenschutzmaßnahmen stehen mindestens vier bedrohte Arten: der Lemur-Laubfrosch, der Bechsteinara, der Gleitflug-Laubfrosch und der Prachtgreiffrosch. Begleitende Forschungsprogramme nutzen Fotofallen und bioakustische Verfahren, um die Tierwelt kontinuierlich zu beobachten.

Erstmals werden zudem bislang wenig erforschte Fledermausarten systematisch erfasst. Die gewonnenen Daten sollen helfen, das Ökosystem besser zu verstehen und künftige Schutzmaßnahmen gezielter auszurichten.

Naturschutz schafft Perspektiven für die Bevölkerung

Das Projekt setzt bewusst auf die aktive Beteiligung lokaler und indigener Gemeinschaften. Es schafft Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten, unterstützt von indigenen Gruppen entwickelte Angebote und stärkt durch geführte Naturtouren sowie Bildungsprogramme das Umweltbewusstsein der Bevölkerung.

Gleichzeitig erhalten Besucher die Möglichkeit, die Wiederherstellung der Lebensräume und die Beobachtung der Artenvielfalt unmittelbar mitzuerleben. Damit verbindet TUI Wildlife Costa Rica Naturschutz mit verantwortungsvollem Tourismus und nachhaltiger regionaler Entwicklung.

Das Projekt ist Teil des weltweiten TUI Wildlife Programms der TUI Care Foundation, das bedrohte Tierarten und ihre Lebensräume in verschiedenen Reisezielen schützt. Zu den weiteren Projektstandorten gehören unter anderem Ruanda, Kambodscha, Namibia und Mexiko.

Bildnachweis: © TUI


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