Sailwiz öffnet Segelreisen für Urlauber ohne eigenes Boot - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
Sailwiz öffnet Segelreisen für Urlauber ohne eigenes Boot
Mehr als 1.850 Angebote in 47 Ländern verbinden Cabin Charter, Segelurlaub und nautische Ausbildung bis hin zur Atlantiküberquerung
Sailwiz öffnet Segelreisen für Urlauber ohne eigenes Boot

Segeln ohne eigene Yacht, feste Crew oder die komplette Charter eines Bootes: Die spanische Plattform Sailwiz will den Zugang zum Segelurlaub vereinfachen, indem Reisende einzelne Plätze oder Kabinen auf bereits organisierten Törns buchen können. Das Angebot reicht von kurzen Ausfahrten und mehrtägigen Reisen über Segelkurse bis zu mehrwöchigen Hochseetörns.

Sailwiz ist seit 2023 auch auf dem deutschen Markt aktiv. Nach Unternehmensangaben stehen inzwischen mehr als 1.850 Segelangebote mit rund 680 Booten in 47 Ländern zur Auswahl. Neben klassischen Segelbooten gehören Katamarane ebenso zum Portfolio wie nautische Ausbildungsangebote und Atlantiküberquerungen.

Cabin Charter senkt die Einstiegshürde

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist Cabin Charter. Statt eine komplette Yacht zu mieten, buchen Urlauber lediglich einen Platz oder eine Kabine auf einem bereits geplanten Törn. Damit richtet sich das Angebot insbesondere an Einzelreisende, Paare und kleinere Gruppen, die keine eigene Crew zusammenstellen möchten.

An Bord treffen häufig Menschen aufeinander, die sich zuvor nicht kannten. Gemeinsam mit einem erfahrenen Skipper wird gesegelt, navigiert und gekocht, während die Teilnehmer je nach Ausrichtung des Törns entweder aktiv mitarbeiten oder stärker das Reiseerlebnis in den Mittelpunkt stellen.

„Segeln wird dadurch zu einer Reiseform, bei der nicht das eigene Boot, sondern das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt steht“, beschreibt Claudia Krug, Sailwiz Managerin für die DACH-Region, das Konzept.

Buchungen in Deutschland legen deutlich zu

Nach Angaben des Unternehmens gewinnt das Konzept auf dem deutschen Markt an Zuspruch. Sailwiz verzeichnete im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Buchungswachstum von 84,6 Prozent. Der Traffic der deutschsprachigen Website erhöhte sich zugleich um 36,6 Prozent auf 37.648 Nutzer.

„Unser Konzept wird im deutschen Markt gut angenommen“, sagt Krug.

SKS-Ausbildung verbindet Lernen und Urlaub

Eine weitere Säule des Deutschland-Angebots ist die Ausbildung zum Sportküstenschifferschein. Die Kurse richten sich an Segler mit nautischen Grundkenntnissen, die ihre praktischen Fähigkeiten ausbauen wollen. Manöver, Navigation und Routenplanung gehören ebenso zur Ausbildung wie Meteorologie und Sicherheit.

Die praktische Ausbildung nach deutschen Anforderungen lässt sich dabei mit einer Reise verbinden. Ausbildungstörns werden unter anderem in Kroatien und auf Mallorca angeboten. Damit kann eine Urlaubswoche zugleich dazu dienen, intensive praktische Erfahrung auf See zu sammeln. Die Kombination aus Ausbildung, Urlaub und Segelpraxis zählt laut Sailwiz derzeit zu den erfolgreichsten Angebotskategorien auf dem deutschen Markt.

Rund 3.000 Seemeilen über den Atlantik

Am anderen Ende des Spektrums stehen Atlantiküberquerungen. Rund 30 entsprechende Törns sind nach Angaben des Unternehmens derzeit auf der Plattform verfügbar. Die Reisen verbinden Europa mit der Karibik und dauern abhängig von Route und Wetter mehrere Wochen.

In Richtung Karibik starten die Überfahrten überwiegend im Oktober und November. Ausgangspunkte sind vor allem die Kanaren, daneben Mallorca, das spanische Festland, Madeira und die Kapverden. Einige Reisen legen einen Zwischenstopp auf den Kapverden ein, bevor die eigentliche Atlantikpassage beginnt.

Von den Kanaren bis in die Karibik sind typischerweise rund 3.000 Seemeilen zurückzulegen. Dafür müssen etwa drei bis vier Wochen eingeplant werden. Im Frühjahr folgen Törns in umgekehrter Richtung nach Europa. Eine angebotene Route führt beispielsweise über Bermuda, die Azoren und Gibraltar bis Ibiza und umfasst rund 4.100 Seemeilen.

Auf hoher See werden Urlauber Teil der Crew

Eine solche Überquerung unterscheidet sich grundlegend von einer Kreuzfahrt. Die Teilnehmer gehören zur Crew und übernehmen abhängig von ihren Erfahrungen und den Vorgaben des Skippers Aufgaben und Wachdienste. Navigation, Segelmanöver, Kochen und das tägliche Zusammenleben bestimmen den Rhythmus an Bord.

Mehrere Tage ohne Sicht auf Land, Nachtfahrten unter freiem Himmel und mögliche Begegnungen mit Delfinen oder Walen prägen die Passage. Gleichzeitig sammeln die Teilnehmer praktische Erfahrungen mit Hochseenavigation und Meteorologie und erleben unmittelbar, welchen Einfluss Wind, Wetter und Seegang auf eine Route haben.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von Sailwiz


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