Tourexpi
Beim
Verkauf von Eintrittskarten für Machu Picchu sind nach Angaben lokaler Behörden
erhebliche Unregelmäßigkeiten aufgedeckt worden. Eintrittskarten für die
berühmte Inkastätte in Peru sollen auf dem Zweitmarkt Preise von bis zu 300
US-Dollar erreicht haben. Mehr als 40 Reiseagenturen wird vorgeworfen, das
bisherige Reservierungssystem ausgenutzt und große Mengen an Tickets
vorübergehend blockiert zu haben.
Nach
Angaben des Distrikt-Unterpräfekten Michael Ugarte gegenüber dem peruanischen
Radiosender RPP diente das Vorgehen dazu, eine künstliche Verknappung zu
erzeugen und die Eintrittskarten anschließend zu deutlich höheren Preisen
weiterzuverkaufen. Parallel dazu hat Peru ein neues System für den direkten
Ticketverkauf eingeführt.
Tausende
Eintrittskarten zeitweise blockiert
Das
bisherige Reservierungsverfahren ermöglichte es, Eintrittskarten drei Stunden
lang zu reservieren, ohne sie unmittelbar bezahlen zu müssen. Nach den
vorliegenden Angaben sollen Agenturen diese Möglichkeit unter Verwendung
falscher Identitäten oder automatisierter Verfahren genutzt haben.
Auf
diese Weise seien Tausende Eintrittskarten blockiert worden. Einer einzelnen
Agentur werden mehr als 11.200 reservierte Tickets zugerechnet. Durch die
künstliche Verknappung seien Eintrittskarten anschließend für bis zu 300
US-Dollar weiterverkauft worden.
Wegen
des entstandenen wirtschaftlichen Schadens und möglicher Auswirkungen auf das
Historische Heiligtum von Machu Picchu werden nach Angaben des Berichts
rechtliche Schritte vorbereitet.
Neues
Verkaufssystem startet mit 30-tägiger Testphase
Seit
dem 22. September läuft eine 30-tägige Testphase für ein neues System zum
direkten Verkauf der Machu-Picchu-Tickets. Das peruanische Kulturministerium
betont, dass sich damit ausschließlich die Vermarktung und Ausstellung der
Eintrittskarten ändern.
Die
zulässige Besucherzahl bleibt unverändert. In der Hochsaison dürfen weiterhin
maximal 5.600 Besucher pro Tag die Anlage betreten, in der Nebensaison sind es
4.500. Für das Netz der Inka-Wege gilt weiterhin eine Obergrenze von 750
Besuchern täglich.
Die
Neuregelung soll damit nicht die touristische Kapazität von Machu Picchu
erhöhen, sondern den Zugang zu den vorhandenen Eintrittskarten neu
organisieren.
Keine
Betriebsgenehmigung für Wüstenbuggys in Huacachina
Unabhängig
von Machu Picchu sorgt auch eine weitere touristische Attraktion Perus für
regulatorische Diskussionen. Nachdem Betreiber der sogenannten „Tubulares“, der
für Wüstentouren eingesetzten Geländefahrzeuge in Huacachina, ihre Aktivitäten
nach einer mehr als einwöchigen Unterbrechung wieder aufgenommen hatten,
stellte das peruanische Verkehrsministerium klar, keine Betriebsgenehmigung
erteilt zu haben.
Ein
Treffen mit Vertretern der Branche habe sich lediglich mit den geltenden
Anforderungen beschäftigt. Die technischen Voraussetzungen des nationalen
Regelwerks für Transportdienstleistungen blieben unverändert und müssten
weiterhin erfüllt werden.
Auch
das peruanische Tourismusministerium Mincetur erklärte, es gebe keine
Vereinbarung, die technischen oder sicherheitsrelevanten Anforderungen für die
Fahrzeuge zu ändern oder zu lockern. Gespräche mit Vertretern der
Privatwirtschaft, darunter der Asociación Peruana de Empresas Turísticas,
hätten ausschließlich Informations- und Dialogcharakter gehabt.
Bildnachweis:
© KI-generierte Illustration
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