Peru erschließt 46 Sehenswürdigkeiten auf neuer Hochlandroute - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Peru erschließt 46 Sehenswürdigkeiten auf neuer Hochlandroute
Die neue Tourismusroute Cusco Alto Andino verbindet Naturwunder, Inkastätten und traditionelle Andendörfer in den Provinzen Acomayo und Canas
Peru erschließt 46 Sehenswürdigkeiten auf neuer Hochlandroute

Peru erweitert sein touristisches Angebot in der Region Cusco um eine neue Hochlandroute, die bislang wenig besuchte Landschaften und Kulturstätten stärker in den Mittelpunkt rückt. Unter dem Namen „Cusco Alto Andino“ hat die Regionalregierung im August 2026 ein touristisches Konzept vorgestellt, das 46 Sehenswürdigkeiten in den Provinzen Acomayo und Canas miteinander verbindet. Die Initiative soll den Tourismus über die international bekannten Ziele Machu Picchu und Heiliges Tal hinaus entwickeln und zusätzliche Reiseanlässe im südlichen Andenhochland schaffen.

Die neue Route führt durch eine Region, in der ausgedehnte Hochlandseen, markante Felsformationen und jahrhundertealte Kulturstätten das Landschaftsbild prägen. Zu den wichtigsten Attraktionen gehören die Seen Pomacanchi, Acopía, Asnacocha und Pampamarca, die ungewöhnliche Felsenfestung Waqrapukara sowie die historische Inkabrücke Q'eswachaka. Daneben umfasst das touristische Angebot kleinere archäologische Fundstätten, Felsmalereien, kolonialzeitliche Kirchen und Dörfer, in denen traditionelle Lebensweisen der Andenregion bis heute präsent sind.

Mit Cusco Alto Andino entsteht dabei keine vollständig neue touristische Infrastruktur. Vielmehr werden bereits bestehende, bislang überwiegend einzeln vermarktete Sehenswürdigkeiten erstmals unter einer gemeinsamen regionalen Bezeichnung zusammengeführt. Die Regionalregierung verfolgt damit das Ziel, die touristische Wahrnehmung der beiden Provinzen zu stärken und Besuchern die Planung von Reisen abseits der etablierten Rundreiserouten zu erleichtern.

Zwischen Hochlandseen und Inkabrücken

Ein landschaftlicher Schwerpunkt der Route liegt auf den Hochlandseen südlich von Cusco. Pomacanchi, Acopía, Asnacocha und Pampamarca bilden eine abwechslungsreiche Seenlandschaft, die von offenen Hochebenen, Bergen und kleineren Siedlungen umgeben ist. Die Region bietet Möglichkeiten für Naturbeobachtungen, Wanderungen und Begegnungen mit örtlichen Gemeinschaften.

Zu den kulturhistorisch bemerkenswertesten Zielen gehört Waqrapukara. Die archäologische Anlage liegt in einer eindrucksvollen Hochgebirgslandschaft und ist vor allem für ihre markanten Felsformationen bekannt, die an Hörner erinnern. Ihre abgelegene Lage macht bereits die Anreise zu einem wesentlichen Bestandteil des Besuchserlebnisses.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Inkabrücke Q'eswachaka über den Fluss Apurímac. Die traditionelle Hängebrücke wird aus pflanzlichen Fasern gefertigt und nach überlieferten Techniken regelmäßig von den örtlichen Gemeinschaften erneuert. Sie steht damit nicht nur für die Ingenieurskunst der Inka, sondern auch für die Weitergabe handwerklichen Wissens über Generationen hinweg.

Die Verbindung solcher Kulturstätten mit kleineren Dörfern und weniger bekannten archäologischen Fundorten verleiht der neuen Route einen besonderen Charakter. Anders als bei klassischen Besichtigungsprogrammen rund um Cusco stehen hier nicht einzelne weltberühmte Monumente im Vordergrund, sondern das Zusammenspiel von Landschaft, Geschichte und gegenwärtigem Alltagsleben.

Neue Möglichkeiten für spezialisierte Rundreisen

Für den deutschsprachigen Reisemarkt könnte Cusco Alto Andino vor allem bei spezialisierten Südamerika-Veranstaltern auf Interesse stoßen. Während Machu Picchu und das Heilige Tal zu den festen Bestandteilen nahezu jeder klassischen Peru-Rundreise gehören, werden Acomayo und Canas bislang deutlich seltener als eigenständige Reiseziele berücksichtigt.

Die neue regionale Vermarktung bietet deshalb Möglichkeiten, bestehende Programme um weniger bekannte Sehenswürdigkeiten zu ergänzen. Besonders für Wiederholungsreisende, kulturhistorisch interessierte Gäste und Urlauber mit längerer Aufenthaltsdauer könnten die Hochlandlandschaften südlich von Cusco eine attraktive Ergänzung darstellen.

Die praktische Durchführung erfordert allerdings eine individuelle Reiseplanung. Die Sehenswürdigkeiten lassen sich mit örtlichen Veranstaltern und Fahrern erkunden, wobei für abgelegene Strecken Geländefahrzeuge sinnvoll sein können. Aufgrund der Entfernungen und der teilweise anspruchsvollen Straßenverhältnisse empfiehlt sich eine Auswahl einzelner Ziele statt des Versuchs, sämtliche 46 Attraktionen in kurzer Zeit zu besuchen.

Für Reiseveranstalter kommen insbesondere zwei- bis viertägige Programme infrage, die ausgewählte Natur- und Kulturstätten miteinander kombinieren. Ein einheitliches, alle Sehenswürdigkeiten umfassendes Reisepaket ist bislang nicht nachgewiesen. Die regionale Tourismusverwaltung stellt jedoch Informationen zur Entwicklung und Planung der neuen Destination bereit.

Mit Cusco Alto Andino erhält die touristische Diversifizierung der Region Cusco einen konkreten geografischen Rahmen. Die gemeinsame Vermarktung der Sehenswürdigkeiten könnte dazu beitragen, Besucherströme stärker auf das südliche Hochland zu verteilen und kleineren Gemeinden zusätzliche wirtschaftliche Möglichkeiten durch den Tourismus zu eröffnen.

Bildnachweis: KI-erstellte Illustration


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