Tourexpi
Zu der Ankündigung von Airbus, ihre Pläne, bis 2035 ein mit Wasserstoff angetriebenes Flugzeug auf den Markt zu bringen, aufzugeben, erklärt der Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V., Werner Kindsmüller:
“Das Luftschloss vom klimaneutralen Luftverkehr bis 2050 ist nun endgültig geplatzt. Bis heute gibt es weder eine Infrastruktur für die Produktion und Verteilung von Wasserstoff für Flugzeuge noch einen regulatorischen Rahmen. Auch Sustainable Aviation Fuels (SAF) als Beimischung zu Kerosin, ist nur in homöopathischen Mengen verfügbar. Es gibt keinen Plan, wie das Ziel der Klimaneutralität des Luftverkehrs bis Mitte des Jahrhunderts erreicht werden kann.
Aufgrund des Wachstums des Luftverkehrs nehmen die klimaschädlichen Emissionen zu. Der Luftverkehr ist bereits heute, bezogen auf die Transportleistung der klimaschädlichste Verkehrssektor.
Es war ein Fehler, dass sich der Staat weitgehend auf die Selbstverpflichtung der Luftverkehrswirtschaft verlassen hat, bis 2050 einen klimaneutralen Luftverkehr zu organisieren. Es ist jetzt dringend notwendig, dass Deutschland und die Europäische Union Maßnahmen ergreifen, um eine “Roadmap klimaneutraler Luftverkehr” zu entwickeln und umzusetzen.
Die neue Bundesregierung muss Initiativen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene ergreifen, die das Ziel des klimaneutralen Luftverkehrs bis 2045 möglich machen. Dazu gehört der Aufbau einer Infrastruktur zur Erzeugung von strombasierten Kraftstoffen (Power-to-Liquid-Kerosin), die strikte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Diese Kraftstoffe sind eine zentrale Voraussetzung für einen klimaneutralen Flugverkehr.
Zugleich muss sich die Bundesregierung auf EU-Ebene dafür einsetzen, den Emissionshandel und die Energiesteuer-Richtlinie zu stärken und weiterzuentwickeln. So trägt sie dazu bei, Anreize für einen schnellen Umstieg auf strombasierte Kraftstoffe zu schaffen, sowie die steuerliche Gleichbehandlung von Kerosin mit anderen fossilen Kraftstoffen zu erreichen.
Um die besonders klimaschädlichen Nicht-CO2-Effekte zu minimieren, müssen regulative Maßnahmen und finanzielle Anreize zur Ermöglichung und Förderung klimaoptimierter Flugrouten eingeführt sowie der Deutsche Wetterdienst (DWD) und die Deutsche Flugsicherung (DFS) entsprechend ertüchtigt werden.
Technische Lösungen benötigen Zeit und sind absehbar begrenzt und teuer. Deshalb sollte die Europäische Union die Transformation des Luftverkehrs zur industriepolitischen Aufgabe erklären und dafür einen entsprechenden finanziellen, fiskalischen und regulatorischen Rahmen schaffen."
Reduzierung des Luftverkehrs Da in den nächsten Jahrzehnten keine ausreichenden technischen Lösungen für klimaneutrales Fliegen verfügbar sind, muss der Flugverkehr reduziert werden, wo immer möglich. Dazu stehen der künftigen Bundesregierung verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die in einigen anderen europäischen Ländern schon erprobt werden, wie die stetige Reduzierung von Slots, ein degressiv auszugestaltender CO2-Deckel und das Streichen von Kurzstreckenflügen auf Strecken, die in wenigen Stunden mit der Bahn zu erreichen sind. Solche Maßnahmen sind verbindlich im Luftverkehrsgesetz zu regeln.
Bildnachweis: © Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V.
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