Tourismus in Sachsen sorgt für 9,8 Milliarden Euro Umsatz - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
Tourismus in Sachsen sorgt für 9,8 Milliarden Euro Umsatz
Internationale Gäste sorgen für zusätzliche Impulse – Tourismusbarometer beziffert Wertschöpfung auf rund 4,6 Milliarden Euro
Tourismus in Sachsen sorgt für 9,8 Milliarden Euro Umsatz

Der Tourismus behauptet sich in Sachsen als wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nach den neuen Berechnungen des Sparkassen-Tourismusbarometers stehen 211,4 Millionen touristische Aufenthaltstage für einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig entwickelt sich die Nachfrage aus dem Ausland überdurchschnittlich.

Im Vergleich zu 2023 legten Nachfrage, Bruttoumsatz und Einkommenswirkungen leicht zu. Damit zeigt sich die Branche trotz schwieriger wirtschaftlicher und geopolitischer Rahmenbedingungen stabil.

„Die aktuellen Daten zum Wirtschaftsfaktor Tourismus verdeutlichen, welch hohe Bedeutung die Branche für Sachsen hat, sowohl für die Wertschöpfung in den Städten und Regionen als auch für die Lebensqualität und die Visitenkarte des Freistaates Sachsen“, sagt Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus. Entscheidend sei nun, die Branche weiter zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Innovationen und neue Entwicklungen ermöglichen.

Mehr internationale Gäste reisen nach Sachsen

Auch die Halbjahresbilanz 2026 weist nach oben. Von Januar bis Juni registrierte Sachsen 2,6 Prozent mehr Gästeankünfte als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich um 0,6 Prozent.

Deutlich stärker entwickelte sich das internationale Geschäft. Die Ankünfte ausländischer Gäste nahmen um 5,5 Prozent zu, die Übernachtungen um 1,3 Prozent. Besonders positive Entwicklungen verzeichneten die Herkunftsmärkte Großbritannien, Italien, Tschechien, Japan und China.

„Die positive Entwicklung der internationalen Nachfrage ist ein wichtiges Signal für den Tourismusstandort Sachsen“, sagt Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen. Sachsen gewinne bei Reisenden aus dem Ausland weiter an Attraktivität. Bis zum Jahresende solle diese Entwicklung mit neuen Reiseanlässen, attraktiven Erlebnissen und einer stärkeren Präsenz in wichtigen Auslandsmärkten unterstützt werden.

Sachsens Gästelieblinge 2026 ausgezeichnet

Neben den Wirtschaftsdaten standen beim Sparkassen-Tourismusbarometer auch jene Betriebe im Mittelpunkt, die bei ihren Gästen besonders gut ankommen. Grundlage des Wettbewerbs „GÄSTELIEBLING 2026“ sind Bewertungen auf Online-Buchungs- und Bewertungsplattformen.

Als bestes Hotel wurde das Hotel und Restaurant Köhlerhütte-Fürstenbrunn im Erzgebirge ausgezeichnet. In der Kategorie Pension und Gasthof gewann die Mittelndorfer Mühle in der Sächsischen Schweiz, bei den Ferienwohnungen setzte sich der Gutshof Doberschau in der Oberlausitz durch.

„Die Gästelieblinge 2026 stehen stellvertretend für tausende engagierte Gastgeber in Sachsen“, betont Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtags und des Landestourismusverbandes Sachsen. Gerade angesichts steigender Kosten, des Personalmangels und eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks zeigten die ausgezeichneten Betriebe, dass sich Qualität, Service und Gastfreundschaft auszahlen.

Tourismusbarometer als Gradmesser der Branche

Das Sparkassen-Tourismusbarometer untersucht regelmäßig die wirtschaftliche Entwicklung, Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven des Tourismus in Ostdeutschland. Die aktuellen Ergebnisse zeigen dabei nicht nur die unmittelbaren Umsätze der Branche, sondern auch ihre Bedeutung für Beschäftigung, Infrastruktur und regionale Entwicklung.

„Die Tourismus- und Freizeitbranche ist für Sachsen weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor: Sie schafft Arbeitsplätze, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven“, erklärt Ludger Weskamp, Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes. Investitionen in die touristische Infrastruktur kämen zugleich der Bevölkerung zugute. Eine zentrale Aufgabe sieht Weskamp darin, die Qualität der Angebote weiter zu erhöhen und damit die Wettbewerbsfähigkeit Sachsens zu stärken.

Die zwölf sächsischen Sparkassen sagten 2025 insgesamt 5,0 Milliarden Euro an neuen Krediten zu. Das waren 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der gesamte Kreditbestand erreichte 33,8 Milliarden Euro.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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