Kanada: 25 Jahre Partnerschaft für Eisbären und nachhaltigen Naturtourismus - Wissen, was im Tourismus los ist!



International
Kanada: 25 Jahre Partnerschaft für Eisbären und nachhaltigen Naturtourismus
Frontiers North Adventures und Polar Bears International verbinden in Churchill seit einem Vierteljahrhundert Eisbärenbeobachtung, Forschung und Naturschutz
Kanada: 25 Jahre Partnerschaft für Eisbären und nachhaltigen Naturtourismus

Wenn sich im Herbst Eisbären an der Küste der Hudson Bay sammeln und auf das Zufrieren des Meereises warten, beginnt in Churchill die wichtigste Saison für Wildtierbeobachtungen. Reisende aus aller Welt kommen dann in den Norden Manitobas, um die Tiere in der subarktischen Tundra zu erleben. Seit 25 Jahren ist dieser Tourismus dort eng mit wissenschaftlicher Forschung und Naturschutz verbunden: Frontiers North Adventures und Polar Bears International feiern 2026 das Jubiläum ihrer Zusammenarbeit.

Eine Partnerschaft seit 2001

Frontiers North Adventures unterstützt Polar Bears International seit 2001 als Platin-Sponsor. Die Organisation konzentriert ihre Arbeit ausschließlich auf den Schutz von Eisbären und deren Lebensraum im arktischen Meereis.

Ihre Geschichte begann bereits 1992 in Churchill. Eine Gruppe von Naturfotografen, die gemeinsam mit einem Tundra Buggy unterwegs war, gründete nach ihren Erlebnissen in der Region den gemeinnützigen Verein Polar Bears Alive. Daraus entwickelte sich später Polar Bears International.

Frontiers North Adventures wiederum wurde 1987 gegründet. Das kanadische Familienunternehmen ist als B Corporation zertifiziert und auf Natur- und Wildtierreisen im Norden Kanadas spezialisiert. Neben Eisbärenbeobachtungen im Herbst gehören Reisen zu Belugawalen im Sommer und Nordlichtprogramme im Winter zum Angebot.

Zwölf Tundra Buggies werden elektrifiziert

Eine zentrale Rolle bei den Touren spielen die eigens für die Tundra konzipierten geländegängigen Tundra Buggies. Die Fahrzeuge ermöglichen Beobachtungen im Lebensraum der Eisbären, ohne sich den Tieren unmittelbar zu nähern.

Frontiers North Adventures stellt derzeit seine gesamte Flotte von zwölf Fahrzeugen auf Elektroantrieb um. Vier elektrische Tundra Buggies sind bereits im Einsatz.

Während der Eisbärensaison begleiten zudem sogenannte Field Ambassadors von Polar Bears International die Gäste. Feldforscher, Tierpfleger und Mitarbeiter akkreditierter zoologischer Einrichtungen informieren an Bord über die Biologie der Tiere, aktuelle Forschungsprojekte und die Veränderungen in der Arktis. Die Tierbeobachtung wird damit zugleich zu einem Bildungsangebot über Meereis, Klima und das Zusammenleben von Mensch und Eisbär.

Forschungsstation auf Rädern

Ein besonderes Ergebnis der Zusammenarbeit ist der EV Tundra Buggy One. Frontiers North Adventures entwickelte das Elektrofahrzeug gemeinsam mit und für Polar Bears International. Es dient sowohl als mobile Forschungsplattform als auch als Sendestudio.

Von dort werden während der Eisbärensaison Livekameras betrieben, über die Menschen weltweit die Tiere bei Churchill beobachten können. Außerdem entstehen im Fahrzeug die Live-Webcasts von Tundra Connections, bei denen Wissenschaftler aus der Tundra mit Schulklassen und einem internationalen Publikum in Kontakt treten. Allein 2023 erreichte das Programm mehr als 430.000 Menschen.

Sieben Tage mit Eisbärenforschern unterwegs

Wie eng Tourismus und Forschung miteinander verbunden werden können, zeigt auch die siebentägige Conservation Journey: Polar Bears von Winnipeg nach Churchill. Die Teilnehmer reisen gemeinsam mit einem Wissenschaftler von Polar Bears International und besuchen mehrere für Forschung und Artenschutz bedeutende Einrichtungen.

Dazu gehören das Polar Bears International House in Churchill, die Tundra Buggy Lodge inmitten der offenen Tundra und das Leatherdale International Polar Bear Conservation Centre im Assiniboine Park Zoo in Winnipeg. Thematisiert werden unter anderem Eisbärenbiologie, Genetik und das Zusammenleben von Menschen und Bären. Ein Teil der Einnahmen jedes Reisenden fließt direkt an Polar Bears International.

Naturschutz reicht weit über Churchill hinaus

Die Forschungsarbeit der Organisation beschränkt sich nicht auf die Hudson Bay. Sie umfasst Populationsstudien, Untersuchungen von Wurfhöhlen und genetische Forschung ebenso wie Projekte zur Koexistenz von Menschen und Eisbären. Auch indigenes Wissen wird in die Arbeit einbezogen.

Nach 25 Jahren zeigt die Partnerschaft in Churchill damit, wie Naturtourismus, Umweltbildung und wissenschaftliche Arbeit miteinander verbunden werden können. Für Besucher bleibt die Begegnung mit einem Eisbären das eindrucksvollste Erlebnis – zugleich wird sie zum Ausgangspunkt für einen Blick auf die Veränderungen des arktischen Lebensraums und die Zukunft des Meereises.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von Abby Matheson via Frontiers North Adventures


Unsere Webseite ist auf allen Computern und mobilen Geräten gut nutzbar.
Tourexpi, turizm haberleri, Reisebüros, tourism news, noticias de turismo, Tourismus Nachrichten, новости туризма, travel tourism news, international tourism news, Urlaub, urlaub in der türkei, день отдыха, holidays in Turkey, Отдых в Турции, global tourism news, dünya turizm, dünya turizm haberleri, Seyahat Acentası,