Tourexpi
Nur
sechs Prozent der 16- bis 26-Jährigen in Europa halten das politische System
ihres Landes für funktionierend und reformfrei. Fast die Hälfte empfindet die
Demokratie in ihrem Land als gefährdet – in Deutschland sogar 61 Prozent. Zwei Drittel bewerten die
EU-Mitgliedschaft ihres Landes als positiv, doch gleichzeitig kritisieren 53 Prozent, die EU beschäftige sich zu sehr mit Nebensächlichkeiten.
Demokratie
ja – aber nicht uneingeschränkt
57 Prozent der jungen Europäer ziehen die Demokratie jeder anderen
Regierungsform vor, in Deutschland sind es 71 Prozent. Besonders niedrig ist die Zustimmung
in Polen (48 Prozent).
21 Prozent
halten unter bestimmten Umständen
eine autoritäre
Regierungsform für
akzeptabel. In Deutschland liegt dieser Anteil bei 15 Prozent.
Politische
Systeme: Wunsch nach Veränderung
Nur
sechs Prozent sehen keinen Veränderungsbedarf im eigenen politischen System. 39 Prozent wünschen Änderungen in einzelnen Punkten, 32 Prozent grundlegende Reformen. In
Griechenland stimmen 34 Prozent
der Aussage zu, dass das System überhaupt nicht funktioniert. In Deutschland
sind es acht Prozent.
Kritik
an der EU: gute Idee, schlecht umgesetzt
40 Prozent halten die EU nicht für besonders demokratisch. 51 Prozent stimmen der Aussage zu, dass
die EU zwar eine gute Idee sei, aber schlecht umgesetzt werde. Besonders
kritisch äußern sich junge Menschen in
Griechenland (63 Prozent
Zustimmung). 53 Prozent
sehen eine zu starke Fokussierung auf Kleinigkeiten statt auf zentrale Themen.
In Deutschland sind es sogar 57 Prozent.
Als wichtigste Handlungsfelder nennen die Jugendlichen: bezahlbare
Lebenshaltung (36 Prozent),
bessere Verteidigung (25 Prozent),
Unternehmensförderung und Klimaschutz (jeweils 23 Prozent).
Geopolitische
Rolle der EU schwach bewertet
Nur
42 Prozent
sehen die EU als einen der drei mächtigsten Akteure weltweit – weit hinter den USA (83 Prozent), China (75 Prozent) und Russland (57 Prozent). Besonders häufig nennen junge Briten die EU als
global bedeutenden Akteur (50 Prozent).
51 Prozent
glauben, die EU müsse
sich grundlegend ändern,
um weltpolitisch mithalten zu können.
Nur ein Viertel hält
sie für
dauerhaft irrelevant. Gewünscht
werden vor allem bessere Bedingungen für Wirtschaftswachstum (35 Prozent) und mehr Zusammenhalt
zwischen den Mitgliedsländern (34 Prozent).
Mehr
Skepsis bei Migration, Gleichstellung bleibt Thema
38 Prozent sprechen sich für eine stärkere Begrenzung von Zuwanderung aus
(2021: 26 Prozent).
Die Gleichstellung von Frauen bleibt ein wichtiges Anliegen: 38 Prozent meinen, diese sei noch nicht
weit genug vorangeschritten, in Deutschland sind es 44 Prozent. Gleichzeitig finden 20 Prozent (in Deutschland 17 Prozent), Gleichstellung gehe zu weit.
Politische
Positionierung und Wertewandel
Mehr
junge Menschen als 2021 verorten sich politisch rechts der Mitte (19 Prozent, 2021: 14 Prozent). Ein Drittel sieht sich in
der Mitte, ein weiteres Drittel links. In Deutschland hat der Anteil
linksorientierter Jugendlicher zugenommen (2021: 32 Prozent, 2025: 43 Prozent). Frauen tendieren eher zu
progressiven Einstellungen, Männer
in Polen und Griechenland zunehmend zu konservativen Haltungen.
Wunsch
nach mehr europäischer Zusammenarbeit
Zwei
Drittel der Befragten wollen, dass ihr Land Mitglied der EU bleibt. Besonders
hoch ist die Zustimmung in Deutschland (80 Prozent) und Großbritannien (73 Prozent wünschen einen Wiedereintritt).
Insgesamt ist die Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft im Vergleich zum Vorjahr um
zehn Prozent gestiegen. 42 Prozent
wünschen
sich mehr Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten. In Deutschland und Italien
sind es 53 Prozent,
in Frankreich und Polen unter 35 Prozent. Allerdings glauben nur 27 Prozent, dass diese stärkere Zusammenarbeit in den nächsten
fünf Jahren auch Realität wird. Der Anteil junger Menschen, die sich vom
EU-Parlament vertreten fühlen, ist seit 2019 von 21 Prozent auf 15 Prozent gesunken.
Fazit
Die
Jugend Europas steht grundsätzlich hinter den Werten von Demokratie und
EU-Mitgliedschaft – doch sie verlangt nach grundlegenden Reformen, mehr
Effizienz, geopolitischem Gewicht und einer Konzentration auf wesentliche
Themen. Politische Bildung und Möglichkeiten zur Mitgestaltung erscheinen
angesichts dieser Zahlen wichtiger denn je.
Bildnachweis:
© TUI Group
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