Deutscher Tourismuspreis 2026: Fünf Projekte stehen im Finale - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Deutscher Tourismuspreis 2026: Fünf Projekte stehen im Finale
Digitale Gästeservices, barrierefreie Veranstaltungen und neue Marketingideen prägen die Finalrunde – Publikum kann bis 4. November abstimmen
Deutscher Tourismuspreis 2026: Fünf Projekte stehen im Finale

Fünf innovative Projekte aus verschiedenen Regionen Deutschlands haben das Finale des Deutschen Tourismuspreises 2026 erreicht. Die nominierten Konzepte zeigen, wie sich touristische Angebote durch digitale Technologien, neue Formen der Zusammenarbeit und eine stärkere Orientierung an unterschiedlichen Besuchergruppen weiterentwickeln lassen. Die Bandbreite reicht von einer digitalen Gästekarte über einen neuen touristischen Treffpunkt in Stuttgart bis zu inklusiven Veranstaltungsformaten und kreativen Ansätzen im Destinationsmarketing.

Neben der Entscheidung einer Fachjury wird auch in diesem Jahr ein Publikumspreis vergeben. Interessierte können ab sofort online für ihren Favoriten abstimmen. Die Wahl zum ADAC-Publikumspreis läuft noch bis zum 4. November 2026 um 18 Uhr. Damit erhält die Öffentlichkeit die Möglichkeit, eines der fünf Projekte auszuzeichnen, die mit unterschiedlichen Ideen auf aktuelle Herausforderungen im Deutschlandtourismus reagieren.

Die Preisverleihung findet am 19. November 2026 im Rahmen des Deutschen Tourismustages in Leipzig statt. Dort werden die drei Preisträger der Fachjury sowie der Gewinner des ADAC-Publikumspreises bekannt gegeben. Die Finalisten verdeutlichen bereits jetzt, welche Themen die Branche beschäftigen: einfachere digitale Prozesse, barrierearme Reiseerlebnisse, effizientere Betriebsmodelle und neue Wege, touristische Zielgruppen zu erreichen.

Digitale Lösungen für Gäste und Betriebe

Mit dem Allgäu-Walser-Pass hat die Allgäu-Walser-Service GmbH eine digitale Lösung entwickelt, die unterschiedliche touristische Leistungen in einem einzigen QR-Code zusammenführt. Gästekarte, Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr, Bergbahntickets und weitere Angebote lassen sich über ein gemeinsames System nutzen. Die Anwendung ist in 40 Gemeinden im Allgäu und im Kleinwalsertal verfügbar und verbindet damit touristische Dienstleistungen über Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg.

Einen anderen Ansatz verfolgt das Naturcamp Lenkgrund am Rennsteig. Auf dem Gelände eines ehemaligen Freibades hat die Naturcamp Weidner GmbH ein naturnahes Campingangebot geschaffen, das digitale Buchungs- und Informationsprozesse mit KI-gestützten Anwendungen kombiniert.

Die Automatisierung soll insbesondere kleinere touristische Betriebe entlasten. Wiederkehrende organisatorische Aufgaben können digital abgewickelt werden, sodass dem Team mehr Zeit für die persönliche Betreuung der Gäste bleibt. Das Projekt zeigt damit eine Möglichkeit, technische Innovationen auch in ländlichen Tourismusregionen wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen.

Neue Begegnungsräume und mehr Teilhabe

In Stuttgart steht mit dem Haus des Tourismus ein Konzept im Finale, das touristische Information, Gastronomie und Veranstaltungen unter einem Dach vereint. Stuttgart-Marketing hat dafür ein ehemaliges Modehaus in der Innenstadt in einen Begegnungsort für Besucher, Einheimische und Vertreter der Tourismuswirtschaft umgewandelt.

Das Haus soll nicht nur klassische touristische Beratung bieten, sondern zugleich die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Region und Land fördern. Damit erweitert es die Funktion einer herkömmlichen Tourist-Information um zusätzliche Angebote und Möglichkeiten des persönlichen Austauschs.

Die Landeshauptstadt Kiel wurde für ihr inklusives Konzept der Kieler Woche nominiert. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen mit Behinderungen die Teilnahme an der Großveranstaltung zu ermöglichen. Dazu gehören Gebärdensprachangebote bei Konzerten, Fahrradrikschas, inklusive Segelangebote und eine barrierearme Gestaltung des Veranstaltungsgeländes.

Bei der Umsetzung arbeitet die Stadt mit Vereinen, ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren zusammen. Das Projekt verdeutlicht, wie Inklusion bei großen touristischen Veranstaltungen durch unterschiedliche Maßnahmen und die Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter verbessert werden kann.

Thüringen setzt auf kreative Geschichten

Mit der YouTube-Serie The Creators ist auch die Thüringer Tourismus GmbH unter den fünf Finalisten vertreten. Das Format lässt sechs Content-Creators das Reiseland Thüringen erkunden. Während eines fünftägigen Aufenthalts stellen sie sich täglich neuen Aufgaben aus den Bereichen Fotografie und Video.

Im Mittelpunkt stehen individuelle Perspektiven und die kreative Freiheit der Teilnehmer. Anstelle klassischer Destinationswerbung setzt das Konzept auf persönliche Erlebnisse und Geschichten, die über digitale Plattformen verbreitet werden.

Damit richtet sich die Kampagne insbesondere an Zielgruppen, die Reiseinformationen und Inspiration zunehmend über soziale Medien beziehen. Für das Destinationsmarketing eröffnet dieser Ansatz Möglichkeiten, touristische Regionen jenseits traditioneller Werbeformate sichtbar zu machen.

Welche der fünf Ideen beim Publikum die größte Zustimmung findet, entscheidet sich mit dem Ende der Online-Abstimmung am 4. November. Die endgültige Bekanntgabe aller Preisträger folgt zwei Wochen später beim Deutschen Tourismustag in Leipzig.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration


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