Tourexpi
Uruguay
stellt neue Fördermittel für den Ausbau und die Modernisierung seiner
touristischen Infrastruktur bereit. Das Tourismusministerium hat dazu die
Ausschreibung „Proyectos de Infraestructura Turística 2026“ gestartet.
Unterstützt werden kommunale Vorhaben, die touristisch genutzte öffentliche
Räume aufwerten, das Natur- und Kulturerbe besser erschließen und die
Aufenthaltsqualität für Besucher erhöhen.
Der
staatliche Zuschuss kann bis zu 80 Prozent der gesamten Projektkosten abdecken.
Neben klassischen Infrastrukturmaßnahmen richtet sich die Förderung
ausdrücklich auf Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und die Entwicklung
regionaler touristischer Angebote.
Besucherzentren,
Wege und öffentliche Räume im Fokus
Gefördert
werden unterschiedliche Formen touristischer Infrastruktur. Dazu gehören
beispielsweise Besucher- und Interpretationszentren, öffentliche Plätze und
Parks, Sanitäranlagen sowie Zufahrtswege und barrierefrei gestaltete Wander-
und Spazierwege.
Auch
kleinere Maßnahmen können unterstützt werden. Vorgesehen sind unter anderem
touristische Beschilderungen, Informations- und Orientierungssysteme,
Stadtmobiliar und Beleuchtung. Eine weitere Förderlinie umfasst sogenannte
grüne Infrastruktur, mit der touristisch genutzte Räume ökologisch nachhaltiger
gestaltet werden sollen.
Berücksichtigt
werden darüber hinaus Projekte zur Bewahrung und Aufwertung des materiellen und
immateriellen Kulturerbes sowie Maßnahmen zur Renaturierung und zum Schutz
natürlicher Lebensräume.
Bis
zu vier Millionen Pesos für Einzelprojekte
Das
uruguayische Tourismusministerium übernimmt bei ausgewählten Vorhaben bis zu 80
Prozent der Gesamtkosten als nicht rückzahlbaren Zuschuss. Die jeweiligen
Antragsteller müssen mindestens 20 Prozent selbst finanzieren.
Für
einzelne Projekte liegt die maximale Förderung bei vier Millionen uruguayischen
Pesos. Antragsberechtigt sind die Verwaltungen der Departamentos sowie einzelne
Municipios mit Zustimmung des jeweils zuständigen Departamentos.
Besonderes
Gewicht legt das Ministerium auf Projekte, bei denen mehrere Regionen
zusammenarbeiten. Damit sollen touristische Angebote entstehen, die über
kommunale und administrative Grenzen hinausreichen.
Höhere
Förderung für regionale Kooperationen
Schließen
sich zwei Departamentos für ein gemeinsames touristisches Infrastrukturprojekt
zusammen, können bis zu neun Millionen Pesos bereitgestellt werden. Bei drei
beteiligten Departamentos steigt die Obergrenze auf 13 Millionen Pesos.
Kooperationen
von vier Departamentos können mit bis zu 17 Millionen Pesos unterstützt werden.
Die höheren Förderbeträge sind Bestandteil der Regionalisierungsstrategie und
sollen die Entwicklung zusammenhängender touristischer Räume fördern.
Damit
setzt Uruguay einen finanziellen Anreiz, touristische Infrastruktur nicht
ausschließlich aus der Perspektive einzelner Orte zu entwickeln, sondern
Sehenswürdigkeiten, Landschaftsräume und Angebote stärker miteinander zu
verbinden.
Nachhaltigkeit
und Barrierefreiheit als Auswahlkriterien
Bei
der Auswahl der Projekte bewertet das Ministerium neben dem touristischen
Nutzen auch deren Auswirkungen auf die jeweilige Region und die örtliche
Bevölkerung. Eine Rolle spielen die langfristige ökologische und soziale
Tragfähigkeit sowie die Frage, wie Anlagen nach ihrer Fertigstellung betrieben
und erhalten werden können.
Weitere
Kriterien sind die Diversifizierung des touristischen Angebots, die
Zusammenarbeit mit bereits bestehenden lokalen und nationalen Initiativen sowie
die Einbindung örtlicher Akteure in die Projektentwicklung.
Besonders
berücksichtigt werden Vorhaben, die Barrierefreiheit, Inklusion und innovative
Ansätze mit einer erkennbaren regionalen Identität verbinden.
Bewerbungsfrist
läuft 30 Tage
Die
Ausschreibung wurde Ende September eröffnet. Für die Einreichung der Projekte
stehen 30 Kalendertage zur Verfügung.
Nach
der Auswahl werden zwischen den jeweiligen Antragstellern und dem
Tourismusministerium Vereinbarungen über Umsetzung, Zeitplan, Finanzierung und
Kontrolle der Mittel geschlossen. Mit dem Programm will Uruguay nicht nur
einzelne touristische Einrichtungen modernisieren, sondern zugleich die
regionale Entwicklung stärken und Natur- und Kulturräume für Besucher besser
erschließen.
Bildnachweis:
© KI-generierte Illustration
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