Tourexpi
Die
Anden gehören zu den artenreichsten Regionen der Erde, zugleich zählen viele
Gebiete zu den am stärksten degradierten Landschaften Südamerikas. Abholzung,
Waldfragmentierung und Bodenerosion haben auch im Südosten des kolumbianischen
Departments Antioquia sichtbare Spuren hinterlassen. In der Berggemeinde Urrao
auf rund 1.800 Metern Höhe sind nur noch Fragmente des Hochandenwaldes erhalten
– ein sensibler Lebensraum für seltene Pflanzenarten und bedrohte Tierarten wie
den Brillenbären.
Wiederherstellung
eines bedrohten Ökosystems
Um
diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, hat die TUI Care Foundation das Projekt
„TUI Forest Colombia“ initiiert. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben
kombiniert einheimische Wiederaufforstung mit agroforstwirtschaftlichen
Konzepten. In Zusammenarbeit mit Global Forest Generation, Asociación
Ecosistemas Andinas (ECOAN) und Ecotropics werden auf 112 Hektar degradiertem
Hochgebirgswald insgesamt 123.000 einheimische Bäume gepflanzt.
Im
Fokus stehen dabei regionale Arten, darunter die seltene Polylepis
frontinensis. Diese Baumarten sind an die extremen Bedingungen des Hochgebirges
angepasst und zeichnen sich durch eine hohe Kohlenstoffbindung aus. Ziel ist
nicht nur die Wiederherstellung von Waldflächen, sondern die Stabilisierung
eines gesamten Ökosystems.
Landwirtschaft
im Einklang mit dem Wald
Ein
zentraler Baustein des Projekts ist die Verbindung von Aufforstung und
nachhaltiger Landwirtschaft. Agroforstwirtschaftliche Systeme verknüpfen
Kulturen wie Kaffee, Kakao und Vanille mit einheimischen Sträuchern und Bäumen.
Die Pflanzen spenden Schatten, verbessern die Bodenqualität und erhöhen die
Wasserspeicherfähigkeit der Flächen.
Für
die landwirtschaftlich geprägten Gemeinden bedeutet dieser Ansatz eine doppelte
Absicherung. Die Böden bleiben langfristig fruchtbar, während zugleich neue
Lebensräume für die regionale Artenvielfalt entstehen. Gleichzeitig trägt das
Konzept dazu bei, den Druck auf bestehende Waldflächen zu reduzieren.
Baumschule
als Produktions- und Bildungszentrum
Im
Rahmen des Projekts entsteht zudem eine Baumschule mit einer Kapazität von
30.000 Pflanzen. Sie dient nicht nur der Produktion einheimischer Baumarten,
sondern wird auch als Bildungszentrum genutzt. Geplant sind Schulungen für
lokale Gemeinden sowie Informationsangebote für Besucherinnen und Besucher.
Die
Baumschule wird damit zu einem sichtbaren Knotenpunkt des Projekts – als Ort
praktischer Wiederaufforstung und zugleich als Plattform für Umweltbildung.
Lebensraum
für gefährdete Tierarten
Die
wiederhergestellten Flächen sind Teil eines größeren Biodiversitätskorridors
von rund 60.000 Hektar. Das Gebiet bietet Lebensraum für mehrere gefährdete
Tierarten, darunter Brillenbär, Puma, Jaguar und Ozelot. Durch die gezielte
Vernetzung von Waldfragmenten sollen Wanderbewegungen erleichtert und
genetische Isolation reduziert werden.
Neue
Perspektiven für lokale Familien
Von
dem Projekt profitieren insgesamt 150 Familien in Urrao. Zwanzig Familien
erhalten direkte Beschäftigung beim Bau und Betrieb der Baumschule. Über die
Laufzeit von drei Jahren entstehen 100 Teilzeit- und 17 Vollzeitstellen.
Begleitend
finden ganzjährig Workshops zu Pflanzenvermehrung, nachhaltiger Landwirtschaft
und Waldbewirtschaftung statt. Rund 400 Gemeindemitglieder sollen auf diese
Weise aktiv in die Wiederherstellungsmaßnahmen eingebunden werden.
Naturschutz
als Teil des Reiseerlebnisses
Ein
innovativer Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung naturbezogener
Tourismusangebote. Besucherinnen und Besucher sollen die
Wiederaufforstungsmaßnahmen vor Ort erleben können. Geplant sind unter anderem
Naturlehrpfade, Programme zur Vogelbeobachtung sowie ein Informationszentrum an
der Baumschule.
Damit
wird Naturschutz nicht nur zu einer ökologischen, sondern auch zu einer
erlebbaren Dimension nachhaltigen Reisens.
Teil
eines regionalen Netzwerks
„TUI
Forest Colombia“ ist Teil von Acción Andina, einer groß angelegten Initiative
zur Wiederherstellung von Andenökosystemen. Das Projekt ergänzt den bereits
bestehenden TUI Forest Peru. Beide Vorhaben verfolgen einen regionalen Ansatz,
der ökologische Wiederherstellung mit sozialer Entwicklung verbindet.
Mit
dem Projektstart im Rahmen der Initiative „Forest February“ rückt die TUI Care
Foundation die Bedeutung gemeinschaftlich verwalteter
Wiederaufforstungslösungen und nachhaltiger Landnutzungskonzepte in den
Mittelpunkt.
Bildnachweis:
© TUI Group
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