Tropical North Queensland setzt auf regionale Küche - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Tropical North Queensland setzt auf regionale Küche
Restaurants zwischen Cairns und dem Daintree-Regenwald verbinden lokale Zutaten mit Abfallverwertung und weniger Einwegplastik
Tropical North Queensland setzt auf regionale Küche

Im Garten wachsen die Zutaten für das Abendessen, Küchenreste werden zu Bodenhilfsstoffen, mitgebrachte Trinkflaschen lassen sich vor Ort auffüllen. In Tropical North Queensland nimmt der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen unterschiedliche Formen an. Restaurants und Cafés rund um Cairns, Port Douglas und Palm Cove setzen dabei an mehreren Stellen an: beim Einkauf, auf der Speisekarte und hinter den Kulissen.

Zwischen Korallenmeer, Regenwald und den landwirtschaftlich geprägten Atherton Tablelands finden die Küchen zahlreiche Produkte in ihrer Umgebung. Wie sie diese verarbeiten und woher Fisch, Fleisch oder Gemüse stammen, wird vielerorts zum Bestandteil des gastronomischen Konzepts.

Aus dem Garten und dem nahen Hochland

Im Oaks Kitchen & Garden in Oak Beach, etwa 15 Minuten südlich von Port Douglas, bestimmt die Saison, was gekocht wird. Viele Bio-Zutaten für die südostasiatische Küche wachsen auf dem eigenen Grundstück. Wer die Zubereitung kennenlernen möchte, kann einen Thai-Kochkurs besuchen. Sowohl für das Restaurant als auch für die Kurse ist eine Reservierung erforderlich.

Das Temple of Tastes in Palm Cove bezieht vor allem Bio-Produkte aus den Atherton Tablelands. Das Hochland im Hinterland von Cairns liefert saisonale Erzeugnisse, die das Restaurant in einer modernen Küche verarbeitet.

In Cairns verbindet The Healthy Hub ein veganes Café mit einem Laden. Regionale Bio-Produkte bilden die Grundlage des Angebots, zu dem auch biodynamische Erzeugnisse gehören. Gegessen wird in einer ungezwungenen Food-Court-Atmosphäre.

Küchenreste bekommen einen neuen Verwendungszweck

Was nach der Zubereitung übrig bleibt, muss nicht ungenutzt entsorgt werden. Das Salsa Bar & Grill in Port Douglas trennt seine Küchenabfälle und gibt sie an Green Food Australia weiter. Das Unternehmen verarbeitet organische Reststoffe zu einem Bodenhilfsstoff für die Landwirtschaft.

Damit setzt das Restaurant bei der Verwertung jener Abfälle an, die im Küchenbetrieb entstehen. Auf der Speisekarte stehen zugleich Gerichte mit frischen Zutaten aus regionalen Bezugsquellen.

Bei Fisch zählt die Herkunft

Im Julaymba Restaurant & Bar der Daintree Ecolodge reicht der Blick über eine Lagune in den Regenwald. Die wechselnde Karte stützt sich auf regionale, saisonale und teilweise selbst angebaute Zutaten. Gemeinsam mit dem Schwesterbetrieb Mount Mulligan Lodge erhielt das Restaurant eine Anerkennung durch das australische GoodFish-Programm, das die Auswahl von Fisch und Meeresfrüchten unter Umweltaspekten bewertet.

Etwa 30 Minuten nördlich von Port Douglas verbindet Hook A Barra die Zucht von Barramundi in Salzwasser mit einem gastronomischen Angebot. Der Betrieb ist nach dem ECO-Certification-Programm von Ecotourism Australia zertifiziert. Der Fisch kommt unter anderem als Fish & Chips, Burger, Taco oder Gyoza auf den Tisch.

Im Wrasse & Roe im Zentrum von Port Douglas liegt der Schwerpunkt ebenfalls auf Fisch und Meeresfrüchten. Der Fang des Tages wird mit saisonalen Zutaten aus der Region kombiniert.

Herkunft und Verarbeitung werden auf der Karte sichtbar

Das CC’s Bar and Grill in Cairns setzt vor allem auf Rindfleisch aus den Atherton Tablelands. Zusätzliche Angaben neben den Gerichten sollen den Einkauf und die Verarbeitung nachvollziehbar machen. Die Kennzeichnung „Climate Calories“ informiert beispielsweise darüber, ob Zutaten aus einem Umkreis von drei Fahrstunden stammen, vollständig verwertet oder in vollständig recycelten beziehungsweise als Bio-Verpackung bezeichneten Materialien angeliefert werden.

Am nördlichen Ende der Cairns Esplanade verfolgt das Guyala neben seinem kulinarischen auch einen sozialen Ansatz. Das inklusive Café gehört zum Spinal Life Australia Healthy Living Centre und schafft einen Treffpunkt für die Einrichtung und die Nachbarschaft. Die Speisekarte berücksichtigt regionale Zutaten sowie Lebensmittel aus der Ernährungstradition der Ureinwohner.

Das Harbourside Bar & Kitchen bezieht seine Produkte von lokalen Landwirten und Erzeugern. Zum Essen mit Blick auf das Korallenmeer kommt eine Weinkarte mit mehr als 900 Positionen aus biologischer, biodynamischer oder möglichst eingriffsarmer Produktion.

Weniger Einwegprodukte im Restaurantalltag

Das Ochre Restaurant in Cairns verarbeitet heimisches Wildfleisch und australisches Bush Food von regionalen Produzenten. Zugleich nutzt es wiederverwendbare Alternativen zu Einwegplastik und beteiligt sich an der Initiative „Straw No More“, die unnötige Trinkhalme vermeiden will. Getrennte Wertstoffe gibt das Restaurant an eine lokale Wohltätigkeitsorganisation weiter.

Weitere Betriebe arbeiten mit Plastic Free Cairns zusammen. Das Gemeinschaftsprojekt unterstützt gemeinsam mit der gemeinnützigen Boomerang Alliance den Umstieg auf Alternativen zu Einwegplastik und bezieht dabei auch Lieferanten und Hersteller ein.

Im Turtle Rock Cafe and Bar in Cape Tribulation, rund 400 Meter von der Küste entfernt, kommen kompostierbare Alternativen zum Einsatz. An einer Wasserstation können Gäste ihre Trinkflaschen auffüllen. Das Open-Air-Café verwendet zudem möglichst viele Zutaten aus der Umgebung.

Das Hi-Tide an der Esplanade von Port Douglas trägt die Auszeichnung „Plastic Free Cairns Champion“. Das Restaurant mit Blick auf den Four Mile Beach verzichtet nach eigenen Angaben im Alltag vollständig auf Einwegplastik. Auch das Nu Nu in Palm Cove beteiligt sich an Plastic Free Cairns und richtet seine moderne australische Küche an regionalen Zutaten aus.

Die Region auch jenseits des Restaurants erschmecken

Eine Podcast-Episode von Audiotravels führt zu weiteren kulinarischen Schauplätzen der Region. Mit Aboriginal Guide Juan Walker geht es zum Speerfischen und zur anschließenden Zubereitung des Fangs am Strand. Im Ochre stehen ungewöhnliche Zutaten wie grüne Regenwaldameisen und Buschkaviar im Mittelpunkt, im Nu Nu unter anderem Palmherzen und mit Krebsfleisch gefüllte Jakobsmuscheln.

Eine Food-Tour mit Andrea Cameron führt zum sogenannten Eiscreme-Baum, dessen Früchte die Gäste selbst pflücken können. Weitere Stationen sind Rusty’s Market in Cairns und die Kaffeeplantagen der Atherton Tablelands. So lässt sich die Herkunft vieler Aromen dort kennenlernen, wo sie wachsen, gehandelt und verarbeitet werden.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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