Schweiz: Sommerhitze verändert die Ferienplanung - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Schweiz: Sommerhitze verändert die Ferienplanung
56 Prozent der Schweizer haben ihre Reiseplanung wegen steigender Temperaturen bereits angepasst oder wollen dies tun, während kühlere Sommerziele an Bedeutung gewinnen
Schweiz: Sommerhitze verändert die Ferienplanung

Hohe Sommertemperaturen verändern zunehmend das Reiseverhalten in der Schweiz. Eine repräsentative Befragung von Marketagent im Auftrag von DERTOUR Suisse zeigt, dass 27 Prozent der Befragten ihre Ferienplanung aufgrund der zunehmenden Sommerhitze bereits angepasst haben. Weitere 29 Prozent wollen dies künftig tun. Gleichzeitig können sich 69 Prozent Sommerferien in eher kühlen Destinationen gut vorstellen.

Auch in den Buchungszahlen wird dieser Trend sichtbar. Rund 14 Prozent der Sommerbuchungen 2026 bei DERTOUR Suisse entfallen inzwischen auf Destinationen mit moderateren Temperaturen. Für die begleitende Marktforschung wurden 1.000 Personen aus allen Sprachregionen sowie unterschiedlichen Altersgruppen befragt.

Preis-Leistung bleibt wichtigstes Kriterium

Trotz steigender Temperaturen entscheidet das Wetter nicht allein darüber, wohin die Reise geht. Für 47 Prozent der Befragten zählt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu den drei wichtigsten Kriterien bei der Wahl des Sommerreiseziels. Attraktive Landschaft und Natur folgen mit 32 Prozent. Ruhe und Erholung sowie Strand und Bademöglichkeiten erreichen jeweils 31 Prozent.

Angenehme Temperaturen gehören für 21 Prozent zu den wichtigsten Entscheidungskriterien. Klassische Urlaubswünsche bleiben damit bestimmend, während das Klima als zusätzlicher Faktor an Gewicht gewinnt.

Jüngere Reisende reagieren besonders stark

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Generationen. Rund 65 Prozent der Generation Z haben ihre Ferienplanung wegen hoher Sommertemperaturen bereits verändert oder wollen dies künftig tun. Bei den Millennials sind es 64 Prozent.

Bei der Generation X sinkt dieser Anteil auf 47 Prozent, bei den Babyboomern auf 44 Prozent. Insgesamt erklären 37 Prozent aller Befragten, ihre Ferienplanung wegen der zunehmenden Hitze nicht verändern zu wollen.

Andere Reisezeiten statt ausschließlich kühlerer Ziele

Die Reaktion auf heiße Sommer führt nicht zwangsläufig nach Skandinavien oder in andere nördliche Regionen. Von den Befragten, die ihre Reiseplanung bereits angepasst haben oder dies beabsichtigen, wollen 38 Prozent verstärkt außerhalb der besonders heißen Sommermonate verreisen.

31 Prozent entscheiden sich gezielt für Destinationen mit kühlerem Klima. Weitere 28 Prozent verändern Aktivitäten oder Tagesabläufe am Urlaubsort, um der größten Hitze auszuweichen. Zugleich gewinnen Unterkünfte mit Klimaanlage oder anderen Möglichkeiten zur Abkühlung an Bedeutung.

Nachfrage nach Coolcations steigt um 21 Prozent

Das Interesse an sogenannten Coolcations lässt sich auch an den Buchungen ablesen. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Nachfrage bei DERTOUR Suisse nach kühleren Reisezielen wie Finnland, Schweden, Norwegen, Schottland, Island oder Kanada um rund 21 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr legte die Nachfrage in der Deutschschweiz um rund zwölf Prozent zu. In der Romandie betrug das Wachstum rund drei Prozent. Besonders groß ist das grundsätzliche Interesse im Raum Zürich, wo 76 Prozent kühlere Sommerdestinationen attraktiv finden. In Graubünden sind es sogar 85 Prozent.

„Ferien im Norden bieten vieles, was Reisende im Sommer zunehmend suchen: angenehme Temperaturen, eindrückliche Natur und lange Tage. Genau diese Kombination macht den Norden für viele Gäste besonders attraktiv“, sagt Bruno Bisig, General Manager von Kontiki Reisen, dem Nordenspezialisten von DERTOUR Suisse.

Mittelmeer und kühle Regionen ergänzen sich

Coolcations verdrängen die klassische Badeferienreise bislang nicht. Strand, Bademöglichkeiten, Erholung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben zentrale Kriterien bei der Ferienwahl.

Stattdessen verbreitert sich das Sommergeschäft. Neben den etablierten Mittelmeerzielen gewinnen nördliche und höher gelegene Regionen sowie Reisen außerhalb der heißesten Sommermonate an Bedeutung. Die steigenden Temperaturen verändern damit weniger die grundsätzliche Lust auf Sommerferien als deren Zeitpunkt, Ziel und Gestaltung.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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