Tourexpi
Die
zweite Ausgabe der Malta Biennale bringt bis zum 29. Mai 2026 mehr als 130
Künstler aus 43 Ländern zusammen und positioniert sich als bedeutende Plattform
für zeitgenössische Kunst im Dialog mit Geschichte. Unter der Leitung der
Kunstdirektorin Rosa Martínez erstreckt sich die Ausstellung über 27 Pavillons
und elf historische Orte auf Malta und Gozo.
Kunst
im Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart
Die
Biennale versteht sich als Raum für Austausch zwischen kulturellem Erbe und
zeitgenössischer künstlerischer Praxis. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Jahr
2024 knüpft die aktuelle Ausgabe an die internationale Resonanz an und
entwickelt das Konzept weiter.
Die
Ausstellungen finden bewusst nicht nur in Museen statt, sondern in historischen
Stätten unter der Obhut von Heritage Malta. Orte wie Valletta, Vittoriosa,
Victoria und Xagħra auf Gozo werden so zu Bühnen für Kunst, die sich mit Raum,
Geschichte und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt.
Auftakt
mit performativer Inszenierung
Die
offizielle Eröffnung fand am 10. März 2026 im Sacra Infermeria des
Mediterranean Conference Centre in Valletta statt. Unter dem Motto „Clean |
Clear | Cut“ wurde ein zeitgenössisches Oratorium inszeniert, das Klang,
Körper, Licht und Architektur miteinander verband.
Unter
der künstlerischen Leitung von Sean Buhagiar entwickelte sich die Aufführung in
sechs Phasen, die sich an den sechs Schöpfungstagen orientierten. Sechs eigens
komponierte Chorwerke bildeten den musikalischen Rahmen. Reden von
Kunstdirektorin Rosa Martínez und Mario Cutajar, Präsident von Heritage Malta
sowie Minister für Kultur, Land und lokale Verwaltung, begleiteten die
Veranstaltung.
Maltese
Falcon zeichnet herausragende Beiträge aus
Im
Rahmen der Biennale wurden am 13. März 2026 in der St John’s Co-Cathedral die
wichtigsten Auszeichnungen vergeben. Der Maltese Falcon für das beste Kunstwerk
ging an Concetta Modica für „Fragments of the sky of Malta: The journey of a
tomato sepal to become a star“ sowie an Therese Debono für die fotografische
Arbeit „Blank“.
Der
Preis für den besten Pavillon wurde an „Redefining. Polish Ghanaian Textile
Narratives“ verliehen, kuratiert von Natalia Bradbury. Die Arbeit thematisiert
die Verbindung zwischen Polen und Ghana und greift mit der Philosophie des
Ubuntu das Konzept gemeinsamer Menschlichkeit auf.
Die
Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine internationale Jury aus Gerardo
Mosquera, Monica Narula und Irene Biolchini auf Empfehlung der Kunstdirektorin.
Der Publikumspreis wird zum Abschluss der Biennale vergeben.
Historische
Orte als Ausstellungsräume
Die
Biennale nutzt ein Netzwerk bedeutender Kulturstätten als Ausstellungsorte. In
Valletta gehören unter anderem das Muza, Fort St. Elmo, der Grand Master’s
Palace und das National Museum of Archaeology dazu. In den Three Cities sind
Fort St. Angelo, der Inquisitor’s Palace, das Maritime Museum und die Old
Armoury eingebunden. Auf Gozo bilden die Cittadella und die
Ggantija-Tempelanlagen zentrale Schauplätze.
Breites
Programm und internationale Partnerschaften
Neben
den Ausstellungen umfasst die Malta Biennale ein umfangreiches öffentliches
Programm mit Veranstaltungen für ein breites Publikum. Veranstaltet wird die
Biennale von Heritage Malta in Zusammenarbeit mit dem Arts Council Malta, Visit
Malta, der Valletta Cultural Agency und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk,
unter der Schirmherrschaft des Präsidenten Maltas und der UNESCO.
Mit
ihrer Verbindung aus historischen Orten und zeitgenössischer Kunst schafft die
Malta Biennale ein Format, das kulturelles Erbe neu erlebbar macht und
internationale Perspektiven zusammenführt.
Bildnachweis:
© Malta Biennale / Heritage Malta
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