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Deutsche Gäste treiben Europas Hotel- und Gastronomieumsätze
Adyen-Daten zeigen hohe Ausgaben deutscher Reisender – in Österreich stammen im Sommer 29,1 Prozent der Hotelumsätze von deutschen Karten
Deutsche Gäste treiben Europas Hotel- und Gastronomieumsätze

Deutsche Urlauber gehören in zahlreichen europäischen Reisezielen zu den wirtschaftlich wichtigsten internationalen Gästegruppen. Besonders ausgeprägt ist ihre Bedeutung in Österreich: Im Juni und Juli 2026 wurden dort 29,1 Prozent der über die Fintech-Plattform Adyen erfassten Hotelumsätze mit deutschen Karten bezahlt. Damit lag der deutsche Anteil sogar über dem österreichischer Karten mit 21,8 Prozent.

Für die Analyse wertete Adyen anonymisierte Vor-Ort-Zahlungen in Hotels und Restaurants aus. Verglichen wurden die Sommermonate Juni und Juli 2026 mit Januar und Februar. Die Herkunft der Gäste wird dabei über das Ausstellungsland der verwendeten Zahlungskarte bestimmt.

Österreich profitiert besonders von deutschen Gästen

Auch in der Gastronomie zeigt sich die Bedeutung des deutschen Marktes. Fast die Hälfte der von Adyen erfassten Restaurantumsätze in Österreich entfiel im Juni und Juli auf internationale Gäste. Deutsche Karten standen dabei für 12,4 Prozent des gesamten Restaurantumsatzes und damit für ein Viertel der Ausgaben ausländischer Gäste.

In den Niederlanden kamen 4,4 Prozent der Restaurantumsätze von deutschen Karten. Bezogen auf sämtliche ausländischen Restaurantumsätze entspricht das einem Anteil von 24,6 Prozent. In beiden Ländern bilden deutsche Gäste damit die umsatzstärkste ausländische Gruppe.

Auch in Dänemark und Italien liegt Deutschland auf Rang zwei der internationalen Herkunftsmärkte. In Dänemark entfallen 5,9 Prozent der Restaurantumsätze auf deutsche Karten, in Italien sind es 3,2 Prozent.

Deutsche Restaurantausgaben in Italien steigen im Sommer deutlich

Italien weist zugleich eine besonders ausgeprägte saisonale Entwicklung auf. Der Anteil deutscher Karten am Restaurantumsatz hat sich im Sommer gegenüber Januar und Februar nahezu verdreifacht.

In Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich erreichen deutsche Gäste jeweils den dritten Platz unter den ausländischen Herkunftsmärkten. Damit zeigen die Zahlungsdaten, dass der deutsche Reisemarkt nicht nur bei Übernachtungen, sondern auch bei den Ausgaben vor Ort für zahlreiche Destinationen relevant ist.

Fast jeder dritte Hotel-Euro in Österreich kommt von deutschen Karten

Noch deutlicher fällt das Bild in der Hotellerie aus. Neben dem Spitzenwert von 29,1 Prozent in Österreich erreicht Deutschland auch in mehreren weiteren Ländern hohe Positionen.

In den Niederlanden entfallen 9,7 Prozent der erfassten Hotelumsätze auf deutsche Karten, in Polen 9,4 Prozent und in Italien 7,2 Prozent. In allen drei Ländern liegt Deutschland damit auf Rang zwei der umsatzstärksten Herkunftsmärkte.

In Spanien kommen deutsche Gäste auf 7,3 Prozent und erreichen Rang drei unter den internationalen Gästegruppen. Höhere Anteile erzielen dort Reisende aus dem Vereinigten Königreich mit 15,3 Prozent und den USA mit 13,9 Prozent.

Spanien, Portugal und Italien profitieren auch im Winter

Die Daten zeigen außerdem, dass die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Gäste nicht auf die sommerliche Hauptreisezeit beschränkt ist. In einigen südeuropäischen Ländern fällt ihr relativer Anteil am Hotelumsatz im Winter sogar höher aus.

In Spanien steigt der Anteil deutscher Karten von 7,3 Prozent im Juni und Juli auf 9,7 Prozent im Januar und Februar. In Portugal erhöht er sich von 4,1 auf 7,3 Prozent, in Italien von 7,2 auf 8,5 Prozent.

Der Grund liegt nach der Analyse nicht zwingend in höheren absoluten Ausgaben. Vielmehr sinkt der gesamte Hotelumsatz dieser Destinationen im Winter stärker als die Ausgaben deutscher Gäste. Dadurch gewinnt der deutsche Markt relativ an Gewicht.

Österreich weist dagegen über das gesamte Jahr hohe Werte auf. Dort stehen 29,1 Prozent im Sommer einem Anteil von 27,1 Prozent im Winter gegenüber.

Zahlungsdaten geben Hinweise auf wichtige Quellmärkte

„Internationale Gäste sind für Restaurants und Hotels in vielen Reisezielen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Unsere Daten zeigen, wie unterschiedlich stark einzelne Gästegruppen zu den Umsätzen vor Ort beitragen und welche wichtige Rolle Reisende aus Deutschland in vielen europäischen Ländern spielen“, sagt Hella Fuhrmann, Country Manager DACH bei Adyen.

Für touristische Unternehmen sei es deshalb wichtig, ihre bedeutendsten internationalen Zielgruppen und deren bevorzugte Zahlungsmethoden zu kennen, um Angebote und Gästeerlebnis entsprechend auszurichten.

Die Untersuchung umfasst Adyen-Zahlungsdaten aus elf Ländern. Analysiert wurden Vor-Ort-Transaktionen zwischen dem 1. Juni und 31. Juli sowie zwischen dem 1. Januar und 28. Februar 2026. Die Ergebnisse bilden ausschließlich das über die Adyen-Plattform abgewickelte Zahlungsvolumen ab und sind daher nicht mit dem gesamten touristischen Umsatz der jeweiligen Länder gleichzusetzen.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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