ADAC erwartet eines der staureichsten Herbstwochenenden - Wissen, was im Tourismus los ist!



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ADAC erwartet eines der staureichsten Herbstwochenenden
Elf Bundesländer haben gleichzeitig Herbstferien – auf Deutschlands Autobahnen drohen vom 16. bis 18. Oktober erhebliche Verkehrsbehinderungen
ADAC erwartet eines der staureichsten Herbstwochenenden

Autofahrer müssen sich am kommenden Wochenende auf besonders dichten Reiseverkehr einstellen. Nach Einschätzung des ADAC könnte das Verkehrsaufkommen vom 16. bis 18. Oktober 2026 auf zahlreichen deutschen Autobahnen nahezu das Niveau der Sommerferien erreichen. Ursache ist die Überschneidung der Herbstferien in elf Bundesländern. Während in sechs Ländern die schulfreie Zeit beginnt, endet sie in drei anderen Ländern bereits wieder. Dadurch treffen Urlaubsreisende auf dem Hin- und Rückweg aufeinander.

Neu in die Herbstferien starten Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Gleichzeitig müssen viele Familien aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ihre Heimreise antreten. Besonders auf den Fernstraßen in Richtung Alpen, Nord- und Ostseeküste sowie zu beliebten Seenregionen erwartet der Automobilclub erhebliche Verzögerungen. Bei freundlichem Herbstwetter dürfte zusätzlicher Ausflugsverkehr die Situation verschärfen.

Die größte Belastung zeichnet sich bereits für den Freitagnachmittag ab, wenn der beginnende Ferienverkehr mit dem Berufsverkehr zusammentrifft. Auch am Samstagvormittag ist auf wichtigen Urlaubsrouten mit längeren Staus zu rechnen. Hinzu kommen bundesweit rund 1.120 Autobahnbaustellen, die vielerorts die verfügbaren Fahrspuren einschränken und den Verkehrsfluss zusätzlich beeinträchtigen.

Besonders belastete Autobahnen

Zu den voraussichtlichen Stauschwerpunkten gehören die großen Nord-Süd-Verbindungen A1 zwischen Hamburg und Köln, A3 zwischen Köln und Passau sowie A7 von Hamburg über Hannover und Würzburg bis Füssen. Auch auf der A5 zwischen Kassel und Frankfurt sowie zwischen Karlsruhe und Basel erwartet der ADAC ein erhöhtes Verkehrsaufkommen.

Im Süden Deutschlands dürften insbesondere die A8 zwischen Stuttgart, München und Salzburg sowie die A9 von Halle und Leipzig über Nürnberg nach München stark belastet sein. Weitere Engpässe sind auf der A81 zwischen Stuttgart und Singen, der A96 zwischen Lindau und München sowie dem Münchner Autobahnring A99 möglich.

In Ostdeutschland zählen der Berliner Ring A10 und die A13 in Richtung Dresden zu den gefährdeten Strecken. Im Westen müssen Autofahrer vor allem auf der A45 zwischen Gießen, Hagen und Dortmund sowie der A61 zwischen Mönchengladbach, Koblenz und Ludwigshafen mit Behinderungen rechnen.

Auf einzelnen Strecken in Süddeutschland können zudem kurzfristige Abfahrtssperren eingerichtet werden. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer bei Staus auf kleinere Straßen durch Ortschaften ausweichen. Entsprechende Maßnahmen sind unter anderem auf der A7 im Ostallgäu, der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach und Berchtesgadener Land sowie auf der A93 möglich. Auch die Bundesstraßen B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen können betroffen sein.

Engpässe auf den Alpenrouten

Nicht nur in Deutschland, sondern auch auf den wichtigsten Transitstrecken durch Österreich, die Schweiz und Italien müssen Urlauber mit längeren Fahrzeiten rechnen. Besonders betroffen sind die Verbindungen in Richtung Alpen und Mittelmeer, auf denen sich der deutsche Ferienverkehr mit dem internationalen Reiseverkehr überschneidet.

In Österreich erwartet der ADAC Behinderungen auf der Westautobahn, der Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie auf der Fernpassroute. Zusätzliche Verzögerungen verursacht die Sanierung der Luegbrücke auf der Brennerautobahn. In Tirol gelten außerdem auf zahlreichen Nebenstrecken Durchfahrtsverbote für den überregionalen Verkehr. Reisende können deshalb nicht ohne Weiteres auf kleinere Straßen ausweichen.

In der Schweiz gelten insbesondere die Gotthard- und die San-Bernardino-Route als staugefährdet. Auch auf den Verbindungen zwischen Basel, Zürich und Chur ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. In Italien konzentrieren sich mögliche Engpässe auf die Brennerroute sowie die Verbindungen von der Schweizer Grenze nach Mailand und von dort weiter nach Genua.

Zusätzliche Wartezeiten können bei der Einreise nach Deutschland entstehen. Aufgrund der Grenzkontrollen müssen Autofahrer auch dort mit Verzögerungen rechnen, die sich bei starkem Rückreiseverkehr verstärken können.

Herbstwetter erhöht die Unfallgefahr

Neben dem hohen Verkehrsaufkommen weist der ADAC auf die besonderen Straßenverhältnisse im Oktober hin. Regen, Nebel und nasses Laub können die Haftung der Reifen beeinträchtigen. In den frühen Morgenstunden ist örtlich bereits mit Bodenfrost zu rechnen, der insbesondere auf Brücken und schattigen Straßenabschnitten gefährlich werden kann.

Autofahrer sollten deshalb ausreichend Zeit für ihre Reise einplanen, den Sicherheitsabstand vergrößern und ihre Geschwindigkeit den jeweiligen Sicht- und Straßenverhältnissen anpassen. Wer zeitlich flexibel ist, kann besonders stark belastete Reisezeiten am Freitagnachmittag und Samstagvormittag nach Möglichkeit meiden.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration


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