TUI Care Foundation fördert regenerative Landwirtschaft in Tirol - Wissen, was im Tourismus los ist!



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TUI Care Foundation fördert regenerative Landwirtschaft in Tirol
Neues Programm verbindet landwirtschaftliche Betriebe mit Hotels und Gastronomie und soll regionale Lieferketten stärken
TUI Care Foundation fördert regenerative Landwirtschaft in Tirol

Die TUI Care Foundation hat ein neues Programm gestartet, das regenerative Landwirtschaft und Tourismus in Tirol enger miteinander verbinden soll. Unter dem Namen „TUI Field to Fork Austria“ werden in den kommenden zwei Jahren landwirtschaftliche Betriebe bei der Einführung nachhaltiger Bewirtschaftungsmethoden unterstützt. Gleichzeitig sollen Hotels und Restaurants stärker auf regional erzeugte Lebensmittel zurückgreifen. Das Projekt konzentriert sich auf das Tiroler Unterland und die Region Innsbruck.

Die Initiative wird gemeinsam mit Futouris und BIO AUSTRIA umgesetzt. Weitere Partner sind das Land Tirol und das Institute for Tourism Sustainability. Rund 25 landwirtschaftliche Betriebe erhalten eine intensive fachliche Begleitung. Mindestens acht Hotels und Gastronomiebetriebe sollen regenerativ erzeugte Lebensmittel in ihren Einkauf und ihr Angebot integrieren. Insgesamt will das Programm etwa 145 Menschen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sowie 200 Fachkräfte aus Tourismus und Gastronomie erreichen.

Hintergrund sind die besonderen wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen der Tiroler Landwirtschaft. Rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen befinden sich in Berggebieten. Steile Hänge, vergleichsweise hohe Produktionskosten und zunehmende Wetterextreme erschweren die Bewirtschaftung. Gleichzeitig prägen gerade die häufig kleinstrukturierten Betriebe jene Kulturlandschaft und regionalen Ernährungstraditionen, die für den Tourismus von erheblicher Bedeutung sind.

Neue Absatzwege für regionale Erzeuger

Im Mittelpunkt des Programms stehen landwirtschaftliche Methoden, die den Boden langfristig verbessern und die Betriebe widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Belastungen machen sollen. Dazu gehören Maßnahmen zur Förderung des Bodenlebens, zum Schutz vor Erosion und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.

Die teilnehmenden Grünland- und Ackerbaubetriebe erhalten Schulungen und individuelle fachliche Unterstützung. Die Entwicklung der Betriebe wird während der zweijährigen Laufzeit dokumentiert, um Fortschritte bei der Umstellung auf regenerative Bewirtschaftungsformen nachvollziehen zu können. Ergänzende Informations- und Weiterbildungsangebote richten sich an weitere Landwirte und Lebensmittelproduzenten.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau regionaler Lieferbeziehungen. Landwirtschaftliche Betriebe, Lebensmittelproduzenten, Großhändler und touristische Unternehmen sollen enger zusammenarbeiten, um die Versorgung von Hotels und Restaurants mit regionalen Erzeugnissen zu erleichtern. Für die Produzenten können daraus zusätzliche Absatzmöglichkeiten und verlässlichere Einnahmequellen entstehen.

Auch die gastronomischen Betriebe werden in die Umsetzung einbezogen. Hotelmanager, Köche, Einkäufer und Restaurantmitarbeiter sollen sich mit den Möglichkeiten und Anforderungen regionaler Beschaffung auseinandersetzen. Ziel ist es, regenerativ erzeugte Lebensmittel nicht nur punktuell anzubieten, sondern dauerhaft in bestehende Einkaufs- und Gastronomiestrukturen einzubinden.

Landwirtschaft wird zum Urlaubserlebnis

Neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sieht das Programm die Entwicklung neuer touristischer Angebote vor. Gemeinsam mit Landwirten, Köchen und regionalen Tourismusorganisationen sollen Hofbesuche, Verkostungen, Kochworkshops und gastronomische Erlebnisse entstehen, bei denen die Herkunft der verwendeten Lebensmittel im Mittelpunkt steht.

Urlaubsgäste erhalten dadurch die Möglichkeit, landwirtschaftliche Betriebe kennenzulernen und einen unmittelbaren Einblick in die regionale Lebensmittelproduktion zu gewinnen. Zugleich können die Angebote vermitteln, welchen Beitrag traditionelle Bewirtschaftungsformen und neue regenerative Methoden zur Erhaltung der Tiroler Kulturlandschaft leisten.

Alexander Panczuk, Geschäftsführer der TUI Care Foundation, betont die Bedeutung lokaler Partnerschaften: „Tourismus lebt von den Besonderheiten einer Region, den Menschen und ihrem kulturellen Erbe. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern ist deshalb ein wichtiger Schlüssel.“

Das Land Tirol beteiligt sich über die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus und Landesentwicklung auch finanziell an dem Projekt. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie und soll dazu beitragen, ökologische Verbesserungen mit einer stärkeren regionalen Wertschöpfung zu verbinden.

TUI Field to Fork Austria ist Bestandteil eines internationalen Programms der TUI Care Foundation, das Landwirtschaft und touristische Nachfrage miteinander verknüpft. Vergleichbare Initiativen bestehen bereits in mehreren Urlaubsdestinationen, darunter Cabo Verde, Tansania, Kolumbien, Zypern, Griechenland, Portugal und Italien. In Tirol wird dieser Ansatz nun auf die besonderen Bedingungen einer alpinen Tourismusregion übertragen.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration mit Material von TUI


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