Tourexpi
Die
RT/Raiffeisen Touristik Group (RTG) erweitert ihre KI- und Smart-Data-Strategie
um ein Format, das den praktischen Umgang der Mitarbeiter mit Künstlicher
Intelligenz in den Mittelpunkt stellt. In einem regelmäßig stattfindenden
virtuellen KI-Café können Beschäftigte Anwendungen kennenlernen, eigene
Erfahrungen austauschen und konkrete Fragestellungen aus ihrem Arbeitsalltag
einbringen. Perspektivisch ist ein vergleichbares Angebot speziell für
Mitarbeiter am Reisebüro-Counter geplant.
Das
KI-Café ergänzt das erst vor wenigen Wochen vorgestellte Future Lab der
Unternehmensgruppe. Während dort konkrete Probleme aus der Praxis aufgegriffen
und mögliche KI-Anwendungen entwickelt, getestet und bei erwiesenem Nutzen
skaliert werden, konzentriert sich das neue Format auf Wissenstransfer und
Anwendungskompetenz. Damit verbindet die RTG technische Entwicklung mit einem
kontinuierlichen Lernprozess innerhalb der Organisation.
Hinter
dem Konzept steht die Überzeugung, dass KI-Kompetenz nicht allein durch
Schulungen oder die Bereitstellung neuer Werkzeuge entsteht. Mitarbeiter sollen
Anwendungen selbst erproben, Erfahrungen weitergeben und lernen, Chancen und
Grenzen der Technologie im eigenen Aufgabenbereich einzuschätzen. Zugleich
sollen unterschiedliche Unternehmensbereiche miteinander ins Gespräch kommen
und dadurch neue Einsatzmöglichkeiten sichtbar werden.
Praxiswissen
fließt zurück
„Entscheidend
ist nicht, wie viele KI-Tools jemand kennt, sondern ob er erkennt, wo sie im
eigenen Arbeitsalltag wirklich helfen können“, sagt Rainer Gnyp, fachlicher
Leiter des Future Labs und Bereichsleiter meinReisebüro24. „Genau dafür
schaffen wir mit dem KI-Café einen regelmäßigen Raum. Mitarbeitende können
ausprobieren, voneinander lernen und konkrete Aufgaben oder Probleme aus ihren
Bereichen einbringen. Je mehr Perspektiven dabei zusammenkommen, desto größer
ist der Nutzen für die gesamte Organisation.“
Moderiert
wird das virtuelle Format von Sabine Winkelbauer aus dem Future-Lab-Team. Der
Austausch soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Fragen, Erfahrungen und
Anregungen der Teilnehmer werden gesammelt und können anschließend in die
Arbeit des Future Labs einfließen. Aus Problemen des Arbeitsalltags können auf
diese Weise Ideen für neue Anwendungen oder veränderte Prozesse entstehen.
„Technologie
lässt sich zentral entwickeln, echte Anwendungskompetenz dagegen muss sich in
einer Organisation verbreiten“, sagt Alexander Mirschel, KI-Stratege und
externer Berater der RTG. Das KI-Café schaffe einen Resonanzraum, in dem
Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen zusammengeführt werden. Diese
Rückkopplung sei entscheidend, wenn KI über einzelne Pilotprojekte hinaus
dauerhaft Bestandteil der Arbeitsweise werden solle.
KI-Café
für den Counter geplant
Im
nächsten Schritt will die RTG das Konzept auf ihr Vertriebsnetzwerk ausweiten.
Geplant ist zunächst ein eigenes KI-Café für den Counter, das auf typische
Aufgaben und Fragestellungen in den angeschlossenen Reisebüros zugeschnitten
werden soll. Mitarbeiter aus dem stationären Vertrieb könnten dadurch eigene
Erfahrungen und Anforderungen unmittelbar in die weitere Entwicklung
einbringen.
Für
die Unternehmensgruppe greifen Future Lab und KI-Café damit ineinander. Das
Future Lab übernimmt Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen, während das
KI-Café Wissen und Erfahrungen innerhalb des Unternehmens verbreitet und
zugleich Rückmeldungen aus der Praxis liefert. Neue KI-Anwendungen sollen so
nicht losgelöst vom Arbeitsalltag entstehen, sondern auf konkrete Anforderungen
reagieren und dort eingesetzt werden, wo sie einen nachvollziehbaren Nutzen
bieten.
Bildnachweis:
© KI-erstellte Illustration
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