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TUI bestätigt EBIT-Prognose – kurzfristige Buchungen ziehen an
Nach neun Monaten erreicht TUI ein bereinigtes EBIT von 123 Millionen Euro und hält trotz geopolitischer Belastungen am Jahresziel von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro fest
TUI bestätigt EBIT-Prognose – kurzfristige Buchungen ziehen an

TUI hält nach dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 an seiner EBIT-Prognose fest. Der Konzern erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro, 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte EBIT lag bei 123 Millionen Euro nach 165 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Einmaleffekte durch den Iran-Krieg und den Hurrikan auf Jamaika belasteten das Ergebnis mit insgesamt 81 Millionen Euro. Ohne diese Effekte hätte TUI das Vorjahresergebnis übertroffen.

Im dritten Quartal von April bis Juni erreichte der Konzern ein bereinigtes EBIT von 235 Millionen Euro nach 321 Millionen Euro im Vorjahr. Insgesamt reisten 9,9 Millionen Kunden mit TUI, drei Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

„2026 ist kein normales Jahr. TUI hat sich gut behauptet in einem schwierigen Marktumfeld. Unser Geschäftsmodell erweist sich als resilient. Reisen bleibt für das Leben der Menschen sehr relevant, aber der Zeitpunkt der Reise-Entscheidung hat sich verschoben“, sagt TUI-CEO Sebastian Ebel. Besonders die vergangenen vier Wochen zeigten wieder anziehende Buchungen.

Hotels und Kreuzfahrten stabilisieren das Geschäft

Der Geschäftsbereich Urlaubserlebnisse mit Hotels & Resorts, Kreuzfahrten und TUI Musement erzielte im dritten Quartal ein bereinigtes EBIT von 278 Millionen Euro nach 294 Millionen Euro im Vorjahr. Hotels & Resorts steuerte 121 Millionen Euro bei. Die Auslastung sank um fünf Prozentpunkte auf 77 Prozent, während die durchschnittliche Tagesrate mit 88 Euro stabil blieb.

Das Kreuzfahrtsegment erreichte ein bereinigtes EBIT von 133 Millionen Euro nach 143 Millionen Euro. Der Rückgang geht vollständig auf eine Belastung von 20 Millionen Euro infolge des Iran-Kriegs zurück. Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 mussten aus Sicherheitsgründen von März bis Mitte Mai in Häfen der Golfregion bleiben. Ohne diesen Effekt hätte sich das Quartalsergebnis um zehn Millionen Euro verbessert. Die durchschnittliche Tagesrate stieg um vier Prozent auf 252 Euro.

TUI Musement steigerte sein bereinigtes EBIT im dritten Quartal um 10,8 Prozent auf 23 Millionen Euro. Nach neun Monaten lag das Ergebnis mit 17,3 Millionen Euro 171 Prozent über dem Vorjahreswert.

Veranstalter und Airline unter Druck

Schwieriger entwickelte sich der Bereich Märkte + Airline. Das bereinigte EBIT fiel im dritten Quartal von 50 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 16 Millionen Euro. TUI nennt schwächere Nachfrage infolge geopolitischer Entwicklungen, höheren Preisdruck, gestiegene Treibstoffkosten und zusätzliche Marktkapazitäten als Ursachen. Die durchschnittliche Flugauslastung lag bei 91 Prozent nach 94 Prozent im Vorjahr.

Späte Buchungen prägen den Sommer

Für das Sommergeschäft zeigt sich inzwischen eine Erholung. Der gebuchte Umsatz im Bereich Märkte + Airline liegt sechs Prozent unter dem Vorjahr, hat sich seit Mai jedoch verbessert. In den vergangenen vier Wochen lagen die Buchungen sieben Prozent im Plus. Besonders gefragt sind Griechenland und Spanien einschließlich Balearen und Kanaren. Zuletzt zog auch die Nachfrage nach dem östlichen Mittelmeer wieder an.

Bei den Kreuzfahrten steigt die Kapazität im vierten Quartal um zwölf Prozent, unter anderem durch die Indienststellung der Mein Schiff Flow als 19. Schiff der TUI-Flotte. Die Auslastung bleibt trotz des zusätzlichen Angebots hoch.

Prognose von bis zu 1,4 Milliarden Euro bestätigt

TUI erwartet für das gesamte Geschäftsjahr 2026 weiterhin ein bereinigtes EBIT zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro bei konstanten Wechselkursen. Voraussetzung sind eine ausbleibende wesentliche Verschärfung der geopolitischen Spannungen und eine gesicherte Treibstoffversorgung. Die Umsatzprognose bleibt ausgesetzt.

Strategisch setzt der Konzern unter anderem auf den Ausbau der Hotel- und Kreuzfahrtangebote, Low-Cost-Marken wie ltur und Sundeals sowie eine stärkere Digitalisierung von Vertrieb und TUI Musement. Auch KI soll künftig in mehreren Geschäftsbereichen eine größere Rolle spielen.

Bildnachweis: © TUI


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