Tourismus als Wirtschaftsfaktor stärken: Sachsen setzt auf klare Prioritäten - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
Tourismus als Wirtschaftsfaktor stärken: Sachsen setzt auf klare Prioritäten
Landestourismusverband fordert verlässliche Rahmenbedingungen und politische Unterstützung für den Doppelhaushalt 2027/2028
Tourismus als Wirtschaftsfaktor stärken: Sachsen setzt auf klare Prioritäten

Der sächsische Tourismus steht vor entscheidenden Weichenstellungen. Beim Tourismuspolitischen Frühstück des Landestourismusverbandes Sachsen e. V. (LTV SACHSEN) in Dresden wurde deutlich, dass die Branche auch künftig auf aktive politische Unterstützung angewiesen ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben. An dem Austausch nahmen Abgeordnete des Sächsischen Landtages sowie Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch MdL teil.

Tourismus als zentraler Standortfaktor

Seit 35 Jahren vertritt der LTV SACHSEN die Interessen der Branche. Vor dem Hintergrund der Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/2028 fordert der Verband eine verlässliche und zukunftsorientierte Tourismuspolitik. In einem aktuellen Positionspapier verweist er auf die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors: Mit einem Umsatz von mehr als 9,3 Milliarden Euro und rund 190.000 Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen ist der Tourismus ein zentraler Wirtschafts- und unverzichtbarer Standortfaktor, insbesondere für den ländlichen Raum.

Alexander Dierks MdL, Präsident des LTV SACHSEN, unterstreicht die Notwendigkeit politischer Prioritätensetzung:

„Trotz der großen Herausforderungen, vor denen der Freistaat bei der Aufstellung seines neuen Doppelhaushalts 2027/2028 steht, ist ein Aufwuchs der Tourismusförderung auf ein stabiles, angemessenes Niveau notwendig. Tourismus stärkt schließlich nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Lebensqualität im ganzen Land. Besonders für den ländlichen Raum braucht es Unterstützung, etwa durch die Wiederauflage der Förderrichtlinie Ganzjahrestourismus oder einen Lastenausgleich für Kur- und Erholungsorte, für den wir uns einsetzen.“

Masterplan Tourismus konsequent umsetzen

Ein zentrales Anliegen des Verbandes ist die verbindliche Verankerung des gemeinsam mit der Branche entwickelten Masterplans Tourismus im Doppelhaushalt. Dafür sei ein angemessener Mittelaufwuchs im Förderplan Tourismus erforderlich, um ein wirksames Umsetzungsmanagement, starke touristische Regionen und ein schlagkräftiges Standortmarketing sicherzustellen.

Investitionen ermöglichen und Regionen stärken

Um Erlebnisqualität, Barrierefreiheit und Ganzjahresangebote langfristig zu sichern, braucht es aus Sicht des Verbandes verlässliche Förderinstrumente für Kommunen und Betriebe. Bewährte Programme sollten fortgeführt oder neu aufgelegt werden. Gleichzeitig wird auf die Bedeutung der Gastronomie hingewiesen, die insbesondere im ländlichen Raum als sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Anker der Ortskerne wirkt.

Gesundheitsbewusstsein und Kurorte im Fokus

Mit dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung gewinnen die sächsischen Kur- und Erholungsorte weiter an Bedeutung. Rund 4,5 Millionen Übernachtungen jährlich machen sie zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor und zu einem Pfeiler der Daseinsvorsorge. Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, sieht der Verband die Einführung eines Mehrlastenausgleichs als zwingend notwendig an.

Kinder- und Jugendtourismus als Zukunftsfeld

Auch der Kinder- und Jugendtourismus wird als strategische Investition in die Zukunft bewertet. Übernachtungsstätten für junge Menschen sind Lern- und Identifikationsorte ebenso wie wirtschaftliche Impulsgeber. Um dieses Segment nachhaltig zu stärken, fordert der Verband höhere investive Zuschüsse für Einrichtungen des überörtlichen Bedarfs im Bereich der Jugendhilfe.

Dialog und Ausblick auf die Marktentwicklung

Das Tourismuspolitische Frühstück dient dem regelmäßigen Austausch zwischen dem Vorstand des LTV SACHSEN und den politischen Entscheidungsträgern. Ziel ist es, frühzeitig für die Herausforderungen der Branche zu sensibilisieren. Aktuelle Prognosen zeigen, dass die Marke von 20 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 voraussichtlich nicht erreicht wird. Konsumzurückhaltung und Preissensibilität führen dazu, dass insbesondere Kurzurlaube und Städtetrips häufiger verschoben werden. Gleichzeitig hat die Branche im vergangenen Jahr ihre Resilienz und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Positive Signale für das Reiseland Sachsen

Trotz der angespannten Rahmenbedingungen gibt es auch erfreuliche Nachrichten. Nach Angaben von Booking.com zählt Sachsen 2026 erstmals zu den gastfreundlichsten Regionen der Welt und belegt unter den Bundesländern erneut Platz eins. Damit bleibt Sachsen Deutschlands gastfreundlichstes Bundesland.

Vor diesem Hintergrund appelliert der LTV SACHSEN an die politischen Entscheidungsträger, den positiven Trend zu unterstützen und mit klaren Prioritäten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft des Tourismus im Freistaat zu schaffen.

Bildnachweis: © LTV Sachsen


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