Bayerns Gärten verlängern die Saison mit goldenem Herbst - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Bayerns Gärten verlängern die Saison mit goldenem Herbst
Vom 4. September bis 11. Oktober rücken Gärten und Parks in Bayern und Süddeutschland den Herbst als eigene Reisezeit in den Mittelpunkt
Bayerns Gärten verlängern die Saison mit goldenem Herbst

Wenn Stauden und Gräser im warmen Licht des Spätsommers stehen, Gehölze ihre Farbe wechseln und Früchte und Samenstände die Beete prägen, beginnt in vielen Gärten eine besonders reizvolle Zeit. Mit dem „Goldenen Gartenherbst“ will das Bayerische Gartennetzwerk diese Wochen stärker ins Bewusstsein von Besuchern rücken und die klassische Gartensaison bis weit in den Oktober verlängern.

Die Aktion läuft vom 4. September bis 11. Oktober 2026 und verbindet Gartenkultur mit touristischen Angeboten. Beteiligt sind neben dem Bayerischen Gartennetzwerk auch Partner aus angrenzenden Regionen. Einen Schwerpunkt bildet der Schlosspark Dennenlohe mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm.

Vier Gartennetzwerke arbeiten über Ländergrenzen hinweg

Das Bayerische Gartennetzwerk wurde 2008 auf Initiative von Baronin Süsskind gegründet, um private und öffentliche Gärten in Bayern touristisch stärker miteinander zu vernetzen. Inzwischen reicht die Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus.

Gemeinsam mit den Bodenseegärten, dem Hohenloher Gartenparadies und den Gartenträumen Stauferland gehört das Netzwerk zur Kooperation „Traumgärten im Süden“. Das Spektrum reicht von privaten Gärten und historischen Schlossparks bis zu Kur-, Stadt- und Landschaftsparks.

Der Goldene Gartenherbst ist eines der gemeinsamen Projekte. Die beteiligten Partner wollen damit zeigen, dass Gartenreisen nicht mit dem Hochsommer enden. Gerade September und Oktober verändern mit Herbstfärbung, tieferem Licht und reifenden Früchten den Charakter vieler Anlagen grundlegend.

Schlosspark Dennenlohe bietet Programm bis Mitte Oktober

Der Schlosspark Dennenlohe begleitet die Herbstwochen mit Veranstaltungen zu Gartenkultur, Natur und regionalen Themen. Den Auftakt bilden am 5. und 6. September Hundetrüffelsuchkurse, bei denen neben der praktischen Suche auch Wissen über Trüffel, Böden und das Zusammenspiel von Pilzen und Pflanzen vermittelt wird. Weitere Kurse folgen am 10. und 11. Oktober.

Am 12. und 13. September stehen Kräuterwanderungen auf dem Programm, parallel öffnet ein Antikmarkt im Gutshof. Hundespieltage finden am 13. und 19. September sowie am 4. und 10. Oktober statt.

Architektur- und Gartengeschichte verbindet eine Sonderführung am 20. September anlässlich des 275. Todestages des Architekten Leopoldo Retti. Am 22. September und 6. Oktober widmen sich Fermentierkurse im Marstall der traditionellen Konservierung von Gartenerzeugnissen.

Vom 26. September bis 11. Oktober steht der Botanische Garten in Dennenlohe ganz im Zeichen des Goldenen Gartenherbstes. Einen zusätzlichen Schwerpunkt setzt vom 2. bis 4. Oktober ein Efeuwochenende zur Vielfalt der Gattung Hedera. Am 3. und 4. Oktober findet zudem erneut ein Antikmarkt statt.

Welthundetag markiert das letzte Saisonwochenende

Am 10. Oktober verbindet der Schlosspark mehrere Veranstaltungen miteinander. Zum Welthundetag finden ein Hundespieltag und der sechste Vox Animalis Gassi-Tag statt. Hinzu kommen Veranstaltungen und Führungen im Rahmen der Aktionswoche Seelische Gesundheit im Park.

Am 11. Oktober endet schließlich die reguläre tägliche Gartensaison in Dennenlohe. Anschließend bleibt der Schlosspark werktags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Neuer Lucie-Pückler-Garten auf der Landesgartenschau Ellwangen

Über die bestehenden Gartenanlagen hinaus engagiert sich das Netzwerk auch für neue Projekte. Auf der Landesgartenschau Ellwangen ist 2026 der Lucie-Pückler-Garten entstanden. Grundlage dafür ist der von Schloss Dennenlohe ausgerichtete Lucie-Pückler-Preis unter der Schirmherrschaft der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.

Der Wettbewerb soll insbesondere die Arbeit von Frauen in Landschaftsarchitektur und Gartenkultur sichtbar machen. Der Siegerentwurf „Wandel Verwurzeln“ von Alma Höing und Jenny Diethelm wurde im April auf dem Gelände der Landesgartenschau umgesetzt. Im Bereich der Partnerstädte entstand damit aus dem Wettbewerbsbeitrag ein tatsächlich begehbarer Garten und Ort der Begegnung.

Gartenreisen als gemeinsames touristisches Angebot

Mit den „Traumgärten im Süden“ verfolgen die beteiligten Netzwerke zugleich einen touristischen Ansatz. Sie empfehlen ihre Anlagen gegenseitig, koordinieren Teile ihrer Öffentlichkeitsarbeit und entwickeln gemeinsame Aktionen. Besucher sollen dadurch leichter mehrere Gärten und Parks über regionale Grenzen hinweg miteinander verbinden können.

„Unsere Gartenbesucher machen keinen Unterschied zwischen Bundesländern. Wer Gärten liebt, fährt von einem schönen Garten zum nächsten. Genau deshalb müssen auch wir Gartenbetreiber über Grenzen hinweg zusammenarbeiten und unsere Gärten gemeinsam als Reiseziele sichtbar machen“, sagt Dr. Sabine Freifrau von Süsskind, Initiatorin des Bayerischen Gartennetzwerks.

Der Goldene Gartenherbst soll diesen Gedanken auf die Nebensaison übertragen. Statt den Herbst lediglich als Ausklang des Gartenjahres zu betrachten, positionieren die Partner die Wochen im September und Oktober als eigenständige Zeit für Gartenreisen und Ausflüge.

Bildnachweis: Baronin Süsskind © KI-generierte Illustration mit Material von Tanja Stumpf


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