Südamerika-Reisen werden für Urlauber zur Kostenfalle - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Südamerika-Reisen werden für Urlauber zur Kostenfalle
Inlandsflüge, gestiegene Hotelpreise und das hohe Preisniveau in Patagonien lassen die Kosten individueller Rundreisen schnell über das geplante Budget steigen
Südamerika-Reisen werden für Urlauber zur Kostenfalle

Eine Reise durch Bolivien, Chile und Patagonien klingt nach einem Abenteuer zwischen Andengipfeln, Salzseen und den berühmten Granittürmen des Torres-del-Paine-Nationalparks. Bei der Planung folgt auf die Wunschroute jedoch häufig Ernüchterung. Nach Erfahrungen des Südamerika Reiseportals unterschätzen viele Urlauber deutlich, wie viel eine individuell zusammengestellte Rundreise inzwischen kostet.

„Die meisten kommen schon mit sehr konkreten Vorstellungen zu uns, haben sich teilweise schon schöne Hotels angeschaut – und trotzdem im Kopf die Grenze: ‚Teurer als das darf es nicht werden‘“, beschreibt Andrea Sauer, Inhaberin des Südamerika Reiseportals, die Beratungspraxis.

6.000 Euro reichen für komplexe Routen nicht immer

Wie weit Wunsch und tatsächliche Kosten auseinanderliegen können, zeigt eine aktuelle Anfrage. Mehrere weit voneinander entfernte Ziele sollten zu einer individuellen Reise kombiniert werden. Für eine solche Strecke existiert keine entsprechende Gruppenreise, da die einzelnen Stationen üblicherweise nicht miteinander verbunden werden.

Das vorgesehene Budget lag bei 6.000 Euro pro Person und sollte bereits die Interkontinentalflüge einschließen. Obwohl dies zunächst nach einem großzügigen Reisebudget klingt, lässt sich eine aufwendig geplante Route mit mehreren Fernzielen zu diesem Preis kaum realisieren. Verantwortlich dafür ist nach Angaben des Veranstalters vor allem das inzwischen hohe Preisniveau vor Ort.

Bolivien ist für Touristen nicht automatisch billig

Dabei sorgt auch die wirtschaftliche Situation einzelner Länder für falsche Erwartungen. Dass Bolivien zu den ärmeren Ländern Südamerikas zählt, bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine komfortable Rundreise günstig ist.

Preiswert reisen kann dort vor allem, wer einfache Unterkünfte wählt und überwiegend öffentliche oder lokale Verkehrsmittel nutzt. Wer dagegen einen europäischen Komfortstandard, gute Hotels und organisierte Transfers erwartet, muss mit entsprechend höheren Kosten rechnen.

Patagonien erreicht neues Preisniveau

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Patagonien. Seit der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Reisen in die Region stark gestiegen. Gleichzeitig haben die Preise erheblich angezogen.

Selbst einfache Übernachtungsformen können inzwischen überraschend teuer sein. Ein Platz in einem bereits aufgebauten Zelt im Torres-del-Paine-Nationalpark kostet nach Angaben des Südamerika Reiseportals mittlerweile deutlich mehr als 100 Euro pro Person und Nacht.

Weitere Kosten entstehen durch die großen Entfernungen des Kontinents. Wer auf einer Reise mehrere Regionen miteinander verbinden möchte, kommt häufig nicht ohne zusätzliche Inlandsflüge aus. Gleichzeitig sind internationale Flugtickets teurer geworden.

„Wer beim Reisebudget an Thailand oder Vietnam denkt, wird in Südamerika überrascht“, sagt Christof Sauer, Mitgründer des Südamerika Reiseportals. Abgesehen von Japan liege das Preisniveau vieler asiatischer Reiseziele spürbar niedriger.

Flexible Routen können das Budget entlasten

Unrealistische Preisvorstellungen entstehen nach Erfahrungen des Veranstalters häufig durch Vergleiche mit klassischen Pauschalreisen oder Angeboten von Reisediscountern. Auch Reiseberichte im Fernsehen und Bilder in sozialen Medien vermitteln zwar Eindrücke von Landschaften und Unterkünften, zeigen aber selten die Gesamtkosten einer individuell organisierten Rundreise.

Für die Planung empfiehlt Andrea Sauer deshalb, nicht bereits vor der Beratung jede Station festzulegen. „Am liebsten ist es uns, wenn sich Interessenten melden, solange sie noch beratungsoffen sind – bevor die Route schon feststeht. Dann lässt sich viel leichter eine Reise finden, die zum Budget passt.“

Dabei müssen Einsparungen nicht zwangsläufig das gesamte Reiseerlebnis verändern. Schon die Wahl eines einfacheren Hotels an einzelnen Stationen kann Kosten reduzieren – insbesondere dort, wo die Unterkunft ohnehin hauptsächlich zum Übernachten genutzt wird.

Das Südamerika Reiseportal organisiert individuelle Reisen und Kleingruppenreisen nach Südamerika, Mittelamerika und in die Karibik. Das Familienunternehmen stellt dabei Routen zusammen, die Natur- und Kulturerlebnisse sowie Begegnungen vor Ort miteinander verbinden.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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