Kardamom, Karak und Kamelfleisch: Eine kulinarische Reise durch Oman - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Kardamom, Karak und Kamelfleisch: Eine kulinarische Reise durch Oman
Zwischen Gewürzen, Teezeremonien und regionalen Spezialitäten zeigt sich die Küche des Sultanats als Spiegel jahrhundertealter Handelswege
Kardamom, Karak und Kamelfleisch: Eine kulinarische Reise durch Oman

Im Oman beginnt vieles mit einem Getränk. Meist ist es Karak, ein kräftiger Schwarztee, der mit Kardamom oder Safran gewürzt und mit Kondensmilch cremig gesüßt wird. Er gehört zum Alltag im Sultanat – morgens, nachmittags, nach dem Essen oder als Zeichen der Gastfreundschaft. Serviert wird er fast immer mit Datteln, die pur oder mit Nüssen gefüllt gereicht werden.

Diese kleinen Rituale sind mehr als nur eine kulinarische Gewohnheit. Sie stehen für eine Küche, deren wichtigstes Ziel nicht allein das Sattwerden ist, sondern das Zusammensitzen, das Gespräch und die Begegnung.

Karak und Kahwa als Ausdruck omanischer Gastfreundschaft

Neben Karak gehört auch Kahwa zum festen Bestandteil der omanischen Kultur. Der arabische Kaffee wird meist aus frisch gerösteten und gemahlenen Bohnen zubereitet und mit Rosenwasser, Safran oder Kardamom verfeinert. Serviert wird er häufig zusammen mit Datteln oder einem Löffel Halwa.

Halwa ist eine traditionelle Süßigkeit aus Maisstärke, Zucker, Ghee, Rosenwasser, Eiern, Honig, Gewürzen und Nüssen. Die geleeartige Spezialität gilt als klassisches Element der Begrüßung und wird zu vielen Anlässen gereicht.

Gewürze erzählen die Geschichte eines Handelsreichs

Gewürze prägen die omanische Küche seit Jahrhunderten. Kardamom, Zimt, Safran und Kurkuma gehören zu den wichtigsten Zutaten, werden jedoch meist sparsam eingesetzt. Dadurch entstehen Gerichte mit vielschichtigen Aromen, die dennoch ihre Balance behalten.

Die Vielfalt der Gewürze spiegelt die Geschichte des Landes wider. Oman lag über Jahrhunderte an wichtigen Handelsrouten zwischen Arabien, Indien, Persien, Ostafrika und dem Jemen. Diese Kontakte haben die Küche nachhaltig geprägt und eine Art historische Fusion entstehen lassen.

Gerichte wie Qabooli, ein Reisgericht mit Wurzeln in den Karawanenrouten Zentralasiens, oder Majboos, das an indisches Biryani erinnert, zeigen diese kulturellen Einflüsse bis heute.

Shuwa – das Nationalgericht aus dem Erdofen

Als Nationalgericht gilt Shuwa. Dafür wird Fleisch – meist Lamm oder Ziege – mit einer Gewürzmischung aus Chili, Kardamom, Nelken und Kreuzkümmel eingerieben. Anschließend wird es in Bananenblätter gewickelt und für mindestens 24 Stunden in einem Erdofen gegart.

Das Ergebnis ist so zart, dass es sich leicht vom Knochen lösen lässt. Serviert wird Shuwa traditionell auf einer großen Platte für mehrere Personen, begleitet von Reis und Tomatensauce.

Auch Majboos gehört zu den bekanntesten Gerichten des Landes. Das würzige Reisgericht wird häufig mit Lamm, Huhn oder Hammel zubereitet. Zum Frühstück greifen viele Omanis dagegen zu einfachen, aber herzhaften Speisen wie Khubz Ragag, einem dünnen Fladenbrot, dazu Hummus, Bohnenbrei, Eier und natürlich Karak oder Kahwa.

Regionale Küche zwischen Meer, Wüste und Bergen

Die Küche Omans variiert stark je nach Region. An der Küste des Arabischen Meeres spielt Fisch eine zentrale Rolle. Besonders beliebt ist Mashuai, eine am Spieß geröstete Königsmakrele, die mit Öl, Limette, Kreuzkümmel, Koriander und Safran gewürzt und auf Zitronenreis serviert wird.

Im Süden des Landes, rund um die Region Dhofar, findet man dagegen häufiger Gerichte mit Kamelfleisch. Sowohl Shuwa als auch Majboos werden dort oft mit dieser Zutat zubereitet. Auch Mishkak, marinierte und gegrillte Fleischspieße, die vielerorts als Streetfood verkauft werden, bestehen hier häufig aus Kamel.

In den Bergregionen rund um den Jabal Akhdar bevorzugen viele Bewohner hingegen Lamm-, Ziegen- oder Hühnerfleisch. Gleichzeitig prägen regionale Produkte wie Granatäpfel und Rosen die Küche. Sie werden in Saucen, Desserts und Beilagen verarbeitet und verleihen vielen Gerichten ein charakteristisches Aroma.

Bildnachweis: © Ministry of Heritage & Tourism Sultanate of Oman


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