Italien: Passo dello Stelvio stellt Sommerskibetrieb vorerst ein - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Italien: Passo dello Stelvio stellt Sommerskibetrieb vorerst ein
Hitze, fehlender Nachtfrost und Gewitter verschlechtern den Zustand des Gletschers – damit fällt das letzte im Sommer geöffnete Skigebiet der EU vorerst aus
Italien: Passo dello Stelvio stellt Sommerskibetrieb vorerst ein

Der Sommerskilauf in den Alpen verliert einen weiteren traditionsreichen Standort. Am Passo dello Stelvio in den italienischen Alpen musste der Skibetrieb eingestellt werden. Nach Angaben der Betreibergesellschaft SIFAS lassen die aktuellen Bedingungen auf dem Gletscher einen sicheren Betrieb nicht mehr zu.

Damit steht derzeit innerhalb der Europäischen Union kein klassisches Sommerskigebiet mehr zur Verfügung. Andere bekannte Hochgebirgsgebiete in den Alpen hatten ihren sommerlichen Skibetrieb bereits zuvor eingestellt. Außerhalb der EU ist Sommerskilauf in Europa dagegen weiterhin möglich, unter anderem am Galdhøpiggen Sommerskisenter auf dem Juvassbreen-Gletscher in Norwegen.

Wärme und fehlender Nachtfrost setzen dem Gletscher zu

Als Ursache für die vorläufige Schließung nennt SIFAS mehrere Wetterfaktoren, die gleichzeitig auf den Gletscher einwirken. Anhaltende Hitzeperioden treffen auf Nächte, in denen die Temperaturen nicht mehr ausreichend sinken, damit die Schneeoberfläche wieder gefriert.

Hinzu kommen häufige Gewitter. In dieser Kombination haben sich die Bedingungen auf dem Gletscher nach Angaben des Betreibers so weit verschlechtert, dass die üblichen Qualitäts- und vor allem Sicherheitsstandards für den Sommerskilauf nicht mehr gewährleistet werden können.

SIFAS bezeichnet die Ursachen der Betriebseinstellung als „unvermeidlich“. Gleichzeitig besteht die Hoffnung, den Skibetrieb wieder aufnehmen zu können, falls sich die Wetter- und Schneeverhältnisse ausreichend verbessern.

Passhöhe bleibt für Wanderer erreichbar

Die Einstellung des Skibetriebs bedeutet keine vollständige Schließung des touristischen Angebots am Passo dello Stelvio. Wanderer können das Hochgebirgsgebiet weiterhin besuchen und die Seilbahn nutzen.

Der auf mehr als 2.700 Metern gelegene Pass gehört zu den bekanntesten Hochgebirgszielen Italiens. Der Gletscher oberhalb der Passstraße ermöglichte über Jahrzehnte hinweg ausgerechnet in den Sommermonaten Skibetrieb, wenn viele klassische Winterskigebiete längst geschlossen waren.

Sommerskilauf verschwindet zunehmend aus den Alpen

Die Entwicklung am Stilfser Joch reiht sich in eine Serie von Einschränkungen an traditionsreichen europäischen Sommerskigebieten ein. Auch Zermatt und Saas-Fee in der Schweiz, Hintertux in Österreich sowie Tignes in Frankreich gehören zu den Standorten, an denen der klassische Sommerskibetrieb inzwischen eingeschränkt oder eingestellt wurde.

Damit wird ein touristisches Angebot zunehmend selten, das lange als Besonderheit der hoch gelegenen Alpengletscher galt. Wer derzeit in Europa auch während des Sommers Ski fahren möchte, findet noch Möglichkeiten außerhalb der Europäischen Union.

In Norwegen ist das Galdhøpiggen Sommerskisenter auf dem Juvassbreen-Gletscher weiterhin in Betrieb. Für die Alpen bleibt dagegen abzuwarten, ob niedrigere Temperaturen eine Wiederaufnahme des Skibetriebs am Passo dello Stelvio ermöglichen.

Quelle: Cierra la última estación de la Unión Europea que se mantenía esquiable en verano

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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