Eventuelle Verdopplung der Tourismussteuer für Kreuzfahrt-Gäste in Barcelona - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Eventuelle Verdopplung der Tourismussteuer für Kreuzfahrt-Gäste in Barcelona
Im Kampf gegen den Massentourismus gibt es in Barcelona Überlegungen, Kreuzfahrt-Touristen noch stärker zu belasten, schreibt JPM.
Eventuelle Verdopplung der Tourismussteuer für Kreuzfahrt-Gäste in Barcelona

Bereits 2024 hatten die Stadträte von Barcelona Pläne zur Reduzierung der Kreuzfahrtinfrastruktur verabschiedet, indem die Anzahl der Terminals von sieben auf fünf gesenkt wurde, mit dem Ziel, das Passagieraufkommen zu begrenzen.

Jetzt drängt Bürgermeister Jaume Collboni darauf, die Tourismussteuer für Kreuzfahrtpassagiere, die nur Zwischenstopps in Barcelona einlegen, zügig zu verdoppeln. Sein Vorschlag sieht vor, die Steuer für Passagiere von Schiffen, die über Nacht anlegen, sofort um 100 Prozent zu erhöhen – von 4 € auf 8 € pro Nacht.

Während der Stadtrat von Barcelona im Juli 2025 Pläne für eine schrittweise Anhebung der Steuer über die nächsten vier Jahre genehmigt hatte, will der Bürgermeister diese Erhöhung nun beschleunigen. „In den kommenden Monaten werden wir die Touristensteuer erhöhen, damit sie in den nächsten Monaten in Kraft tritt und nicht erst in vier Jahren, wie wir vereinbart hatten“, erklärte Collboni laut Fox News. Dabei stellte er klar, dass es ihm vor allem um Kreuzfahrtpassagiere geht, die nur einen Zwischenstopp einlegen und nicht diejenigen, die ihre Kreuzfahrt in Barcelona beginnen oder beenden.

Barcelona gehört derzeit zu den prominentesten Beispielen für Overtourism unter den europäischen Reisezielen. Die Einwohner haben sich in den letzten Jahren zunehmend gegen dessen negative Auswirkungen ausgesprochen, die von einfacher Überfüllung bis hin zu steigenden Wohnkosten reichen. Dabei hat Kreuzfahrt allerdings nur einen vergleichsweise geringen Anteil am Massentourismus der Stadt, die zuletzt im April 2026 ihre allgemeine Tourismustaxe erhöhte, wodurch diese nun zu den höchsten in Europa zählt. Hotelgäste zahlen nun zwischen etwa 10 und 17 US-Dollar pro Nacht an Steuern, während Nutzer von Ferienwohnungen mit rund 14 US-Dollar pro Nacht belastet werden.

Bildnachweis: enapress.com (Archiv)


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