Studie: Deutsche Reisende zahlen mehr für Ruhe, Sauberkeit und personalisierte Hotelerlebnisse - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Studie: Deutsche Reisende zahlen mehr für Ruhe, Sauberkeit und personalisierte Hotelerlebnisse
Amadeus-Report „Travel Dreams 2026“ zeigt wachsende Bedeutung von mentaler Erholung beim Reisen
Studie: Deutsche Reisende zahlen mehr für Ruhe, Sauberkeit und personalisierte Hotelerlebnisse

Reisen wird für viele Deutsche zunehmend zu einer Form der mentalen Erholung. Das zeigt der neue Report „Travel Dreams 2026: From data to delight“ des Technologieunternehmens Amadeus. Die Studie macht deutlich, dass Urlaub für viele nicht mehr nur Freizeit bedeutet, sondern als bewusster Ausgleich zum Alltag verstanden wird. Entspannung, digitale Auszeiten und individuell zugeschnittene Hotelerlebnisse rücken stärker in den Mittelpunkt der Reiseplanung.

Für die Untersuchung wurden weltweit 6.000 Reisende sowie 500 Hoteliers befragt, darunter 1.000 Urlauber aus Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Deutsche Reisen gezielt nutzen möchten, um Abstand vom Alltag zu gewinnen, neue Perspektiven zu entdecken und ihr persönliches Wohlbefinden zu stärken.

„Travel Dreams 2026“ zeigt, dass die Deutschen Reisen zunehmend als Mittel zur mentalen Erholung und für das persönliche Wohlbefinden nutzen. Der Wunsch nach einem ruhigeren Nervensystem und nach Reisezielen, die zu einem digitalen Detox anregen, spiegelt sich auch in operativen Details wider – etwa darin, Reisenden Zeit, Ruhe und Komfort zu bieten und Ihnen ein Gefühl emotionaler Sicherheit zu vermitteln“, sagt Jan Kamenicek, Regional Vice President, Central and Northern Europe bei Amadeus.

Mentaler Reset wird zum zentralen Reisemotiv

Mehr als die Hälfte der befragten deutschen Reisenden sieht Reisen inzwischen als Möglichkeit zur mentalen Regeneration. Rund 52 Prozent geben an, dass sie von einer Reise mit einem „ausgeglichenen Nervensystem“ zurückkehren möchten. Für ein Drittel der Befragten ist ein ideales Reiseziel zudem ein Ort, der dazu inspiriert, bewusst digital abzuschalten, weil die reale Umgebung interessanter ist als die digitale Welt.

Diese Entwicklung beeinflusst auch die Erwartungen an Hotels. Komfort, Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig spielen praktische Aspekte eine wichtige Rolle: 85 Prozent der deutschen Reisenden legen bei der Hotelwahl Wert auf eine einfache Online-Buchung und eine überzeugende digitale Präsenz.

Auch Sauberkeit bleibt ein entscheidendes Kriterium. 92 Prozent der Befragten geben an, dass eine hohe Sauberkeitsbewertung ihre Entscheidung für ein Hotel maßgeblich beeinflusst. Ebenso beziehen 85 Prozent Gästebewertungen aktiv in ihre Auswahl ein.

Personalisierte Hotelerlebnisse schaffen zusätzliche Umsatzchancen

Die Studie zeigt zudem eine hohe Bereitschaft, für individuelle Zusatzleistungen mehr zu bezahlen. 80 Prozent der deutschen Reisenden würden beispielsweise einen Aufpreis für eine bestimmte Aussicht oder eine bevorzugte Etage im Hotelzimmer akzeptieren.

Auch spezielle Wellness- oder Gesundheitsangebote stoßen auf Interesse. Unter Geschäftsreisenden wären 68 Prozent bereit, für ein Eisbad oder eine mobile Sauna im Zimmer zusätzlich zu zahlen. Mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 51 Prozent, würde zudem für eine verbesserte Luftqualität im Zimmer – etwa durch erhöhten Sauerstoffgehalt – einen Aufpreis akzeptieren.

Insgesamt wünschen sich 66 Prozent der deutschen Reisenden stärker personalisierte Reiseerlebnisse. Für Hotels eröffnet dies neue Möglichkeiten, zusätzliche Erlöse zu generieren, etwa durch gezielt buchbare Zimmerattribute oder individuelle Serviceangebote.

Künstliche Intelligenz im Hotelbetrieb auf dem Vormarsch

Parallel dazu gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Hotelmanagement weltweit an Bedeutung. Von den 500 im Rahmen der Studie befragten Hoteliers plant lediglich ein Betrieb, im Jahr 2026 nicht in KI zu investieren. Im Durchschnitt sollen Hotels weltweit rund 320.000 US-Dollar pro Haus in entsprechende Technologien investieren.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Bereichen wie Revenue Intelligence, Prognosen zur Auslastung, automatisierten Abläufen und Chatbots. Bereits heute nutzen 56 Prozent der Hoteliers KI-gestützte Systeme für dynamische Preisgestaltung und Umsatzsteuerung, während 50 Prozent die Technologie zur Prognose von Auslastung und Personalbedarf einsetzen.

Deutsche Reisende begegnen der Technologie jedoch zurückhaltender als der internationale Durchschnitt. Nur 52 Prozent verlassen sich bei Reiseentscheidungen ausschließlich auf KI-generierte Suchzusammenfassungen, weltweit sind es 69 Prozent.

Viele nutzen KI eher unterstützend: 38 Prozent greifen bei der Reiseplanung darauf zurück, 34 Prozent bei der Suche nach Reisezielen und Ideen. Während der Reise selbst verwenden lediglich 30 Prozent entsprechende Anwendungen, etwa für Navigation, Übersetzungen oder lokale Empfehlungen.

Nachhaltigkeit wird zunehmend entscheidungsrelevant

Neben Komfort und Personalisierung spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle bei der Wahl der Unterkunft. 65 Prozent der deutschen Reisenden geben an, dass Umweltkriterien ihre Hotelentscheidung beeinflussen. Im weltweiten Vergleich liegt dieser Wert mit 75 Prozent noch höher.

Viele Gäste sind zudem bereit, für nachhaltigere Angebote mehr zu bezahlen. Deutsche Reisende würden im Durchschnitt 8,4 Prozent mehr für eine Übernachtung in einem Hotel mit strengeren Umweltstandards zahlen. Global liegt dieser Wert bei 11,7 Prozent.

Auch auf Seiten der Hoteliers gewinnt das Thema an Gewicht. Alle im Rahmen der Studie befragten Betriebe planen im Jahr 2026 Investitionen in Nachhaltigkeitsinitiativen, im Durchschnitt rund sieben Prozent ihrer Gesamtausgaben. Mehr als ein Drittel der Hoteliers sieht Nachhaltigkeit zudem als entscheidenden Faktor zur Differenzierung im Wettbewerb.

„KI und Nachhaltigkeit verändern das Reisen: Beide müssen das menschliche Erlebnis verbessern, nicht ersetzen. KI sollte im Hintergrund wirken, Reibungsverluste reduzieren sowie Bedürfnisse antizipieren und es dem Personal ermöglichen, sich auf die persönliche Betreuung der Gäste zu konzentrieren. Gleichzeitig schaffen starke Nachhaltigkeitsinitiativen Vertrauen, beeinflussen Entscheidungen und können sogar höhere Preise rechtfertigen. Gemeinsam prägen sie die Hotels, die Reisende zunehmend suchen“, sagt Francisco Pérez-Lozao Rüter, President Hospitality von Amadeus.

Bildnachweis: © AA


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