Tourexpi
Die
Sommersaison 2026 startet mit starken Buchungssignalen für Europas
Urlaubsdestinationen. Besonders Ziele rund um das Mittelmeer profitieren von
der hohen Nachfrage. Reiseveranstalter beobachten zugleich eine deutlich
längere Vorausbuchungsfrist: Im Durchschnitt sichern sich Gäste ihren
Sommerurlaub inzwischen mehr als sieben Monate im Voraus.
Mit
Blick auf die Internationale Tourismusbörse in Berlin zeigt sich die Branche
entsprechend zuversichtlich. Viele Reisende haben ihre Urlaubspläne bereits
konkretisiert, andere lassen sich noch inspirieren. Der Wunsch nach Erholung
und Reisen bleibt hoch – trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und
geopolitischer Spannungen.
Buchungen
erfolgen immer früher
Die
durchschnittliche Vorausbuchungsfrist für den Sommerurlaub ist weiter gestiegen
und liegt derzeit bei 213 Tagen. Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr lag
sie noch bei 205 Tagen. Besonders Familien sichern sich ihre Reisen frühzeitig,
häufig um von attraktiven Kinderfestpreisen zu profitieren.
„Die
ITB ist für uns jedes Jahr der erste echte Gradmesser für die neue Saison. Die
Signale sind klar: Tourismus bleibt widerstandsfähig. Die Menschen wollen
reisen und priorisieren Urlaub weiterhin sehr hoch“, sagt Benjamin Jacobi,
Vorsitzender der Geschäftsführung von TUI Deutschland.
Eine
repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts Appinio unter mehr als
2.000 Bürgern bestätigt diese Entwicklung. Rund 31,8 Prozent der Befragten
haben ihren Sommerurlaub bereits gebucht oder fest eingeplant. Weitere 52,7
Prozent planen eine Reise, haben sich aber noch nicht endgültig entschieden.
Lediglich 15,6 Prozent geben an, in diesem Jahr nicht verreisen zu wollen.
„Mehr
als die Hälfte der Menschen hat die Urlaubspläne bereits im Kopf, aber noch
nicht im Warenkorb. Hier liegt in den kommenden Wochen enormes Potenzial. Das
stimmt uns sehr positiv für das weitere Buchungsgeschehen“, so Jacobi.
Europa
bleibt das wichtigste Reiseziel
Europa
ist auch 2026 das mit Abstand wichtigste Urlaubsziel deutscher Reisender. Laut
Umfrage planen 57,6 Prozent der Befragten eine Reise innerhalb Europas.
Besonders bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren ist der Anteil mit
63 Prozent noch höher.
Rund
jeder fünfte Urlauber plant zudem eine Reise innerhalb Deutschlands. Fernreisen
bleiben ebenfalls gefragt, vor allem nach Asien, Afrika sowie nach Nord- und
Südamerika.
Die
Buchungen der Veranstalter spiegeln dieses Bild wider. Knapp drei Viertel aller
Sommerbuchungen entfallen auf europäische Ziele. Besonders gefragt sind
weiterhin klassische Mittelmeerregionen wie Antalya, Mallorca und Kreta.
Griechenland
entwickelt sich zum Saisongewinner
Innerhalb
Europas gehört Griechenland zu den großen Gewinnern der Saison. Inseln wie
Kreta, Rhodos oder Kos verzeichnen eine besonders starke Nachfrage und rücken
im Länderranking dicht hinter Spanien.
TUI
bringt jährlich rund vier Millionen Gäste nach Griechenland und betreibt dort
etwa 50 eigene Hotels. Allein die Airline TUI fly verbindet Deutschland
wöchentlich rund 180 Mal mit den Inseln Kreta, Rhodos und Kos.
„Griechenland
begeistert mit seiner Vielfalt – von Badeurlaub bis Kultur. Die Nachfrage
wächst weiter dynamisch. Für uns ist Griechenland einer der strategischen
Wachstumsmärkte im Mittelmeerraum“, betont Jacobi.
Auch
andere Mittelmeerziele legen zu. Die Kanarischen Inseln bleiben beliebt, ebenso
Zypern und Tunesien. Ägypten gewinnt zunehmend auch im Sommer an Bedeutung.
Nach der Wiederaufnahme von Direktflügen nach Sharm el Sheikh und der
Wiedereröffnung des TUI Magic Life Redsina steigen die Buchungen auf der
Sinai-Halbinsel deutlich. Hurghada gehört inzwischen zu den beliebtesten
Zielgebieten.
Neue
Impulse bei Autoreisen und Inlandstourismus
Bei
Autoreisen setzt TUI im Sommer 2026 verstärkt auf Italien und erweitert das
Angebot um 70 zusätzliche Hotels. Neue Familienangebote entstehen unter anderem
am Gardasee und auf Sardinien.
Auch
Urlaub im eigenen Land bleibt gefragt. Entsprechend bauen Veranstalter ihre
Programme in Deutschland weiter aus. Neue Familienangebote entstehen etwa in
der Lüneburger Heide und an der Mosel.
Fernreisen
bleiben gefragt
Auf
der Fernstrecke führen weiterhin die USA das Ranking an. Dahinter folgen
Thailand, die Malediven, die Vereinigten Arabischen Emirate und Mauritius.
„Die
USA bleiben auf Platz eins. Aktuell profitieren Gäste von attraktiven Preisen
bei Hotels und Flügen sowie vom günstigen Dollar. Das eröffnet zusätzliche
Chancen für Fernreisen“, sagt Jacobi.
Besonders
dynamisch entwickelt sich derzeit die Nachfrage nach Zielen in Asien sowie im
Indischen Ozean. Thailand gehört zu den gefragtesten Fernzielen, während
Mauritius und die Seychellen ebenfalls deutlich zulegen.
Strandlage
bleibt entscheidendes Buchungskriterium
Bei
der Wahl der Unterkunft spielt für viele Urlauber vor allem die Lage eine
zentrale Rolle. Für knapp die Hälfte der Befragten ist der direkte Zugang zum
Strand oder zumindest Strandnähe das wichtigste Kriterium.
Auch
eine gute Verkehrsanbindung, Meerblick und positive Gästebewertungen
beeinflussen die Entscheidung vieler Reisender. Kulinarische Angebote und
Poolanlagen gewinnen ebenfalls an Bedeutung.
Adults-only
und Solo-Reisen im Aufwind
Zielgruppenspezifische
Urlaubsangebote gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mehr als 64 Prozent der
Befragten finden Hotels ohne Kinder attraktiv. Als wichtigste Gründe nennen sie
Ruhe und Erholung, Zeit zu zweit oder persönliche Auszeit.
Parallel
wächst das Interesse an Solo-Reisen. Mehr als die Hälfte der Befragten zeigt
sich offen für das Thema. Rund ein Drittel ist bereits allein verreist und
würde dies erneut tun. Etwa elf Prozent planen konkret eine Solo-Reise.
Beliebte
Ziele für Alleinreisende sind Mallorca, Antalya, Kreta und Fuerteventura.
Besonders gefragt sind Clubangebote, die Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten
ermöglichen.
„Wir
sehen eine klare Nachfrage nach maßgeschneiderten Urlaubskonzepten. Ob
Adults-only, Cluburlaub oder Soloreisen – unsere Gäste erwarten Produkte, die
exakt zu ihrer Lebenssituation passen“, sagt Jacobi.
Künstliche
Intelligenz verändert die Reiseplanung
Auch
die Nutzung künstlicher Intelligenz nimmt bei der Reiseplanung zu. Laut Umfrage
greift bereits mehr als die Hälfte der Befragten in unterschiedlicher
Intensität auf KI zurück – sei es regelmäßig, für einzelne Planungsschritte
oder gelegentlich.
„KI
ist für uns kein Zukunftsszenario, sondern gelebte Praxis. Ob personalisierte
Angebote, dynamisches Pricing, effizientere Prozesse bei Airline und Hotel oder
in unserer App – wir setzen KI gezielt ein, um das Urlaubserlebnis besser und
individueller zu machen“, erklärt Jacobi.
Ein
Beispiel ist das Rundreiseportal TUI Tours. Dort unterstützt ein KI-basierter
Planer Reisebüros dabei, individuelle Rundreisen in wenigen Minuten
zusammenzustellen. Besonders gefragt sind derzeit Selbstfahrerreisen in
Nordamerika sowie Fernziele wie Japan oder Südkorea.
Beliebte
Sommerwochen werden knapp
Trotz
der starken Frühbucherzahlen bestehen weiterhin gute Chancen auf attraktive
Urlaubsangebote. Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass besonders gefragte
Reisezeiträume im Juli und August schneller ausgebucht sein könnten.
„Zu
früh ist nie zu spät – auch jetzt gibt es noch attraktive Angebote,
insbesondere für die Türkei, Griechenland oder Mallorca. Wer flexibel ist,
findet sehr gute Preise und hat weiterhin gute Chancen auf seinen
Wunschurlaub“, sagt Jacobi.
Bildnachweis:
© TUI
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