Familien wandern auf Tierspuren im Bayerischen Wald - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
Familien wandern auf Tierspuren im Bayerischen Wald
Neun thematische Wege machen Tierwelt, Bewegung und Naturerlebnis für Kinder und Eltern erlebbar
Familien wandern auf Tierspuren im Bayerischen Wald

Wandern wird im Bayerischen Wald für Familien zur Entdeckungsreise. Zwischen dichten Wäldern, Flüssen und sanften Hügeln führen thematisch gestaltete Tierwanderwege mitten hinein in die Lebensräume heimischer Tiere. Ob auf der Spur des Luchses, beim Watgang durch einen Bach oder in Begleitung von Eseln und Alpakas – die Routen verbinden Bewegung, Naturerlebnis und spielerisches Lernen und richten sich gezielt an Familien mit Kindern.

Auf Samtpfoten durch den Nationalpark

Der Luchspfad zwischen Bayerisch Eisenstein und Lindberg zählt zu den längsten Tiererlebniswegen der Region. Auf 31,5 Kilometern folgt er den Spuren des scheuen Pinselohrs durch ursprüngliche Waldlandschaften, vorbei an historischen Stationen wie der Trifterklause Schwellhäusl bis zum Zwieslerwaldhaus. Familien können die Strecke in Etappen aufteilen oder mit der Waldbahn abkürzen und tauchen dabei tief in die Wildnis des Nationalparks ein.

Bärenwissen zwischen Grafenau und Neuschönau

Auf dem Bärenpfad begleiten zwei kleine Bärengeschwister Familien durch Wald und Geschichte. Entlang des Weges vermitteln Erlebnisstationen Wissen über Lebensweise, Nahrung und Verhalten der Tiere. Der Pfad verbindet Naturerlebnis mit regionaler Geschichte und beginnt im Kur-Erlebnispark Bäreal in Grafenau, bevor er am Bärengehege im Nationalpark endet, wo sich mit etwas Glück echte Braunbären beobachten lassen.

Ein Fluss als Wanderweg

Ein bundesweit einzigartiges Erlebnis bietet der Eisvogelsteig bei Arnschwang. Ausgestattet mit Wathose und Sicherung geht es direkt durch den Fluss Chamb. Kinder ab acht Jahren können hier gemeinsam mit ihren Eltern im Wasser wandern, Sandbänke und kleine Stromschnellen passieren und dabei mehr über den farbenprächtigen Eisvogel erfahren. Naturkunde und Abenteuer gehen auf diesem Flusswanderweg unmittelbar ineinander über.

Entschleunigung mit tierischer Begleitung

Geführte Eselwanderungen in der Region Sonnenwald bei Schöllnach setzen bewusst auf ein gemächliches Tempo. Die trittsicheren Tiere bestimmen den Rhythmus, während Kinder lernen, Geduld und Ruhe zu schätzen. Die Strecken werden individuell angepasst und lassen sich mit besonderen Erlebnissen wie einer Übernachtung im Tiny House verbinden.

Sanfte Begleiter aus den Anden

Alpaka-Touren an mehreren Standorten im Bayerischen Wald sprechen vor allem jüngere Wanderer an. Die ruhigen Tiere begleiten Familien auf zwei- bis dreistündigen Wanderungen, bei denen Wissenswertes über Herkunft, Haltung und Verhalten der Alpakas vermittelt wird. Die Begegnung mit den Tieren steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie das gemeinsame Naturerlebnis.

Die Welt der Bestäuber entdecken

Der Bienenerlebnisweg in Freyung widmet sich den Honig- und Wildbienen. Entlang des Weges erklären Schautafeln anschaulich, welche Rolle die Insekten im Ökosystem spielen und wie Honig entsteht. Besonders im Frühling und Sommer wird die Wanderung zu einem sinnlichen Erlebnis zwischen blühenden Wiesen.

Schuppen und Vorurteile

In Langdorf führt ein vier Kilometer langer Reptilienpfad in die Lebensräume von Kreuzotter, Ringelnatter und Eidechsen. Interaktive Stationen räumen mit Ängsten auf und vermitteln Wissen über die oft missverstandenen Tiere. Ergänzt wird der Weg durch weite Ausblicke über den Bayerischen Wald und ein Quizangebot für Kinder.

Fledermäuse bei Tageslicht

Der Fledermaus-Lehrpfad in Rinchnach macht nachtaktive Tiere tagsüber erlebbar. Lebensgroße Modelle und Mitmachstationen erklären Echoortung, Winterschlaf und Jagdverhalten. Der Weg ist in ein Waldspielgelände integriert und eignet sich auch für Familien mit jüngeren Kindern.

Kleine Baumeister im Urwaldgebiet

Der barrierearme Rundwanderweg Ameise im Nationalpark Bayerischer Wald ist drei Kilometer lang und auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl gut befahrbar. Er führt durch das Urwaldgebiet Mittelsteighütte, das mit seinen Totholzbeständen zahlreichen Insekten- und Pilzarten Lebensraum bietet und den Blick auf die oft übersehenen Leistungen kleiner Tiere lenkt.

Die Tierwanderwege des Bayerischen Waldes zeigen, wie vielseitig Familienurlaub in der Natur sein kann. Gerade im Frühjahr, wenn viele Tiere aktiv sind, wird das größte Waldgebirge Mitteleuropas zur Bühne für gemeinsame Entdeckungen und bleibende Erinnerungen. Weitere Informationen finden sich unter www.bayerischer-wald.de.

Bildnachweis: © Stefanie Felgenhauer


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