Digitale Identität verändert die Reisewirtschaft - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Digitale Identität verändert die Reisewirtschaft
Ein neues DRV-Whitepaper zeigt, wie sich Unternehmen auf die EU Digital Identity Wallet vorbereiten können
Digitale Identität verändert die Reisewirtschaft

Die Digitalisierung der Identitätsprüfung steht vor einem grundlegenden Wandel. Mit der Einführung der EU Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) und der neuen eIDAS-2.0-Verordnung entsteht eine europaweit einheitliche Infrastruktur für digitale Identitäten. Welche Auswirkungen dies auf die Touristik hat und wie sich Unternehmen frühzeitig darauf einstellen können, erläutert das neue Whitepaper „Digitale Identität in der Touristik – EU Digital Identity Wallet und eIDAS 2.0“, das der Deutsche Reiseverband (DRV) veröffentlicht hat.

Orientierung für die Reisewirtschaft

Die EUDI Wallet ist eine staatlich anerkannte digitale Brieftasche, in der Identitäten, Nachweise und Berechtigungen sicher gespeichert und verwaltet werden können. Das Whitepaper wurde vom DRV-IT-Ausschuss als Orientierungshilfe für Unternehmen der Reisewirtschaft erarbeitet. Federführend beteiligt waren Alexander Breitkreuz (Dertour), Jörg Götz (Vtours), Nicole Ludwig (LMX) und Oliver Rengelshausen (Travel Perspectives). DRV-Mitgliedsunternehmen können das Dokument ab sofort im Bereich Digitalisierung auf der Verbandswebsite herunterladen.

„Die EUDI Wallet ist weit mehr als eine technische Innovation. Sie verändert die Art und Weise, wie Identitäten künftig entlang der gesamten Customer Journey nachgewiesen und verarbeitet werden“, erläutert Nicole Ludwig, Vorsitzende des DRV-IT-Ausschusses. „Die digitale Identität wird in den kommenden Jahren so selbstverständlich werden wie heute das Online-Ticket oder die digitale Bordkarte. Für die Reisewirtschaft bietet sich jetzt die Chance, Prozesse neu zu denken und gleichzeitig die Erwartungen der Reisenden an Komfort, Sicherheit und Datenschutz besser zu erfüllen.“

Effizientere Prozesse entlang der gesamten Reise

Kaum eine Branche verarbeitet so viele Identitätsdaten wie die Touristik. Gleichzeitig führen Medienbrüche, wiederholte Dateneingaben und manuelle Prüfungen bislang häufig zu Mehraufwand und Fehlerquellen. Die EUDI Wallet soll diese Prozesse künftig vereinfachen und eine sichere sowie komfortable Nutzung digitaler Identitäten ermöglichen.

Das Whitepaper erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen ebenso wie die technologischen Grundlagen der Wallet. Darüber hinaus beschreibt es konkrete Einsatzmöglichkeiten – von der Reisebuchung über Check-in und Boarding bis zur Hotelregistrierung sowie weiteren touristischen Leistungen entlang der gesamten Reisekette.

Unternehmen sollten frühzeitig handeln

Neben den Auswirkungen auf Geschäftsprozesse und IT-Strukturen enthält die Publikation auch konkrete Handlungsempfehlungen für Reiseveranstalter, Reisebüros, Geschäftsreiseanbieter und touristische Technologieunternehmen. Obwohl die verpflichtende Akzeptanz der Wallet erst schrittweise eingeführt wird, empfiehlt der DRV, die notwendigen technologischen und organisatorischen Voraussetzungen bereits jetzt zu schaffen.

Parallel dazu treibt der Verband die praktische Umsetzung voran. Im Rahmen des Projekts DRV-STRING arbeitet der DRV bereits an der Integration walletbasierter Identitätsdaten in touristische Buchungsprozesse. Ziel ist es, gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen praxistaugliche und interoperable Lösungen für die Branche zu entwickeln.

Bildnachweis: © DRV


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