rtk Dialogtage zur richtigen Positionierung des stationären Vertriebs - Wissen, was im Tourismus los ist!



Türkei
rtk Dialogtage zur richtigen Positionierung des stationären Vertriebs
„Digital mit Optimismus und Kompetenz“ – Reisebüros starten in erfolgreiche Zukunft.
rtk Dialogtage zur richtigen Positionierung des stationären Vertriebs

Nach Abschluss ihrer Dialogtage konnte die rtk ein positives Fazit ziehen: „Der gemeinsame Wille und der Zusammenhalt, die sich hier gezeigt haben, machen uns zuversichtlich, dass wir die Belastungen der letzten zwei Jahre bald hinter uns lassen“, so rtk Geschäftsführer Thomas Bösl im türkischen Antalya, wo die Veranstaltung am Samstag zu Ende ging. Neben den rtk Partnern waren hochrangige Branchenvertreter eingeladen, um die aktuelle Lage und die Aussichten für die Touristik zu erörtern. In den Diskussionen und Vorträgen wurde eines deutlich: Nach schwierigen Jahren ist der Blick wieder zuversichtlich nach vorne gerichtet.

Im Fokus des dreitägigen Programms stand neben dem Meinungsaustausch zwischen rtk Partnern, Hoteliers, IT-Spezialisten und Veranstaltern die Frage nach der richtigen Positionierung des stationären Vertriebs. In seiner Eröffnungsrede stellte Thomas Bösl den rund 350 Teilnehmenden die neue Digitalisierungsplattform der rtk mit den Kernbereichen meinreisebüro24 und dem digitalen Mitarbeiter TONI vor. Sie ermöglichen die individuelle Ansprache der Kunden und ihre umfassende Betreuung vor, während und nach der Reise. Dabei stützt sich die Plattform auf modernste IT und nützt die Vorteile künstlicher Intelligenz. Bösl ist davon überzeugt, dass die Digitalisierung erhebliche Chancen für die Reisebüros birgt und fordert sie auf, die digitale Herausforderung mit Optimismus anzunehmen. Angesichts des Fachkräftemangels sorge die Automatisierung von Prozessen nicht zuletzt auch für eine deutliche Entlastung der Beschäftigten in den Reisebüros. 

Zum Verhältnis zwischen Vertrieb und Veranstaltern sagte der rtk Geschäftsführer: „Wir brauchen neue Lösungen, die wir gemeinsam in Verhandlungen auf Augenhöhe finden.“ Damit bezog sich Bösl insbesondere auf die Staffel- und Volumenprovisionen, die er als „retro“ bezeichnete: „Da wir im laufenden Jahr keine verlässliche Planung haben und voraussichtlich auch im Winter 22/23 die Planung schwierig ist, sind Steigerungs- bzw. Volumenstaffeln nicht das richtige Mittel. Vertrieb und Veranstalter müssen gemeinsam eine neue Logik finden.“ 

Vor dem Hintergrund der Flex-Tarife mahnte rtk Geschäftsführer Lars Helmreich „eine langfristige Absicherung“ an. „Wir müssen aufpassen, dass der Kunde nicht falsch erzogen wird, so dass die Flex-Optionen zum Damoklesschwert werden. Flexibilität müsse Geld kosten, wie es bereits bei den Airlines der Fall sei.

rtk Chef Bösl verwies in seiner Rede zudem auf das drängende Thema Klima und Umweltschutz. Angesichts der Dimension sei Nachhaltigkeit im Tourismus eine Aufgabe der gesamten Branche.

Krise für beendet erklärt

Die positiven Zukunftsaussichten wurden in der Diskussionsrunde mit DRV-Präsident Norbert Fiebig, FTI-CEO Ralph Schiller, Chief Customer Officer von TUI Deutschland Hubert Kluske, bentour-Geschäftsführer Deniz Ugur und rtk Geschäftsführer Helmreich zum Thema „Ende der Krise oder Krise ohne Ende - Die Branche nach zwei Jahren Pandemie“ deutlich. So erklärten die Diskussionsteilnehmer die Krise nahezu einhellig für beendet. „Der Optimismus, der in der Reisebranche vorherrscht, ist begründet. Wir hatten zwar Anfang des Jahres einen schwachen Buchungsstart, doch ab Mitte Februar lagen wir in jeder Woche bei Paxen und Umsatz deutlich über den Zahlen des Vergleichszeitraums in 2019“, so DRV-Chef Fiebig. „Das ist erfreulich, denn es bedeutet, dass die Kunden bereit sind, mehr Geld auszugeben. Für längeren Urlaub oder Produkte mit höherer Qualität.“ Der Krieg in der Ukraine habe sich nicht wie befürchtet auf das östliche Mittelmeer ausgewirkt. Die Türkei, Ägypten und Griechenland würden sich sehr gut entwickeln. Fiebig: „Das liegt auch an der Attraktivität der Angebote, allen voran in der Türkei mit ihren sehr guten Angeboten für Familien.“

Kreuzfahrt: Kundenzufriedenheit hoch – Preise niedrig

Besonders schwer von der Krise getroffen ist die Kreuzfahrt. Ihre Vertreter Alexander Ewig, Senior Vice President Marketing & Sales bei AIDA, Hapag Lloyd-Vertriebsleiter Carsten Sühring, Phoenix Reisen-Geschäftsführer Benjamin Krumpen und Oliver Wulf, Geschäftsführer von Travel & Cruises Company, stellten sich in einer Diskussionsrunde den Fragen. Obwohl die Kunden hoch zufrieden seien, so Thomas Bösl, täten sich die Anbieter schwer, die Preise wie bei der Pauschalreise anzuheben.

Die Branche rechne insgesamt mit deutlich mehr Buchungen. Bösl: „Dafür müssen wir aber gemeinsam als Veranstalter und Vertrieb etwas tun - vor allem wegen der Medienkritik bezüglich der Nachhaltigkeit.“ Dabei setze sich die Kreuzfahrt innerhalb der Schifffahrtsbranche am stärksten für Nachhaltigkeit ein und könne bereits zahlreiche Erfolge verbuchen. 

Steigerung der Zukunftsfähigkeit des Reisevertriebs

„Nicht nur die Reiselust ist gestiegen, die Leute haben auch Geld und Urlaubstage angespart“, macht Dr. Stefan Mang den Beteiligten Mut. Der Professor an der Uni Passau stellte die „Zukünftigen Anforderungen an den Reisevertrieb aus Kundensicht“ in den Mittelpunkt seiner Präsentation der Erkenntnisse aus dem Projekt ReiseZukunft. Dieses beschäftigt sich damit, wie sich klein- und mittelständische Unternehmen durch Digitalisierung, Schaffung neuer Angebotsformen, Serviceinnovationen und innovative Geschäftsmodelle zukunftsfähig aufstellen können. Die Customer Journey der Kunden sei heute hybrid. „Der Weg der Zukunft wird für Reisebüros ebenfalls hybrid sein, mit Präsenz online und offline.“

Reisebüros müssen smarter und mobiler werden 

Wie sehr moderne Informationstechnologie bereits Einzug in die Reisebüros gehalten hat und auch noch weiterhin halten wird, verdeutlichte der Vortrag „Vertrieb oder Vertriebene? – Touristik im digitalen Rausch“ von Roman Borch. Der Gründer einer Digitalagentur: „Die Veränderungen werden immer schneller. Deshalb wird es nach der Pandemie kein ‘back to the roots’ mehr geben. Reisebüros müssen immer smarter und mobiler werden, denn der Kunde will jetzt, sofort und alles.“

Möglichkeiten des Marketings im digitalen Zeitalter nutzen

Wie künstliche Intelligenz für die zielgerichtete Kundenansprache und -betreuung genutzt werden kann, zeigte rtk Bereichsleiter Paul Hochenleitner. Vor wenigen Tagen hatte die rtk den neuen, digitalen Mitarbeiter TONI vorgestellt. Er soll die Beschäftigten in den Reisebüros entlasten, indem er – gestützt auf Kundenhistorien – individuelle Angebote an die Kunden unterbreitet, online Termine verwaltet, Video-Beratungen unterstützt und Webseiten der Reisebüros im Internet bewirbt. Hochenleitner: „Man muss das Angebot machen, bevor der Kunde selbst zu suchen beginnt.“ Domenique Painsipp, Projektleiter für meinReisebüro ergänzt: „TONI trägt diesen Namen, weil er technisch versiert, online vernetzt und omnichannel-fähig ist. Er ist ein digitaler Mitarbeiter ohne Feierabend. Er betreut die Kunden rund um die Uhr, aber trotzdem individuell. Er sorgt für mehr Power im Reisebüro, so dass man sich dort besser um das Wesentliche kümmern kann: die Beratung.“

Online-Verfügbarkeit plus persönliche Beratungskompetenz

Von TONI schlug Thomas Bösl die Brücke noch einmal zu meinreisebüro24. In der größten Online-Plattform des stationären Vertriebs sind über 3.000 Reisebüros gelistet. Mit dem neutralen Reiseportal werden insbesondere Internet-affine Kundinnen und Kunden angesprochen, die ihren Urlaub bevorzugt im Web buchen, dafür aber gleichzeitig auf einen kompetenten Partner im stationären Reisebüro in ihrer Nähe Wert legen. 

rtk Marketing-Leiter Peter Möschl verdeutlichte schließlich, wie Neukundengewinnung durch Content-Marketing und emotionales Story-Telling funktioniert: „Weil man auch im analogen Bereich sichtbar bleiben sollte, feiern wir mit der Kampagne `Hier ist der Urlaub zuhause´ am 17. Juni den Tag des Reisebüros. Damit können Reisebüros jenseits digitaler Kampagnen auch diesen Impuls für einen starken Buchungsendspurt `Sommer 2022´ nutzen.“

Ehrungen und erholsamer Ausklang

Im Rahmen des Kongresses wurden schließlich Hüseyin Baraner und Ignacio Moll für ihre langjährige Unterstützung der rtk in den wichtigen Zielgebieten Türkei und Spanien geehrt.

Nach einem aufschlussreichen Kongresstag mit hochkarätigen Referenten und Diskussionsteilnehmern bot der folgende Tag dann noch Gelegenheit für die Besichtigung zahlreicher Sehenswürdigkeiten, bevor die Veranstaltung bei einem türkischen Abend ausklang. 

Bildnachweis: © rtk


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