Tourexpi
Die
Türkei hat ihre Position als eine der führenden Destinationen für den
internationalen Gesundheitstourismus weiter ausgebaut. Im ersten Quartal 2026
ließen sich 302.487 Patienten aus dem Ausland im Land behandeln. Der Umsatz des
Sektors erreichte in den ersten drei Monaten des Jahres 761,5 Millionen
US-Dollar. Damit setzt sich das Wachstum fort, das den Gesundheitstourismus zu
einem wichtigen Bestandteil des türkischen Tourismus und des
Dienstleistungsexports gemacht hat.
Patienten
aus Europa, dem Nahen Osten, den Balkanländern, den Turkstaaten sowie
Nordafrika reisen insbesondere für ästhetische und plastische Chirurgie,
Haartransplantationen, Zahnmedizin, Augenheilkunde, Orthopädie, Kardiologie,
Onkologie und weitere spezialisierte Behandlungen in die Türkei.
Höhere
Erlöse pro Patient stärken den Gesundheitstourismus
Nach
Angaben von Mustafa Eröğüt, Vorstandsmitglied des türkischen
Dienstleistungsexporteursverbands (HİB) und Vorsitzender des Ausschusses für
Gesundheitsdienstleistungen, setzte sich der positive Trend auch 2026 fort.
Während im Gesamtjahr 2025 rund 1,4 Millionen internationale Patienten
medizinische Leistungen in der Türkei in Anspruch nahmen und Einnahmen von 3,02
Milliarden US-Dollar erzielt wurden, entwickelte sich auch das erste Quartal
2026 dynamisch.
„In
den ersten drei Monaten des Jahres wurden 302.487 internationale Patienten in
unserem Land behandelt, während die Einnahmen aus dem Gesundheitstourismus
761,523 Millionen US-Dollar erreichten. Besonders der Anstieg der
Pro-Kopf-Einnahmen aus dem Gesundheitstourismus um rund 39 Prozent gegenüber
dem Vorjahreszeitraum zeigt, dass sich unser Land nicht nur zu einer
Destination entwickelt, die mehr Patienten empfängt, sondern zugleich deutlich
höhere Wertschöpfung erzielt.“
Nach
Einschätzung Eröğüts unterstreicht die Entwicklung die zunehmende
internationale Anerkennung der modernen Gesundheitsinfrastruktur, der
medizinischen Einrichtungen auf internationalem Niveau und der hohen
Qualifikation türkischer Ärzte und Fachkräfte.
Gesundheitstourismus
gewinnt für den Tourismus weiter an Bedeutung
Die
Türkei empfängt inzwischen Gesundheitstouristen aus rund 180 Ländern. Zu den
wichtigsten Quellmärkten zählen Deutschland, das Vereinigte Königreich, Irak,
Aserbaidschan, Russland, Libyen sowie die Golfstaaten. Gleichzeitig wächst die
Nachfrage aus Kasachstan, Usbekistan und weiteren zentralasiatischen Staaten
seit mehreren Jahren deutlich.
„Wir
beobachten insbesondere aus den zentralasiatischen Ländern eine bemerkenswerte
Nachfragesteigerung. Unser Sektor verfolgt nicht nur das Ziel, in bestehenden
Märkten weiter zu wachsen, sondern auch in neuen Märkten dauerhaft präsent zu
sein. Vor allem Subsahara-Afrika, die Golfstaaten, Osteuropa, Zentralasien und
Nordamerika verfügen über großes Potenzial. Mit gezielten Marketingmaßnahmen
wollen wir die internationale Bekanntheit der Marke Türkei im
Gesundheitstourismus weiter stärken“, sagte Eröğüt.
Der
Gesundheitstourismus leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zum
Dienstleistungsexport, sondern sorgt zugleich für zusätzliche Übernachtungen,
längere Aufenthalte und höhere touristische Ausgaben im Land.
Hochspezialisierte
Medizin steigert die Wertschöpfung
Zu
den gefragtesten medizinischen Leistungen gehören ästhetische und plastische
Chirurgie, Haartransplantationen, Zahnbehandlungen, Augenheilkunde, Orthopädie
und Traumatologie, Kardiologie, Onkologie, künstliche Befruchtung sowie
Adipositaschirurgie. Gleichzeitig gewinnt die Türkei bei hochspezialisierten
Behandlungen wie Organtransplantationen, robotergestützter Chirurgie oder
Herz-Kreislauf-Operationen international weiter an Bedeutung.
Nach
Angaben Eröğüts liegt die durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgabe internationaler
Patienten inzwischen bei rund 2.500 US-Dollar. Bei komplexen Behandlungen in
Bereichen wie Onkologie, Herzchirurgie, Organtransplantation oder robotischer
Chirurgie können die Behandlungskosten zwischen 10.000 und 50.000 US-Dollar
liegen.
„Unser
Ziel ist es, die Erfahrungen internationaler Patienten kontinuierlich zu
verbessern, uns noch stärker auf Hightech-Behandlungen zu konzentrieren und die
Marke Türkei weiter auszubauen. So wollen wir sowohl die Zahl der
internationalen Patienten als auch die Einnahmen pro Patient nachhaltig
steigern.“
Qualität
und Sicherheit als Wettbewerbsfaktoren
Nach
Angaben des HİB verfügt die Türkei heute in mehr als 40 Städten über mehr als
1.500 Einrichtungen, die Leistungen im Gesundheitstourismus anbieten.
Zahlreiche Kliniken besitzen internationale Akkreditierungen, darunter
Zertifizierungen der Joint Commission International (JCI).
Als
wichtigste Wettbewerbsvorteile gelten hohe medizinische Qualitätsstandards,
moderne Technologie, erfahrene Ärzte sowie Behandlungskosten, die nach Angaben
des Verbands häufig 40 bis 70 Prozent unter vergleichbaren Preisen in Europa
liegen.
Um
die internationale Reputation langfristig zu sichern, setzt die Branche
verstärkt auf staatlich autorisierte Gesundheitsdienstleister und die Plattform
„Heal in Türkiye“. Gleichzeitig warnte Eröğüt internationale Patienten davor,
medizinische Leistungen über nicht autorisierte Vermittler zu buchen oder sich
ausschließlich auf Angebote in sozialen Medien zu verlassen.
Bildnachweis:
© Mit AI erstellte Illustration
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