Antalya setzt auf höhere Einnahmen pro Übernachtung - Wissen, was im Tourismus los ist!



Türkei
Antalya setzt auf höhere Einnahmen pro Übernachtung
AKTOB-Präsident Kavaloğlu nennt 125 Dollar als mittelfristiges Ziel
Antalya setzt auf höhere Einnahmen pro Übernachtung

Die türkische Ferienregion Antalya richtet ihre Tourismusstrategie neu aus. Kaan Kaşif Kavaloğlu, Vorsitzender des Verbands der touristischen Hoteliers und Betreiber im Mittelmeerraum (AKTOB), betont, dass künftig nicht mehr allein die Zahl der Gäste im Mittelpunkt stehe, sondern die erzielten Einnahmen.

Einnahmen statt reiner Wachstumszahlen

Antalya erreiche mit jährlich rund 17 Millionen Gästen bereits ein sehr hohes Niveau, erklärt Kavaloğlu. Vor diesem Hintergrund liege die strategische Priorität nun darin, die bestehende Nachfrage zu stabilisieren und zugleich die Erlöse pro Gast zu steigern.

„Die Übernachtungserlöse, die einst im Bereich von 80 Dollar lagen, nähern sich heute 110 Dollar“, sagt Kavaloğlu. „Wir gehen davon aus, dass wir innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren das Niveau von Frankreich und Spanien erreichen können, wo die durchschnittlichen Einnahmen pro Nacht bei 125 Dollar liegen.“

Erlebnisorientierte Angebote gewinnen an Bedeutung

Eine zentrale Rolle bei der Steigerung der Pro-Kopf-Einnahmen spielen nach Einschätzung des AKTOB-Präsidenten erlebnisorientierte Angebote. Insbesondere die Gastronomie werde nicht mehr ausschließlich als Servicebereich verstanden, sondern als integraler Bestandteil des Urlaubserlebnisses.

Hotels setzten verstärkt auf regionale und geografisch geschützte Produkte. Kulinarische Erfahrungen prägten die Erinnerung der Gäste nachhaltig. „Menschen verzichten nicht auf Urlaube, die sie über den Geschmack erlebt haben, und sie vergessen diese Erlebnisse nicht“, so Kavaloğlu.

Nachhaltigkeit als Leitmotiv der neuen Phase

Neben der Einnahmenentwicklung rückt die Nachhaltigkeit zunehmend in den Mittelpunkt der touristischen Ausrichtung. Das klassische Modell aus „Meer, Sand und Sonne“ habe sich bereits während der Pandemie um Aspekte der Sicherheit erweitert.

Heute sei Nachhaltigkeit zu einem grundlegenden Prinzip geworden, betont Kavaloğlu. Digitalisierung, technologische Entwicklungen und veränderte Erwartungen jüngerer Generationen beeinflussten die Branche maßgeblich. „Wir haben Nachhaltigkeit zu unserer zentralen Philosophie gemacht und werden den türkischen Tourismus auf dieser Grundlage weiterentwickeln.“

Tourismus als vernetztes System

Kavaloğlu hebt zudem die Bedeutung des touristischen Gesamtsystems hervor. Tourismus sei weit mehr als Hotellerie allein und funktioniere nur im Zusammenspiel zahlreicher Akteure.

„Vom Polizeibeamten am Flughafen über das Hotelpersonal bis hin zu Transferdiensten, Reiseagenturen und Bodenpersonal – wir alle sind Teil eines großen Ökosystems“, erklärt Kavaloğlu. Bereits kleinere Störungen innerhalb dieser Struktur könnten die Urlaubserfahrung beeinträchtigen.

Antalya habe sich in diesem Zusammenspiel als stabil und leistungsfähig erwiesen. „Es gibt eine klare Erfolgsgeschichte. Unser Ziel ist es, diese Entwicklung nachhaltig fortzuführen.“

Bildnachweis: © AA


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