Tourexpi
Die
angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten sorgt derzeit für große Unsicherheit
bei Reisenden. Zahlreiche Urlauber fragen sich, ob geplante Reisen wie
vorgesehen stattfinden können. Wie Focus Online berichtet, haben mehrere
Reiseveranstalter im deutschsprachigen Markt inzwischen ihre Storno- und
Umbuchungsregelungen angepasst, um auf die aktuelle Situation zu reagieren.
Was
für Pauschalreisende rechtlich gilt
Bei
Pauschalreisen greifen grundsätzlich die Schutzmechanismen des europäischen
Reiserechts. Wenn außergewöhnliche Umstände – etwa militärische Konflikte,
gesperrte Lufträume oder gravierende Sicherheitsrisiken – eine Reise erheblich
beeinträchtigen, können Reisende unter bestimmten Voraussetzungen kostenfrei
vom Vertrag zurücktreten.
Entscheidend
ist dabei nicht allein die persönliche Sorge der Urlauber. Maßgeblich ist
vielmehr, ob am Reiseziel tatsächlich außergewöhnliche Ereignisse vorliegen,
die die Durchführung der Reise oder den Transport dorthin erheblich erschweren.
In der Praxis gilt eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts häufig als
wichtiges Indiz für eine solche Situation.
Sagt
der Veranstalter die Reise selbst ab, erhalten Kunden in der Regel den
vollständigen Reisepreis zurück. Wer eine Reise erst in einigen Wochen oder
Monaten geplant hat, sollte laut Branchenexperten zunächst abwarten.
Vorschnelle Stornierungen können je nach Tarif mit Gebühren verbunden sein.
Veranstalter
reagieren mit Sonderregelungen
Nach
Angaben von Focus Online haben mehrere große Reiseanbieter inzwischen flexible
Regelungen eingeführt oder Reisen in bestimmte Zielgebiete vorübergehend
gestrichen.
Alltours
hat Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Oman mit Anreise bis
zum 8. März 2026 kostenfrei storniert. Wenn Flüge über Drehkreuze in der Region
geplant waren, versucht der Veranstalter zunächst alternative Verbindungen
anzubieten.
Auch
Capital Holidays und Etihad Holidays ermöglichen kostenfreie Stornierungen für
Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman mit Abreise bis zum
gleichen Termin. Dies gilt ebenfalls für Reisen mit Zwischenstopps in diesen
Ländern.
Die
DER Touristik-Gruppe mit Marken wie ITS, Jahn Reisen und Meiers Weltreisen hat
Reisen in Regionen mit aktueller Reisewarnung bis zum 8. März abgesagt. Für
Ziele in der Golfregion – darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar,
Bahrain, Jordanien, Oman und Saudi-Arabien – können Kunden bei Abreisen bis
Ende März gebührenfrei auf andere Reiseziele umbuchen.
Eurowings
Holidays storniert laut Focus Online derzeit Buchungen nach Dubai und Abu Dhabi
mit kurzfristigen Abreisen automatisch und ohne Gebühren.
HolidayCheck
Reisen hat ebenfalls Pauschalreisen in die Vereinigten Arabischen Emirate bis
zum 8. März gestrichen. Kunden können ihre Buchung bis zu diesem Zeitpunkt
kostenlos stornieren.
Der
Veranstalter LMX erlaubt kostenfreie Stornierungen für Reisen in Gebiete mit
Reisewarnung bis zum 7. März.
Schauinsland-Reisen
hat Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Oman bis zum 10. März
abgesagt. Für Abreisen bis Ende März wird zudem eine kostenfreie Umbuchung auf
andere Reiseziele angeboten.
Auch
Marktführer TUI reagiert mit erweiterten Optionen. Für mehrere Länder der
Golfregion – darunter Katar, Bahrain, Jordanien, Oman, Kuwait und Saudi-Arabien
– sowie für die Vereinigten Arabischen Emirate sind Stornierungen bei
kurzfristigen Abreisen möglich. Umbuchungen auf andere Ziele werden ebenfalls
angeboten.
Der
Veranstalter Vtours hat Pauschalreisen in Regionen mit Reisewarnung für
kurzfristige Abreisen gestrichen und bietet für spätere Termine kostenlose
Umbuchungen an.
Auswirkungen
auf Flugverkehr und Kreuzfahrten
Die
Lage wirkt sich nicht nur auf klassische Pauschalreisen aus. Fluggesellschaften
müssen wegen teilweise gesperrter Lufträume ihre Routen anpassen oder Flüge
streichen. Besonders betroffen sind Verbindungen mit Umsteigeverbindungen über
Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha.
Auch
Kreuzfahrten sind von den Entwicklungen betroffen. Einige Reedereien haben
Fahrten in den betroffenen Gewässern vorübergehend eingestellt, während sich
andere Routen ändern mussten.
Reisende
sollten offizielle Informationen beachten
Da
sich die Situation schnell ändern kann, empfehlen Reiseveranstalter und
Behörden, sich regelmäßig über aktuelle Hinweise zu informieren. Maßgeblich
sind dabei die Mitteilungen der Veranstalter sowie die Reise- und
Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
Wer
sich derzeit in der Region aufhält, sollte geplante Fahrten zu Flughäfen oder
Häfen erst nach bestätigten Informationen durchführen. Zur Orientierung können
außerdem offizielle Warn-Apps des Auswärtigen Amts genutzt werden.
Bildnachweis:
© AA
Die meistgelesenen Nachrichten
Lesen Sie die Nachrichten

Coral Travel startet Floating Roadshows auf dem Rhein
Mit einem ungewöhnlichen Veranstaltungsformat hat Coral Travel den Auftakt seiner Floating Roadshows eingeläutet
Lesen Sie die Nachrichten

MSC Poesia startet Modernisierung vor erster Alaska-Saison
Die MSC Poesia hat das Trockendock der Palumbo Malta Shipyard erreicht
Lesen Sie die Nachrichten

Feel the Destination & Chill: rtk startet erste europaweite Türkei-Roadshow
Offen für alle Reisebüros / Türkei nutzt einzigartiges rtk Netzwerk / Anmeldung für ersten Termin in Düsseldorf ab sofort / Weitere Stationen in Österreich und Belgien
Lesen Sie die Nachrichten

TUI TRAVELStar unterstützt Wünschewagen mit 3 000 Euro
Verzicht auf Weihnachtspost ermöglicht Spende für letzte Wunschreisen
Lesen Sie die Nachrichten

Antigua und Barbuda verzeichnen solides Wachstum im Reisejahr 2025
Antigua und Barbuda haben das Jahr 2025 mit steigenden Besucherzahlen abgeschlossen
Lesen Sie die Nachrichten

Südafrika verstärkt Engagement in der DACH-Region auf der ITB Berlin 2026
Rekordzahlen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treiben strategische Marktbearbeitung voran
Lesen Sie die Nachrichten

Urlaubsguru Touristik startet Zwei-Marken-Strategie und plant Ausbau im Fremdvertrieb
Neue Premium-Linie ergänzt Lifestyle-Angebot, Portfolio umfasst rund 1.600 Hotels in acht Ländern
Lesen Sie die Nachrichten

Toronto: Supermärkte und Märkte werden zu kulinarischen Entdeckerorten
Toronto lässt sich nicht nur über Sehenswürdigkeiten, sondern auch über seine Lebensmittelkultur entdecken
Lesen Sie die Nachrichten

The Cormorant at 55 South: Silversea eröffnet 2026 südlichstes Hotel der Welt
Neues Haus in Puerto Williams wird zentraler Bestandteil des Antarctica Fly Cruise-Programms
Lesen Sie die Nachrichten

Paradise Cove Boutique Hotel auf Mauritius setzt auf diskreten Luxus für Erwachsene
Adults-only-Refugium an der Nordküste verbindet Privatsphäre, Kulinarik und nachhaltiges Engagement
Lesen Sie die Nachrichten

Capital Holidays und Etihad Holidays setzen vollständig auf nexTOs von Peakwork
Peakwork meldet einen weiteren Fortschritt bei der Einführung seiner Tour Operator Plattform nexTOs
Lesen Sie die Nachrichten

TAP Air Portugal startet 2026 neue Langstrecken und investiert in Porto
Orlando, Curitiba und São Luís do Maranhão ergänzen das Streckennetz, neue Kabinenklasse und 20-Millionen-Investition stärken Position der Airline
Lesen Sie die Nachrichten

Die Niederlande planen neue Flugsteuer: Türkei- und Marokko-Flüge deutlich teurer
Ab 2027 soll die Abgabe auf Mittel- und Langstrecken stark steigen – türkische Organisationen werden zu neuer Lobbyarbeit aufgerufen
Lesen Sie die Nachrichten

Eurowings weitet Dubai-Flüge ab Berlin auf Sommer aus und startet neue Rom-Verbindung
Airline erhöht Frequenzen, stärkt Europas Metropolen-Anbindung und bekennt sich langfristig zum BER
Lesen Sie die Nachrichten

Zugang statt Oberfläche: Hapag-Lloyd Cruises vertieft Expeditionen im Indischen Ozean
Zehn Warmwasser-Expeditionen der HANSEATIC nature setzen im Winter 2027/28 erstmals einen eigenständigen saisonalen Schwerpunkt zwischen Seychellen und Madagaskar
Lesen Sie die Nachrichten

Cancún fordert zusätzliche Polizeikräfte trotz aufgehobener US-Reisewarnung
Touristenhochburg in Quintana Roo verzeichnet hohe Auslastung, reagiert jedoch auf landesweite Sicherheitslage
Lesen Sie die Nachrichten

Moby produziert frischen Mozzarella direkt an Bord
Auf den Fähren Moby Fantasy und Moby Legacy entsteht Käse künftig live während der Überfahrt
Lesen Sie die Nachrichten

Südafrika setzt 2026 verstärkt auf Noctourismus
Von Lichtkunst in Kapstadt über urbane Night Markets bis zu Sternensafaris im Busch rückt das Land die Nacht als Erlebnisraum in den Fokus
Lesen Sie die Nachrichten

DERPART startet Management-Modell zur geregelten Nachfolge
Neues Angebot ermöglicht Reisebüro-Inhabern den Rückzug aus dem Tagesgeschäft ohne Unternehmensverkauf
Lesen Sie die Nachrichten

FYNE Travel eröffnet Standort in Mannheim
Mit dem Reisebüro Mannheimer Hof wächst das Luxusnetzwerk von Lufthansa City Center auf 14 Standorte
Lesen Sie die Nachrichten

Unter Afrikas Sternen: Wilderness setzt auf exklusive Star-Bed-Erlebnisse
Der Safarianbieter ermöglicht Übernachtungen im Freien in Namibia, Simbabwe, Ruanda und Botswana