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Monaco baut ins Meer und setzt auf Solarenergie
Im Mittelmeer entsteht das neueste auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Stadtviertel des Fürstentums, Anse du Portier.
Monaco baut ins Meer und setzt auf Solarenergie

Seit mehr als 150 Jahren passt Monaco seine Stadtplanung an das auf zwei Quadratkilometer begrenzte Gebiet zwischen Seealpen und Mittelmeer an. Dabei wird die städtische Landschaft ständig durch große strukturelle Projekte neu gestaltet, um den Anforderungen an das demographische Wachstum, die wirtschaftliche Attraktivität und nachhaltige Entwicklung des Fürstentums zu begegnen. Der neueste Stadtteil Monacos, Anse du Portier, entsteht derzeit auf einer Fläche von sechs Hektar im Mittelmeer – zu seinen ersten Bewohnern gehören Algen, wirbellose Tiere und Fische.

Seit den 1950er Jahren wurden 20 Prozent der Fläche von Monaco dem Mittelmeer abgerungen und urbar gemacht. So ist beispielsweise das beliebte Stadtviertel Fontvieille mit seinem Hafen vollständig ins Meer gebaut. Um die Entwicklung des Fürstentums weiterhin zu fördern und auf Verantwortlichkeiten und Herausforderungen zu reagieren, muss Monaco die Grundfläche seines Territoriums erweitern.

Die Realisierung des neuen Stadtviertels, unter der Projektleitung des Architekturbüros SAM L’Anse du Portier in Kooperation mit dem Bauunternehmen Bouygues Travaux Publics MC, stellt eine architektonische und technische Herausforderung dar, die den ehrgeizigen Zielen des Fürstentums entspricht: Die Reduzierung der Treibhausgasemissionen (CO2-Neutralität bis 2050) unter Berücksichtigung der Notwendigkeit des Wachstums in einem dynamischen und modernen Land. Dabei wurden im Rahmen des Projekts Baumethoden entworfen und angewendet, welche die Auswirkungen auf die natürliche Umwelt minimieren und im Einklang mit der nachhaltigen Entwicklung des Fürstentums stehen. Ziel ist es, ein Viertel zu errichten, das eine Vorreiterrolle in den Bereichen verantwortungsbewusstes städtisches Energiemanagement und neue Baumethoden einnimmt.

18 sogenannte Caissons – Megastrukturen aus Stahlbeton – zeichnen die Konturen des zukünftigen Eco-Stadtviertels Anse du Portier. Jedes Teil, für dessen Bau mehr als 3.800 Kubikmeter Beton verarbeitet wurden, ist trapezförmig gestaltet, 28 Meter breit sowie 27 Meter hoch und wiegt 10.000 Tonnen. Der Bau dieser monumentalen Konstruktionen, der insgesamt 18 Monate dauerte, stand im Wettlauf mit der Zeit und erforderte höchste Handwerkskunst, um die Caissons wie ein Puzzle zusammenzufügen. Nach der Auslieferung des ersten Caissons im Juli 2018 wurde im September diesen Jahres nun der 18. und letzte Caisson der Offshore-Erweiterung verlegt.

Solarenergie das ganze Jahr hindurch

Mit der Landerweiterung geht auch der Ausbau der Solaranlagen in Monaco einher. Das Konferenzzentrum Grimaldi Forum wird durch den Bau des angrenzenden neuen Stadtviertels vergrößert, wodurch zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden, Solarpaneele auf seinen Dächern zu installieren. Bereits im September eröffnete Seine Durchlaucht Fürst Albert II. ein 2.425 Quadratmeter großes, 1,5 Millionen Euro teures Kraftwerk aus Photovoltaikmodulen auf dem Dach des Grimaldi Forums als Teil des Energiemix des neuen Bezirks Anse du Portier.

Im Rahmen des von der monegassischen Regierung ausgearbeiteten Aktionsplans zur Energiewende werden Solarenergie und Meerwasserwärmepumpen künftig die Hauptenergiequellen des Fürstentums darstellen. In den letzten zwei Jahren haben Photovoltaikmodule auf den Dächern überall in Monaco Einzug gehalten – sie befinden sich sowohl auf Privathäusern wie öffentlichen Gebäuden, z. B. Schulen. Auch das Monte-Carlo Bay Hotel erzeugt mittels eines 1.000 Quadratmeter großen, staatlich bezuschussten Solarkraftwerks auf seinem Dach nachhaltigen Strom. Im nächsten Schritt werden 500 Quadratmeter Solarpaneele auf dem Dach der Feuerwehr von Fontvieille installiert, die jährlich 88.000 kWh Strom produzieren und dazu beitragen werden, die CO2-Emissionen des Fürstentums jährlich um 7,2 Tonnen zu senken. Interessierte können über die Website www.cadastresolaire.mc nachvollziehen, wie viel grünen Strom jedes einzelne mit Solarpaneelen ausgestattete Dach in Monaco generiert. Der Staat bezuschusst neben öffentlichen Projekten auch private Haushalte bei der Anschaffung von Solar- und Thermoanlagen.

Bildnachweis: © Bouygues/TPMC


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