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Katar: M. F. Husain Museum erweitert Dohas Kulturlandschaft
Das weltweit erste Museum für M. F. Husain in Education City verbindet Kunst, Architektur und interaktive Angebote
Katar: M. F. Husain Museum erweitert Dohas Kulturlandschaft

Katars Museumslandschaft reicht von islamischer Kunst und Geschichte über Sport bis zur zeitgenössischen Kunst. Seit November 2025 ergänzt das Lawh wa Qalam: M. F. Husain Museum in Education City dieses Angebot. Es ist das weltweit erste Museum, das vollständig dem Leben und Werk des indischen Künstlers M. F. Husain gewidmet ist.

Eröffnet wurde das Haus von der Qatar Foundation. Seitdem zählte es mehr als 9.000 Besucher. Das TIME Magazine nahm das Museum zudem in seine Auswahl „World’s Greatest Places 2026“ auf. Es ist außerdem Mitglied des International Council of Museums (ICOM).

Ein Museum nach einer Skizze des Künstlers

Die Ausstellung zeichnet Husains künstlerische Entwicklung von frühen Einflüssen bis zu seinen letzten Lebens- und Schaffensjahren in Katar nach. Dabei ist bereits das Museumsgebäude Teil der Geschichte.

Grundlage für den markanten blauen Bau war Husains eigene Skizze für einen Kulturort in Doha. Der Architekt Martand Khosla griff diesen Entwurf auf und übertrug ihn in die heutige Architektur des Museums in Education City.

Der Rundgang beginnt in einem Empfangsbereich, der von Husains Wohnhaus und Atelier inspiriert ist. Anschließend überträgt ein immersiver 360-Grad-Raum seinen charakteristischen Pinselstrich in eine räumliche Inszenierung.

Gemälde, Skulpturen und bewegte Bilder

In den Galerien sind Gemälde, Fotografien, Wandteppiche, Skulpturen und Aquarelle aus unterschiedlichen Schaffensperioden zu sehen. Zu den ausgestellten Arbeiten gehören „The Artist and His Model“ und „Doll’s Wedding“ sowie Werke aus der Serie „India’s 100 Years of Struggle for Freedom“.

Interaktive Elemente ergänzen die Präsentation. Ein Praxinoskop zeigt Szenen aus Husains Filmen, während ein Periskop den Blick über Education City öffnet. Die Galerie „A Curious Mind“ beschäftigt sich anhand von Arbeiten wie „Theorama“ und „World Religions“ mit seinem Interesse an Religion, Geschichte und Zivilisation.

Die letzten Jahre in Katar

Ein eigener Bereich widmet sich Husains Verbindung zu Katar, wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte. In dieser Phase begann eines seiner ambitioniertesten Projekte: eine auf 99 Gemälde angelegte Serie über die arabische und islamische Zivilisation.

Bis zu seinem Tod im Jahr 2011 vollendete Husain mehr als 30 Arbeiten für dieses Projekt. Werke wie „Warriors and Poets“ und „Zuljanah Horse“ dokumentieren diese letzte Phase seines künstlerischen Schaffens.

Rund 50 Workshops bis Ende Juni

Das Lawh wa Qalam versteht sich zugleich als Bildungs- und Veranstaltungsort. Bis Ende Juni 2026 fanden dort knapp 50 Workshops und Lernangebote mit insgesamt mehr als 700 Teilnehmern statt. Das Programm reicht von Angeboten für Schulen bis zu Aktivitäten für Familien und die lokale Gemeinschaft.

Zur weiteren Ausstattung gehören eine Bibliothek, ein Auditorium, ein Kreativbereich und ein Museumsshop. Vor dem Museum befindet sich zudem ein Café.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von Visit Qatar


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