Auf spanischen Spuren durch die Philippinen - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Auf spanischen Spuren durch die Philippinen
Katholische Kathedralen treffen auf asiatische Baukunst.
Auf spanischen Spuren durch die Philippinen

Kolonialhäuser, Kopfsteinpflaster und katholische Kathedralen – die über 300 Jahre andauernde spanische Kolonialzeit hat ihre Spuren auf den Philippinen hinterlassen. Und die können Besucher noch heute im ganzen Inselstaat entdecken. Denn während dieser Jahrhunderte entstanden zahlreiche imposante Gebäude, wie das Balay Negrense in Silay City, das Gästen heute als Museum das Leben reicher Zuckerbauern zeigt. In der Hauptstadt Manila wartet gleich ein ganzes Viertel mit alten Bauten wie Kirchen oder Verteidigungsanlagen auf Geschichtsinteressierte, die mit dem Bambusfahrrad an den historischen Gemäuern vorbeicruisen können. Aufmerksame Besucher entdecken außerdem an vielen anderen Stellen des Inselarchipels Hinweise auf die Spanier. Die Namen vieler Filipinos und Städte beispielsweise haben Ursprünge in der europäischen Sprache.

 

„Stadt in Mauern“ in Manila

 

Das Viertel Intramuros, zu Deutsch „innerhalb der Mauern” entführt Besucher in eine andere Zeit, nämlich die spanische Kolonialzeit. Dass Bauten wie die ehemalige Verteidigungsanlage Fort Santiago oder die Kirche San Augustin noch stehen, grenzt fast an ein Wunder. Seit 1599 mussten sie mehreren Erdbeben und auch Bombardierungen standhalten. Nicht ganz so gut davon gekommen ist die Kathedrale von Manila. Sie wurde achtmal beinahe ganz zerstört und aus den Ruinen neu errichtet. Ein Brand, eine Bombardierung und ein Erdbeben in 1880 verwandelten die Kathedrale in einen Trümmerhaufen – der von ambitionierten Händen wiederaufgebaut wurde. Der aktuelle Bau erfolgte bis 1958 und orientiert sich architektonisch an der Vorkriegskathedrale und dem historischen Architekturstil des 19. Jahrhunderts. Zahlreiche Touren zu Fuß, mit dem Segway oder ganz nachhaltig mit dem Bambusfahrrad führen zu den markantesten Gebäuden – besonders romantisch sind diese bei Sonnenuntergang.

 

Mit der Pferdekutsche zur Kathedrale in Vigan

 

Einsteigen und los geht’s: Die älteste spanische Kolonialstadt des Landes betrachten Besucher am besten von der Kutsche aus. In den sogenannten Kalesas geht es über das historische Kopfsteinpflaster der Crisologo Street und vorbei an den Kolonialhäusern rund um die Plaza Salcedo. Hier reiht sich asiatische Baukunst direkt neben die europäische Kolonialarchitektur. Geschichtsinteressierte betrachten beispielsweise die Residenz des Erzbischofs aus dem 18. Jahrhundert oder das neoklassizistische Provincial Capitol Building. An der Plaza Burgos finden Besucher das Wahrzeichen von Vigan City: die St.-Pauls-Kathedrale. Insgesamt tragen 233 historische Gebäude zum Stadtbild bei. Wer diese Kombination lieber zu Fuß erkundet, hat ein leichtes Spiel: Die Stadt ist ähnlich wie ein Schachbrett aufgebaut. Zudem ist Vigan City neben Manila eine der am besten erhaltenen Handelsstädte nach europäischem Vorbild in Südostasien.

 

Von reichen Zuckerbauern und pinken Kolonialhäusern

 

Die am besten erhaltenen beziehungsweise restaurierten Häuser im spanischen Kolonialstil finden Besucher in Silay City. Das Balay Negrense, das zu einem Museum umgebaut wurde, ist das bekannteste unter ihnen. Hier erwartet Reisende ein bunter Stilmix aus sowohl amerikanischer und spanischer Architektur als auch chinesische, philippinische und weitere Einflüsse. Im Balay Negrense wohnte Victor F. Gaston mit seiner Familie, dessen Vater als einer der Pioniere im Zuckeranbau auf Negros gilt. Das Lifestyle Museum zeigt das damalige Leben der wohlhabenden Zuckerbauern Ende des 19. Jahrhunderts. Besonders beeindruckend sind die über vier Meter hohen Decken und die zahlreichen edlen Holzmöbel. Weitere Kolonialhäuser in Silay, die heute Museen sind, sind das Don Bernardine Jalandoni Museum, das aufgrund seiner Außenfarbe auch „Pink House“ genannt wird, und das Manuel Severino Hofilena Heritage House.

 

Weitere Informationen zu den Philippinen finden sich online unter www.diephilippinen.de, www.facebook.com/MoreFunPhilippinen und unter www.youtube.com/user/morefunph.




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