Von Brasilien bis Kamerun: So geht eine Weltreise quer durch Deutschland - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Von Brasilien bis Kamerun: So geht eine Weltreise quer durch Deutschland
Reise-Verrückte haben es dieses Jahr schwer, große Travel-Pläne in die Ferne umzusetzen. Gut also, dass man auch in Deutschland zumindest dem Namen nach fremde Länder erkunden kann.
Von Brasilien bis Kamerun: So geht eine Weltreise quer durch Deutschland

Deutsche Ortschaften mit internationalen Namensvettern aus aller Welt machen das möglich und stillen mit einer Stippvisite in Brasilien, Norwegen oder Kanada bestimmt ein bisschen das Fernweh. 

Das Reisegutschein-Portal tripz.de, ein Mitglied der Fit Reisen Group, stellt hier die coolsten Namensvetter vor – so geht es im heimischen Sommerurlaub einmal rund um den Globus.

Das Reisegutscheinportal tripz.de zeigt eine kleine Weltreise quer durch Deutschland. ©Google Maps

Ostseestrand statt Copacabana in Brasilien

Wer echtes Beachfeeling sucht, ist in Brasilien in Schönberg an der Ostsee richtig. Mit einem leckeren Caipi in der Hand fühlt man sich im seichten Ostsee-Wasser fast wie an der Copacabana. Die Namensfindung für den Ortsteil des Ostseebads soll eng mit dem Nachbarortsteil Kalifornien zusammenhängen. Als eine alte Bootsplanke mit der Aufschrift „California“ angespült wurde, hängte ein Bewohner diese kurzerhand auf. Neidisch auf den neuen Sunshine-Titel des benachbarten Strandabschnitts, soll ein Anwohner ebenfalls ein Schild an seinem Strand angebracht haben: Brasilien. 

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Ägypten ohne Pyramiden

Pyramiden sucht man in der kleinen Bauernschaft Ägypten im niedersächsischen Neuenkirchen bei Osnabrück vergeblich. Dafür lädt die Umgebung um die 150-Einwohner-Siedlung zum Wandern und Radfahren ein. Den berühmten Namen verdankt das Örtchen der Legende nach einer Räuberbande namens „Egypter“, die vor Jahrhunderten in der Region ihr Unwesen getrieben haben soll. Bis heute ist der Ortsteil auf Grund der Namensvetterschaft über die regionalen Grenzen hinaus bekannt und lockt zahlreiche Besucher an. Da das Ortsschild zu oft entwendet wurde, ist der Ortsname inzwischen nur noch am Ortseingang in einen großen Stein gemeißelt.

Norwegen in Niedersachsen

Mit dem Ortsteil Norwegen der Gemeinde Lastrup im Oldenburger Münsterland ist auch ein europäischer Namensvetter in Deutschland vertreten. Hier soll Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg, der sich selbst als „Erbe von Norwegen“ bezeichnete, verantwortlich für den kuriosen Namen sein. Auch ohne Fjorde und Elche ist die 60-Seelen-Gemeinde mit viel Natur, wie dem Oldendorfer Moor, einen Abstecher wert.

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Zu Fuß von Amerika nach Russland

Der Weg vom amerikanischen Kontinent nach Russland lässt sich von Alaska über die Beringstraße mit rund 82 Kilometern durch den Ozean nicht zu Fuß bestreiten. Im ostfriesischen Friedeburg gelingt der Fußmarsch von Amerika nach Russland allerdings problemlos. Die beiden Ortsteile sind über einen rund sieben Kilometer langen Wanderweg miteinander verbunden. Die Strecke legt man entspannt in zwei Stunden zurück und kann sich seine Leistung sogar von der lokalen Tourismusorganisation beurkunden lassen.

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Holzfäller-Flair in Kanada

Der Weg nach Kanada führt in diesem Fall nicht etwa über den Atlantik, sondern nach Thüringen. Im Örtchen Münchenbernsdorf liegt der Ortsteil Kanada direkt am Waldrand. Der Name entstand, als hier in den 1930er Jahren Siedler Holzhütten bauten und Passanten die Ähnlichkeit der Siedlung zu dem typisch kanadischen Holzfäller-Flair erkannten. Bis heute bleibt der Ortsteil am Waldrand mit 21 Bewohnern überschaubar. Im Sommer 1997 hat ein von der kanadischen Botschaft in Düsseldorf gesponsertes Ortsschild den Namen Kanada offiziell gemacht – stilecht mit Ahornblatt.

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In Kamerun sind die Pferde los

Laut Wikipedia gibt es gleich 12 Namensvetter vom zentralafrikanischen Land Kamerun in Deutschland. Zum Beispiel in der Lüneburger Heide, in der Gemeinde Göhrde: Hier war wohl im vorletzten Jahrhundert eine beheimate Ziegelei für die Namensnennung ausschlaggebend. Ihre Arbeiter trugen selbstkonzipierte Strohhüte, um sich vor der Hitze der Brennöfen zu schützen. Für die Anwohner war diese Arbeitskluft wohl so befremdlich, dass sie die Ziegeleibeschäftigten kurzerhand „die Kameruner“ tauften. Heute ist das „Land Kamerun“ unweit der Elbe eher als Domizil für Pferdeverrücke und Wellness-Urlauber bekannt: Eine vor vier Jahrzehnten gegründete Feriensiedlung bietet neben Urlaub auf dem Bauernhof mit Reiterausflügen und Wellnesspaketen auch Häuschen für Dauerbewohner an. 

Bildnachweis: © Google Maps


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