RTK Jahrestagung: Thomas Bösl kündigt Digitalisierungspaket und Nähe zu Hotels und Destinationen an - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
RTK Jahrestagung: Thomas Bösl kündigt Digitalisierungspaket und Nähe zu Hotels und Destinationen an
Gestern Abend begann die Jahrestagung der rtk 2019 glanzvoll auf der MSC Grandiosa in Hamburg. Mehr als 1.000 Reisebürovertreter aus Deutschland, aber auch aus Belgien und Luxemburg geben sich hier bis Samstag ein Stelldichein und folgen einem interessanten Programm.
RTK Jahrestagung: Thomas Bösl kündigt Digitalisierungspaket und Nähe zu Hotels und Destinationen an

In seiner Eröffnungsrede am heutigen Morgen ging Thomas Bösl in gewohnt unterhaltsamer, aber zugleich auch offener und kritischer Weise auf die folgenden Themenschwerpunkte ein:

·         Die Auswirkungen der Thomas Cook-Pleite auf das Image der Pauschalreise

·         Ja zur Zusammenarbeit mit den Veranstaltern, aber auf Augenhöhe und mit modernen Rahmenbedingungen

·         Ankündigung der umfangreichen Digitalisierungspakete „TecOff Omnichannel und TecOff Spider“

·         Die rtk wird mehr Nähe zu den Hotels und zu den Destinationen suchen

·         Das „erdgebundene Geschäft“ und neue Produktgruppen sollen wieder in den stationären Vertrieb zurückgebracht werden

·         Keine Angst vor Nachhaltigkeit

·         Mehr Selbstvertrauen bei politischen Themen, wenn es um den stationären Vertrieb geht

Thomas Cook-Insolvenz

Die Thomas Cook-Insolvenz hat nicht nur den Reisebüros eine immense unbezahlte Mehrarbeit beschert, in deren Bewältigung sie sich durch die hervorragende Betreuung der Kunden bewähren konnten, sondern auch Auswirkungen auf das Image der Pauschalreise gehabt, die uns auch in den kommenden Monaten beschäftigen werden. Dazu trägt auch die Informationspolitik der Insolvenzverwaltung, da noch keine Klarheit darüber herrscht, was mit den Reisen geschehen wird, die ab dem 1. Januar 2020 stattfinden sollten. Thomas Bösl rief dazu auf, sich gemeinsam für den Ruf der Pauschalreise einzusetzen: „Die Pauschalreise ist kurzfristig von der Champions League in die zweite Liga abgestiegen, bringen wir sie gemeinsam wieder zurück in die 1. Liga, wo sie hingehört“ rief er den Reisebürovertretern zu.

Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern

Trotz eines klaren Jas zur Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern kritisierte Thomas Bösl die auf Umsatzsteigerung basierenden Provisionsmodelle der Reiseveranstalter als unzeitgemäß und forderte modernere Varianten, die den Reisebüros zweistellig Provisionen auch ohne Umsatzsteigerungen ermöglichen. Darüberhinaus forderte er „eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit modernen Rahmenbedingungen“.

Umfangreiches Digitalisierungspaket

Unter großem Applaus kündigte Thomas Bösl die Vorstellung der umfangreichen Digitatisierungspakete „TecOff Omnichannel“ und „TecOff Spider“ an, Bösl wies daraufhin, dass die rtk zwar einen Kundenstamm von 5 Millionen Kunden besitze, aber gerade im Bereich jüngere Kunden nicht so erfolgreich wie gewünscht sei, so dass sich eine Investition in den Online-Bereich lohnen werde. Thomas Bösl betonte, dass das Thema Omnichannel die Brache auch in den kommenden Wochen weiter beschäftigen werde, zumal auch die großen Reiseveranstalter intensiv an diesem Thema arbeiten. Die Strategie der rtk werde unabhängig von der Strategie der Veranstalter, jedoch mit ihr kompatibel sein. Dabei müsse aber klar sein, dass die Kundendaten hundertprozentig bei den Reisebüros bleiben.

Nähe zu Hotels und Destinationen

Auch im Rahmen der Verunsicherung durch die Thomas Cook-Pleite, so Thomas Bösl, suche die Hotellerie weltweit die Nähe zum Vertrieb und melde sich deshalb auch verstärkt bei der rtk. „Wir sind als rtk zwar seit Jahren sehr eng mit der Hotellerie verbunden, werden diesen Punkt aber in Zukunft massiv ausbauen,“ kündigte Thomas Bösl an. Man werde den Ball aufnehmen und die Hotels auch im Rahmen der eigenen Vertriebswelt besser und deutlicher darstellen, dies aber im Sinne eines Miteinanders mit den Reiseveranstaltern und mit dem Ziel der Verbesserung des Produkts.

Mit den wichtigen Destinationen sei die rtk, so Bösl weiter, schon lange sehr intensiv verbunden. Doch wolle man nun noch gezielter auf die Destinationen zugehen: „Wir wollen erreichen, dass der stationäre Vertrieb, also der Fachhandel, neue Destinationen oder neue Bereiche in Destionationen noch intensiver vorstellt. Und da kann ich auch nur in Richtung der Destinationen den Apell richten, noch intensiver auf uns zuzukommen. Auch hier gab es in den letzten Wochen viele Gespräche“.

Thomas Bösl beklagte, dass das erdgebundene Geschäft im stationären Vertrieb von Jahr zu Jahr an Bedeutung verliere: „Es geht immer stärker am Reisebüro vorbei, und wir müssen hier etwas tun.“ Nischenprodukte wie E-Bike-Touren, Camping und Caravan besitzen hohe Steigerungsquoten, die man nicht übersehen dürfe.

Thomas Bösl schloss seine Eröffnungsrede mit dem Apell ab, keine Angst vor Nachhaltigkeit zu haben, und auch mehr Selbstvertrauen bei politischen Themen zu zeigen, wenn es um den stationären Vetrieb gehe.

Bildnachweis: Tourexpi, © Christopher Kubaseck


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