Reisetrends 2027: KI gewinnt an Einfluss, Klassiker bleiben gefragt - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Reisetrends 2027: KI gewinnt an Einfluss, Klassiker bleiben gefragt
Urlaubsguru sieht wachsende Bedeutung digitaler Reiseinspiration, neue Trenddestinationen und einen stärkeren Einfluss von Kindern auf die Urlaubsplanung
Reisetrends 2027: KI gewinnt an Einfluss, Klassiker bleiben gefragt

Die Reiseplanung deutscher Urlauber verändert sich zunehmend durch soziale Netzwerke und künstliche Intelligenz. Gleichzeitig bleiben persönliche Empfehlungen und etablierte Urlaubsziele wichtige Orientierungspunkte. Das zeigt der Trendreport 2027 des Reiseportals Urlaubsguru, der auf mehreren Befragungen in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Appinio basiert. Besonders deutlich werden Unterschiede zwischen den Generationen: Während jüngere Reisende digitale Informationsquellen intensiv nutzen, verlassen sich ältere Urlauber häufiger auf traditionelle Formen der Reiseinspiration.

Bei den Reisezielen zeichnet sich für 2027 eine Mischung aus Kontinuität und neuen Interessen ab. Spanien, die Türkei, Ägypten und Griechenland bleiben wichtige Destinationen für Pauschalreisen. Bei Fernreisen stehen Thailand, die Malediven und die Dominikanische Republik im Vordergrund. Gleichzeitig identifiziert Urlaubsguru Norwegen, Montenegro, Georgien, Kolumbien und Vietnam als aufstrebende Reiseziele, die im kommenden Jahr stärker in den Fokus rücken könnten.

Die konkrete Urlaubsplanung befindet sich allerdings noch in einer frühen Phase. Im September 2026 hatten erst acht Prozent der Befragten ihren Haupturlaub für 2027 gebucht. Für Reiseveranstalter und Reisebüros eröffnet sich damit ein längerer Zeitraum, in dem Inspiration, Beratung und konkrete Angebote die Destinationsentscheidung beeinflussen können.

Soziale Netzwerke verändern die Reiseentscheidung

Persönliche Empfehlungen bleiben die wichtigste Informationsquelle bei der Urlaubsplanung. 51,2 Prozent der Befragten nennen Freunde und Familie als Orientierungshilfe. Soziale Netzwerke folgen mit 47 Prozent bereits in geringem Abstand. Reiseblogs und Online-Magazine erreichen 34,9 Prozent, während 34,6 Prozent auch KI-Systeme zur Reiseplanung nutzen. Bei der Befragung konnten jeweils bis zu drei Informationsquellen angegeben werden.

Besonders ausgeprägt ist die Bedeutung sozialer Medien bei jungen Erwachsenen. Unter den 18- bis 24-Jährigen nutzen 75 Prozent entsprechende Plattformen zur Reiseinspiration. In der Altersgruppe von 55 bis 65 Jahren liegt der Anteil dagegen bei lediglich 27,3 Prozent. KI-Anwendungen sind insbesondere bei den 25- bis 34-Jährigen verbreitet: 46,5 Prozent dieser Altersgruppe greifen bei der Urlaubsplanung darauf zurück.

Der Einfluss digitaler Inhalte reicht dabei über die reine Informationssuche hinaus. Insgesamt 58,4 Prozent der Befragten stimmen zumindest eher der Aussage zu, dass soziale Netzwerke ihre Wahl des Reiseziels beeinflussen. Unter den 18- bis 34-Jährigen steigt dieser Anteil auf 71,9 Prozent.

Die digitale Inspiration birgt allerdings auch Risiken für die Erwartungen der Reisenden. Bei einer ergänzenden Instagram-Umfrage von Urlaubsguru berichteten 32 Prozent der Teilnehmer, bereits von einem Hotel oder Reiseziel enttäuscht worden zu sein, das sie zuvor in sozialen Netzwerken entdeckt hatten.

Junge Urlauber bleiben beruflich erreichbar

Neben der Reiseplanung untersucht der Trendreport auch das Verhalten während des Urlaubs. Dabei zeigt sich ein bemerkenswerter Generationenunterschied: Gerade jüngere Reisende fällt es offenbar schwerer, die berufliche Kommunikation vollständig hinter sich zu lassen.

Unter den 18- bis 24-Jährigen lesen 22 Prozent auch während ihrer Ferien täglich berufliche E-Mails. Bei den 25- bis 34-Jährigen beträgt der Anteil 15 Prozent, bei den 55- bis 65-Jährigen dagegen nur acht Prozent.

Umgekehrt verzichten 49 Prozent der ältesten untersuchten Altersgruppe während des Urlaubs vollständig auf berufliche E-Mails. Bei den 18- bis 24-Jährigen gelingt diese konsequente Trennung lediglich 22 Prozent.

Auch die Gestaltung des Urlaubstages unterscheidet sich vom gewohnten Alltag. Während zwölf Prozent der Befragten in den Ferien deutlich länger schlafen, stehen 31 Prozent sogar früher auf. Mehr als die Hälfte nutzt die freie Zeit außerdem verstärkt zum Lesen: 53 Prozent beschäftigen sich im Urlaub häufiger mit Büchern als zu Hause.

Bei der Wahl der Reisebegleitung dominiert weiterhin der Urlaub zu zweit. 55 Prozent planen ihren Haupturlaub mit dem Partner, ein Viertel reist mit der Familie. Zwölf Prozent möchten gemeinsam mit Freunden verreisen, während acht Prozent einen Urlaub allein bevorzugen.

Kinder bestimmen bei Familienreisen mit

Für Familien bleiben 2027 insbesondere die Türkei, Ägypten, Spanien, Griechenland und Thailand attraktiv. Bei der Auswahl des konkreten Reiseziels erhalten Kinder zunehmend ein Mitspracherecht. Knapp die Hälfte der befragten Eltern, 49,6 Prozent, lässt ihre Kinder zwischen mehreren vorgeschlagenen Urlaubszielen wählen. Bei weiteren 25,9 Prozent haben die Kinder sogar maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung.

Für die Buchung sind vor allem praktische Aspekte entscheidend. Eine unkomplizierte An- und Abreise halten 93,9 Prozent der Eltern für mindestens eher wichtig. Fast ebenso hoch ist mit 92,2 Prozent die Bedeutung der Verpflegung. Danach folgen das Angebot an Aktivitäten und eine kinderfreundliche Zimmerausstattung.

Deutlich geringer fällt dagegen die Bedeutung organisierter Kinderbetreuung aus. Lediglich 19,7 Prozent der Eltern bewerten sie als sehr wichtig. Damit bestätigt sich nach Angaben von Urlaubsguru eine Entwicklung, die bereits im vergangenen Jahr zu beobachten war.

Dass Familienreisen nicht automatisch vollständige Erholung garantieren, zeigt ein weiteres Ergebnis der Befragung. 38,4 Prozent der Eltern fühlen sich nach einem Urlaub mit ihren Kindern zwar erholt, allerdings nicht vollständig.

Für die Reisebranche unterstreichen die Ergebnisse vor allem die Bedeutung einer zielgruppengerechten Ansprache. Während digitale Inspirationsangebote und KI-Anwendungen insbesondere jüngere Kunden erreichen, bleiben bei Familien konkrete Reisebedingungen wie Erreichbarkeit, Verpflegung und Freizeitmöglichkeiten ausschlaggebend. Die Verbindung aus digitaler Inspiration und verlässlicher Reiseberatung dürfte damit auch 2027 eine wichtige Rolle im touristischen Vertrieb spielen.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration


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