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Deutschland
Flughafen Frankfurt: Betrieb nach Räumung wieder aufgenommen
Erst München, jetzt Frankfurt: Eine Panne bei der Sicherheitskontrolle hat zeitweise zur Räumung eines Teils des Airports geführt. Die Auswirkungen dürften noch länger zu spüren sein.
Flughafen Frankfurt: Betrieb nach Räumung wieder aufgenommen

Wegen einer Panne bei der Sicherheitskontrolle einer Familie ist der Frankfurter Flughafen am Dienstag über Stunden teilweise geräumt worden. Der Fehler bei der Kontrolle hatte einen Polizeieinsatz im Bereich A des Terminal 1 nach sich gezogen. Das Boarding in diesem Teil des Flughafens wurde zeitweise eingestellt, die Sicherheitsbereiche geräumt.

Um 14:30 Uhr gab die Bundespolizei Entwarnung: "Die betroffenen Bereiche sind wieder freigegeben und der Betrieb wurde wieder aufgenommen." Man bedanke sich bei den Passagieren für das disziplinierte Verhalten.

Die Auswirkungen dürften jedoch noch länger zu spüren sein. Die Lufthansa teilte nach der Wiederaufnahme des Betriebs mit, dass sie an einem neuen Flugplan arbeitet, der im Laufe des Nachmittags veröffentlicht werden soll. Auch die Mitarbeiter hätten den Sicherheitsbereich verlassen müssen und nähmen jetzt wieder die Arbeit auf.

Passiert war die Panne bei der Sicherheitskontrolle einer vierköpfigen Familie aus Frankreich, wie die Bundespolizei mitteilte. Bei mindestens einem Familienmitglied sei die Sicherheitskontrolle nicht abgeschlossen gewesen, als sie den Sicherheitsbereich betrat, sagte eine Sprecherin.

Den Fehler hat laut Bundespolizei eine sogenannte Luftsicherheitsassistentin begangen. Sie habe die Familie trotz eines positiven Sprengstofftests in den Sicherheitsbereich entlassen. Die Familie wurde inzwischen befragt und darf nun weiterreisen, teilte die Behörde auf Twitter mit.

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wurde das Boarding gegen 11.30 Uhr eingestellt. Dem Unternehmen zufolge wurden bis etwa 13.30 Uhr 49 Flüge gestrichen, von rund 1.500 geplanten Flugbewegungen an diesem Tag. "Wir haben in den Terminals zusätzliches Personal unterwegs, das Snacks und Getränke verteilt. Auch medizinische Dienste sind vor Ort", sagte ein Fraport-Sprecher.

Lufthansa stoppt Teile ihrer Abfertigung

Die Bundespolizei zog Absperrbänder auf und drängte die Fluggäste zurück in den vorderen Bereich der Halle. Passagiere wurden von den Gates zurück in die Halle gebracht. Augenzeugen zufolge herrschte keine Panik, aber großes Gedränge in den wetterbedingt heißen Hallen. Passagiere beklagten sich, dass sie sich nicht ausreichend informiert fühlten.

Die Lufthansa stoppte zeitweise große Teile ihrer Abfertigung. In den Bereichen A und Z konnten Passagiere nicht mehr ein- oder aussteigen. Ankommende Flugzeuge mussten auf dem Vorfeld mit den Passagieren an Bord warten. Am Frankfurter Flughafen gibt es ein zweites Terminal, das von der Sperrung nicht betroffen war.

Hotelkapazitäten aufgestockt

Der Krisenstab der Lufthansa buchte vorsorglich größere Hotelkapazitäten im Rhein-Main-Gebiet, um gestrandete Passagiere unterbringen zu können. In den Teilbereichen B und C waren die Gates weiterhin geöffnet, so dass dort auch Passagiere abgefertigt werden konnten. Auch ankommende Maschinen sollten in diese Bereiche umgeleitet werden, wenn das möglich ist. Passagiere, die in Frankfurt umsteigen sollten, sollten zum Teil über andere Drehkreuze wie München, Zürich oder Wien geleitet werden.

Für die Passagierkontrollen im fraglichen Bereich ist die Fraport selbst und ihre Tochtergesellschaft FraSec zuständig. Über Details könne man noch nichts sagen, erklärte ein Fraport-Sprecher.


Passagiere in Halle A im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt werden mit Getränken versorgt. (Quelle: Silas Stein/dpa)


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Am Münchner Flughafen hatte es erst vor Kurzem einen ähnlichen Vorfall gegeben. Im Juli war dort ein Terminal geräumt worden, weil eine Frau ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war. Mindestens 200 Flüge fielen aus, bei rund 60 Flügen kam es zu Verspätungen. Erst rund zwei Stunden nach dem Vorfall wurde der Sicherheitsbereich wieder freigegeben.

Vor fast genau zwei Jahren kam es ebenfalls am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens zu einer ähnlichen Situation. Damals war eine Frau nach der Kontrolle ihres Handgepäcks in den Sicherheitsbereich weitergegangen, obwohl ihre Kontrolle nicht abgeschlossen war. Von der Evakuierung des Terminals waren damals rund 5.000 Passagiere betroffen.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_84241702/flughafen-frankfurt-betrieb-nach-raeumung-wieder-aufgenommen.html






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