Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele schreitet beim Klimaschutz voran - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele schreitet beim Klimaschutz voran
Pilotprozess zur Treibhausgasberechnung.
Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele schreitet beim Klimaschutz voran

Der Tourismus ist gefordert, Emissionen zu reduzieren, jedoch besteht bisher noch kein einheitlicher Standard für Treibhausgasbilanzierungen in Destinationen. Eine Pilotgruppe von 10 Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) hat sich unter dem Schirm der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele zusammengeschlossen, um gemeinsam einen Pionierprozess zur Treibhausgasbilanzierung des Tourismus in ihren Destinationen durchzuführen. Ziel ist es, sich langfristig auf den Weg zur Klimaneutralität zu machen und eine individuelle datenbasierte Entscheidungsgrundlage für die Ableitung von Klimaschutzmaßnahmen zu schaffen.

International gibt es insbesondere seit der letzten UN-Klimakonferenz in Glasgow fokussierte Bestrebungen mit konkreter Deklaration, um Klimaschutzbemühungen im Tourismus zu verstärken und Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu erreichen. Auch im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung werden Klimaschutzziele festgehalten und im neuesten Eckpapier zur Weiterentwicklung der Nationalen Tourismusstrategie ist der Klimaschutz im Tourismus als klares Handlungsziel benannt.

Im Rahmen der Netzwerkarbeit der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele, die im Jahr 2022 unter dem Themenschwerpunkt „Tourismus im Klimawandel“ steht, hat sich eine Pilotgruppe formiert, die den Weg zur Klimaneutralität konkret in Angriff nehmen möchte. Der erste Schritt ist dabei die Bilanzierung: Nur wenn durch den Tourismus verursachte Emissionen ermittelt und dargestellt werden, kann eine Entscheidungsgrundlage für Klimaschutzmaßnahmen herbeigeführt werden.

Die Schwierigkeit dabei: Zwar bestehen bereits Ansätze zur Bilanzierung im Tourismus, jedoch gibt es deutliche Lücken hinsichtlich eines robusten Bilanzierungsrahmens zur Erhebung in Destinationen und eine allgemeingültige standardisierte Empfehlung für ein Vorgehen fehlt. Eine weitere Herausforderung stellt die oftmals unzureichende Datenverfügbarkeit dar.

Unter Koordination der Geschäftsstelle der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele, angesiedelt bei der TourCert gGmbH, und gemeinsam mit der Kreativagentur und Nachhaltigkeitsberatung reCET UG (haftungsbeschränkt) wird die Pilotgruppe bis Herbst 2022 einen Bilanzierungsansatz umsetzen, der unter anderem bereits in Destinationen wie Valencia, Barcelona und in der Wattenmeer-Region erprobt wurde. Bei dieser sogenannten „Bottom-up“ Methode werden Emissionen abgebildet, die durch die Inanspruchnahme von touristischen Leistungen in der Destination entstehen (nachfragebasiert). Ziel des Pilotprozesses ist eine Baseline-Erhebung der Treibhausgasemissionen mit Hilfe eines praktikablen Tools sowie die Identifikation der Verfügbarkeit der Daten in den unterschiedlichen Destinationsarten.

„Mit dieser schon mehrfach erprobten Methode können tourismusbezogene Emissionen ganz destinationsspezifisch dargestellt und konkrete Handlungsoptionen für das Destinationsmanagement abgebildet werden. Mit dieser Erhebung wird somit auch eine Entscheidungsgrundlage für den Weg des Tourismus zur Klimaneutralität geschaffen“, betont Martin Balas, Nachhaltigkeitsberater und Geschäftsführer von reCET.

Die Erkenntnisse werden im Anschluss in das gesamte Netzwerk der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele getragen und bieten die Grundlage für einen Klimabilanzierungs-Standard auf Destinationsebene, der als Voraussetzung für ein effektives Klimaschutzmanagement benötigt wird.

„Im Tourismus besteht dringender Handlungsbedarf! Wir freuen uns daher sehr, gemeinsam mit den teilnehmenden Destinationen einen Ansatz zur Klimabilanzierung voranzutreiben und einen Pilotprozess anzustoßen, der auch zur Nachahmung in anderen Destinationen motivieren soll“, bekräftigt Cilia Mayer, Koordinatorin der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele.

Der Pilotprozess wird über die Destinationen eigenständig in Gemeinschaft finanziert und durch die Geschäftsstelle der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele bei der TourCert gGmbH und reCET finanziell unterstützt. Mit dabei sind sechs Partner der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele und vier weitere Destinationen, die über die Landes-Partner aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gewonnen werden konnten:

Ostseefjord Schlei GmbH

Saarpfalz-Touristik

Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald

Tourismus Zentrale Saarland GmbH

Tourismus-Agentur Lübecker Bucht AöR

Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst e.V.

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Tourismusverband Rügen e.V.

Tourismusverband Vorpommern e.V.

Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH

Bildnachweis: © TourCert


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