Tourexpi
Rund
250 Vertreter aus Tourismuswirtschaft, Politik, Medien und diplomatischen
Vertretungen kamen zum diesjährigen Sommerfest des Deutschen Reiseverbandes
(DRV) in der Botschaft der Republik Türkiye in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt
der Veranstaltung stand die Entwicklung der Türkei als bedeutender Partner der
deutschen Reisewirtschaft und als eine der weltweit erfolgreichsten
Tourismusdestinationen.
Vor
dem Hintergrund eines sich wandelnden internationalen Reisemarktes diskutierten
die Teilnehmer über nachhaltiges Wachstum, Investitionen in Infrastruktur sowie
die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei.
Deutschland
bleibt wichtigster Partner
„Deutschland
ist für Türkiye weit mehr als ein wichtiger Quellmarkt – es ist ein
strategischer Partner, mit dem uns eine langjährige, vertrauensvolle
Zusammenarbeit verbindet“, sagte Gökhan Turan, Botschafter der Republik Türkiye
in Deutschland. „Gerade in Zeiten des Wandels im globalen Tourismus setzen wir
auf Innovation, Nachhaltigkeit und kulturelle Vielfalt, um unsere Position als
führende Destination weiter zu stärken.“
Die
Türkei zählt laut dem „World Tourism Barometer“ von UN Tourism zu den vier
meistbesuchten Ländern der Welt. Im Jahr 2025 empfing das Land 64 Millionen
internationale Gäste und erzielte Tourismuseinnahmen in Höhe von 65,2
Milliarden US-Dollar. Für 2026 strebt das türkische Ministerium für Kultur und
Tourismus einen Umsatz von 68 Milliarden US-Dollar an.
Deutschland
bleibt dabei der wichtigste Quellmarkt. Rund 6,75 Millionen Deutsche reisten
2025 in die Türkei, ein Plus von rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im
ersten Quartal 2026 legte die Zahl der deutschen Besucher im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 18,4 Prozent zu.
Enge
Zusammenarbeit mit der Reisewirtschaft
„Die
Türkei ist für die deutsche Reisewirtschaft ein zentraler Partner und eines der
beliebtesten Reiseziele der Deutschen“, sagte Albin Loidl, Präsident des DRV.
„Die Kombination aus hoher Qualität bei einem exzellenten
Preis-Leistungsverhältnis, hervorragender Infrastruktur und kontinuierlicher
Angebotsentwicklung macht das Land zu einem verlässlichen Wachstumstreiber.“
Loidl
hob zugleich die enge Zusammenarbeit mit der Türkischen Agentur für
Tourismusförderung und -entwicklung (TGA) bei der Weiterentwicklung des
touristischen Angebots hervor.
Zu
den Gästen der Veranstaltung gehörte auch der Koordinator der Bundesregierung
für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Dr. Christoph Ploß, der ein Grußwort der
Bundesregierung überbrachte.
Tourismusangebot
wird kontinuierlich erweitert
Die
türkische Riviera rund um Antalya bleibt mit 52,5 Prozent aller Ankünfte das
wichtigste Reiseziel deutscher Urlauber. Es folgen Istanbul mit 22,5 Prozent
sowie die Ägäisregion mit 12,5 Prozent. Gleichzeitig gewinnen Regionen wie
Kappadokien und die Schwarzmeerküste zunehmend an Bedeutung.
Parallel
erweitert die Türkei ihr touristisches Angebot über den klassischen Badeurlaub
hinaus. Kultur-, Kulinarik-, Sport-, Wellness- und MICE-Reisen spielen eine
immer größere Rolle.
Unterstützt
wird diese Entwicklung durch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur.
Projekte wie der Flughafen Istanbul, Galataport sowie neue Verkehrsachsen –
darunter die geplante Autobahn zwischen Antalya und Alanya – verbessern die
Erreichbarkeit wichtiger Destinationen.
Auch
im Bereich Nachhaltigkeit baut das Land seine Position aus. Mit 580 Stränden
mit der Blauen Flagge belegt die Türkei weltweit den dritten Platz. Zudem wird
der nachhaltige Fahrradtourismus durch zertifizierte fahrradfreundliche
Unterkünfte gefördert.
Kultur
und internationale Veranstaltungen stärken das Profil
Weitere
Wachstumsimpulse kommen aus dem Kulturtourismus. UNESCO-Welterbestätten, neue
archäologische Ausgrabungen in der Region Taş Tepeler sowie Formate wie
Nachtmuseen und thematische Kulturrouten erweitern das touristische Angebot.
Die Kulturrouten-Festivals finden 2026 bereits zum sechsten Mal statt und
bringen über acht Monate hinweg Kunst und Kultur in 26 Städte.
Mit
der Ausstellung „Gebaute Gemeinschaft. Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben
vor 12.000 Jahren“ präsentiert die James-Simon-Galerie in Berlin noch bis zum
19. Juli bedeutende archäologische Originalfunde aus der Türkei.
Auch
als Gastgeber internationaler Veranstaltungen rückt das Land stärker in den
Fokus. Antalya wird im November 2026 Austragungsort der UN-Klimakonferenz COP31
sein, während Ankara im Juli den NATO-Gipfel ausrichtet. Ab 2027 soll zudem die
Formel 1 in die Türkei zurückkehren.
Kulturelles
Programm rundet Sommerfest ab
Beim
DRV-Sommerfest konnten die Gäste die kulturelle Vielfalt der Türkei auch
unmittelbar erleben. Ein türkisches Dinner unter dem Motto „Ein Tisch voller
kulturellem Erbe“ sowie der Auftritt einer traditionellen Tanzgruppe bildeten
den festlichen Rahmen der Veranstaltung.
Mit
dem Sommerfest unterstrichen der DRV und die TGA ihre enge Zusammenarbeit und
bekräftigten das gemeinsame Ziel, die Türkei im deutschen Markt als
authentische, nachhaltige und zukunftsorientierte Destination weiter zu
stärken.
Bildnachweis:
© Marcel Kautz
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